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Lukas Klinik

Die Lukas Klinik reduziert das stationäre Angebot und erweitert die ambulanten Dienstleistungen

Arlesheim (ots) - Die Lukas Klinik, das Zentrum für integrative Onkologie in Arlesheim bei Basel, muss aus Kostengründen das stationäre Angebot verkleinern und Stellen abbauen. Infolge der Fallpauschalen ist die Bettenbelegung drastisch zurückgegangen. Das ambulante Angebot mit Arztkonsultationen, Tagesklinik, Therapietagen und Onko-Rehabilitation wird weiter ausgebaut.

Das Jahr 2012 hat die Lukas Klinik vor grosse Herausforderungen gestellt. Zum einen wurden - als Folge des erweiterten Leistungsauftrags des Kantons - die Strukturen des stationären Angebots auf eine neue Basis gestellt. Zum andern mussten Belegungs- und Kostenpläne durch die Einführung der Fallkostenpauschalen (Swiss DRG) neu definiert werden.

Erste Analysen des Jahres 2012 zeigen jetzt einen markanten finanziellen Einbruch im stationären Bereich. Trotz steigender Patientenzahlen und konstanter Umsätze konnten die strukturbedingten Fixkosten nicht aufgefangen werden. Denn durch die verkürzte durchschnittliche Aufenthaltsdauer von Akutpatienten verschlechterte sich die Auslastung der stationären Abteilungen. Eine weitere Ursache für die Fehlbeträge bildet der Umstand, dass die Kassenleistungen für Palliativ-Patienten (akute Palliative Care) nicht kostendeckend sind. Diese Behandlung ist mit hohem pflegerischem Aufwand, mit erhöhtem Raumbedarf und personalintensiver Betreuung verbunden. Schliesslich ist anzumerken, dass es im geltenden Swiss-DRG-Abrechungssystem keine Entschädigung für die komplementärmedizinischen Leistungen gibt. Dies obwohl der Bundesrat vor Jahren, auf Druck der Öffentlichkeit, diese Leistungen als grundversicherungspflichtig eingestuft hat. Allein hier erbringt die Klinik Leistungen in einer Höhe von fast 1.5 Mio Franken ohne entsprechende Entschädigung.

Die Leitung der Lukas Klinik sieht sich deshalb gezwungen, in den nächsten Monaten drastische Sparmassnahmen durchzuführen, um das Defizit zu reduzieren. Die stationären Abteilungen werden verkleinert und es müssen Stellen abgebaut werden. Zusätzlich zu den natürlichen Abgängen durch Pensionierungen und Fluktuation werden leider auch Entlassungen notwendig sein. Betroffen sind in erster Linie die Pflegefachleute der Akut- und Palliativstation, aber auch in anderen Bereichen wie Therapie und Ökonomie werden wir Personal reduzieren müssen.

Ambulatorium wird ausgebaut

Die Lukas Klinik, als Kompetenzzentrum für Onkologie mit Schwerpunkt in der Misteltherapie und der anthroposophischen Medizin, wird - mit dem gesamten, ganzheitlichen Angebot - bestehen bleiben. Weitergeführt wird der Ausbau der ambulanten Dienste, die im Jahr 2012 von gegen 5000 Patientinnen und Patienten genutzt wurden. Sie bestehen aus der Tagesklinik mit 15 Betten, dem Sprechstundenangebot mit 10 Arztpraxen sowie dem Therapiebereich mit Heileurythmie, Physiotherapie (Bäder, Massagen, Wickel, Wärmepackungen), Biographiearbeit, Malen und Plastizieren.

Als zusätzliches, neues Angebot hat die Lukas Klinik eine onkologische Rehabilitation eingerichtet, die auf der Basis von ambulanten Therapietagen funktioniert. Patientinnen und Patienten planen die Therapietage nach ihren Wünschen und können für Übernachtung und Verpflegung das Hotellerie-Angebot der Klinik nutzen. Eine ärztliche Konsultation und eine Behandlung in der Tagesklinik können damit kombiniert werden. Künftig soll dieses Angebot breiter genutzt werden können und auch Patientinnen und Patienten, die nicht an Krebs erkrankt sind, zur Verfügung stehen.

Wer sind wir?

Die Lukas Klinik wurde als Zentrum für anthroposophische Tumortherapie 1963 gegründet. Seitdem spielt sie eine Pionierrolle in der anthroposophischen Krebs- und Misteltherapie. Von Anfang an hat sie das Konzept der integrativen Onkologie verfolgt, das heisst der engen Zusammenarbeit zwischen Schulmedizin und anthroposophischer Medizin. Die Lukas Klinik beschäftigt rund 170 Mitarbeitende, betreute 2012 ca. 600 stationäre und 4700 ambulante Patientinnen und Patienten.

Weitere Informationen auf www.lukasklinik.ch

Kontakt:

Christoph von Dach
MSc Palliative Care, Pflegedienstleiter und Mitglied der
Klinikleitung
Tel.: +41/61/706'71'71
E-Mail: c.vondach@lukasklinik.ch



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