Travail.Suisse

Jetzt kommt die erleichterte Einbürgerung für die 3. Ausländergeneration endlich vors Volk!

Bern (ots) - Nach acht Jahren Diskussion haben die beiden Parlamentskammern heute Morgen ihre Differenzen bezüglich der parlamentarischen Initiative von Ada Marra "Die Schweiz muss ihre Kinder anerkennen" endlich ausgeräumt. Die Schweizer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden jetzt darüber entscheiden können, ob sie die Einbürgerungsverfahren für Ausländerinnen und Ausländern, deren Grosseltern und Eltern bereits in der Schweiz gelebt haben, vereinfachen wollen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, freut sich über diesen Schritt und unterstützt die entsprechende Verfassungsänderung.

Nach einem achtjährigen Hindernislauf ist die parlamentarische Initiative von Ada Marra mit der heutigen Zustimmung des Parlaments endlich am Ziel und wird den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern zur Abstimmung vorgelegt. Diese Abstimmung ist nötig, weil nicht nur das Bürgerrechtsgesetz, sondern auch die Verfassung angepasst werden müssen. Ausländerinnen und Ausländer, deren Grosseltern bereits in die Schweiz gekommen sind und deren Eltern ihr ganzes Leben hier verbracht haben, sollen die Möglichkeit haben, mit einem rascheren und weniger aufwändigen Verfahren als das heute gültige das Schweizer Bürgerrecht zu erhalten.

Travail.Suisse unterstützt die erleichterte Einbürgerung, weil damit bereits integrierte Personen sozial und politisch besser anerkannt werden. Zudem gilt es zu unterstreichen, dass es sich um drei Generationen von Arbeitnehmenden handelt, die wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz beigetragen haben. Die erleichterte Einbürgerung ist ein wichtiger Fortschritt, indem nicht nur der administrative Aufwand im Rahmen der kostspieligen Verfahren verkleinert, sondern auch der soziale Zusammenhalt gestärkt werden. Letzterer wird sich auch positiv auf den Schweizer Arbeitsmarkt auswirken. Travail.Suisse hofft, dass es auch dem Volkswillen entspricht, einigen Tausend Ausländerinnen und Ausländern der 3. Generation eine bessere Anerkennung zukommen zu lassen.

Kontakt:

Hélène Agbémégnah, Leiterin Migrationspolitik und Rechtsfragen, Tel.
078 760 93 73



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