Travail.Suisse

Erstes nationales Spitzentreffen der Berufsbildung

Bern (ots) - Heute, 10 Jahre nach dem in Kraft treten des neuen Berufsbildungsgesetzes, fand das erste nationale Spitzentreffen der Berufsbildung statt. Das Treffen vereint die Spitzen von Bund, Kantonen und Sozialpartnern und ist die Nachfolge der Lehrstellenkonferenz. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, würdigt die Resultate der Arbeit der vergangenen 10 Jahre und fordert ein starkes Engagement in der Nachholbildung für Erwachsene.

Heute haben die Spitzen der Verbundpartner der Berufsbildung - also von Bund, Kantonen und Sozialpartnern - die Erfolge der vergangenen 10 Jahre Berufsbildung gewürdigt. Als grösste Erfolge dürfen folgende Errungenschaften gesehen werden: Die Überwindung der Lehrstellenkrise, die Integration von Jugendlichen mit Schwierigkeiten und nicht zuletzt die gut funktionierende Verbundpartnerschaft. Anlässlich des nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung, der Nachfolge der Lehrstellenkonferenz, wurden die Stärkung der höheren Berufsbildung, die Erhöhung der Berufsmaturaquoten, die Förderung von Berufsabschlüssen von Erwachsenen und die Verbesserung der Berufs- und Laufbahnberatung als neue Schwerpunkte festgelegt.

Verbindliche Ziele für die Berufsbildung von Erwachsenen

Trotz grosser Erfolge gibt es noch immer viel zu tun: Noch immer hat jede achte Person zwischen 25 und 64 keinen Berufsabschluss - das sind über 600'000 Personen. Bis zu 93'000 davon wären potenziell in der Lage, einen Erstabschluss zu erwerben. "Obschon die Instrumente vorhanden sind, werden sie kaum genutzt. Das muss sich nun ändern", fordert Martin Flügel, Präsident von Travail.Suisse. "Die Babyboomer-Generation geht in Rente, die nachfolgenden Jahrgänge sind weniger zahlreich. Dazu kommt das Ja zur Masseneinwanderungsinitiative. Es ist wichtiger denn je, möglichst viele Erwerbstätige auf dem Arbeitsmarkt zu halten und sie höher zu qualifizieren", sagt Flügel und fordert ein Commitment der Verbundpartner der Berufsbildung, also von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt, zur Förderung der Nachholbildung. Ziel muss es sein, in den kommenden zehn Jahren 30'000 Erstabschlüsse von Erwachsenen zu erreichen. Damit Erwachsene finanziell abgesichert einen Berufsabschluss nachholen könne, müssen Bund und Kantone in den nächsten zehn Jahren je 850 Mio. Franken investieren. Nur so kann die Nachholbildung auch zur Erfolgsstory werden.

> das Travail.Suisse-Positionspapier zur Nachholbildung finden Sie unter: www.travailsuisse.ch/system/uploadedfiles/2930/original/TravailSuisse-Positionspapier_Mehr-Erstabschluesse-fuer-Erwachsene_d.pdf

Kontakt:

Martin Flügel, Präsident Travail.Suisse
Tel. 031 370 21 11, Mobile: 079 743 90 05



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