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Travail.Suisse zu den Arbeitslosenzahlen Oktober 2012: Steigende Arbeitslosigkeit in der Schweiz

Bern (ots) - Die Meldungen über Stellenabbau und Massenentlassungen häufen sich. Die Arbeitslosenrate steigt im Oktober 2012 auf 2.9 Prozent. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, will mit Nachholbildung niedrigqualifizierte Arbeitnehmende und Erwerbslose qualifizieren. Bei Massenentlassungen sind die Arbeitgeber aufgefordert, die Belegschaft und Arbeitnehmervertreter frühzeitig einzubeziehen und auf konstruktive Lösungen einzugehen.

Die Arbeitslosigkeit steigt wieder an. Im Oktober waren 125'000 Erwerbslose und insgesamt 178'000 Stellensuchende bei den RAV registriert. Die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen hat sich innert Jahresfrist um 10 Prozent erhöht, die Kurzarbeit verdoppelt. Im August wurden bereits über 3'000 Langzeitarbeitslose ausgesteuert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband von 170'000 Arbeitnehmenden, ist besorgt über diese Entwicklung.

In Nachholbildung investieren - mehr Ausbildungszuschüsse für Erwerbslose

Es ist erwiesen, dass unqualifizierte Arbeitnehmende häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Travail.Suisse fordert deshalb eine Nachholbildungsoffensive. Jährlich sollen 3'000 Personen einen Abschluss erwerben. Dies ist auch während der Arbeitslosigkeit möglich, indem mehr Ausbildungszuschüsse gesprochen werden.

Keine Massenentlassungen ohne echten Einbezug der Arbeitnehmervertreter

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen über Massenentlassungen und Stellenabbau. Bei Massenentlassungen besteht eine gesetzliche Konsultationspflicht. Der Arbeitgeber muss seiner betroffenen Belegschaft respektive den Arbeitnehmervertretern die Möglichkeit geben, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Kündigungen vermieden oder deren Zahl beschränkt sowie ihre Folgen gemildert werden können. Doch immer häufiger muss die Arbeitnehmervertretung unter immensem Zeitdruck arbeiten. Konstruktive Lösungsvorschläge laufen ins Leere. Travail.Suisse fordert eine anständige Sozialpartnerschaft bei Massenentlassungen. Die Belegschaft und Arbeitnehmervertretung dürfen nicht vor ein knallhartes Fait accompli gestellt werden.

Kontakt:

Susanne Blank, Leiterin Wirtschaftspolitik; Tel.  03/370'21'11 oder 
078/850'91'19


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