Assistance Publique - Hopitaux de Paris

ATOLL-Studienergebnisse mit intravenösem Enoxaparin bei akutem Herzinfarkt behandelt mit dringlicher Angioplastie

    Paris, August 30, 2010 (ots/PRNewswire) -

@@start.t1@@      - Zusammengefasstes Primärkriterium:
         - Risikominderung von 17% (nicht-statistisch signifikant) in der
            Mortalitätsrate, häufige Komplikation des Myokardinfarkts,
            Fehlschlagen des  Verfahrens oder massive Blutungen (p=0,07)
      - Wesentliches Sekundär-Komponenten-Wirksamkeits-Primärkriterium:
         - 40% Reduzierung der Mortalitätsrate, wiederkehrendes akutes
            Koronarsyndrom oder Reintervention (p=0,01)@@end@@

    Die von der Assistance Publique - Hopitaux de Paris geförderte internationale ATOLL-Studie zeigte, dass Enoxaparin sowohl das Auftreten von  Mortalität als auch die häufige Komplikation des Myokardinfarkts,  Verfahrensfehler und massive Blutungen um 17% verringert, und zwar im  Vergleich zu Standardheparin(p=0.07) bei akuten Herzinfarkt(STEMI)-Patienten,  die mit primärer perkutaner Koronarintervention (PCI) behandelt wurden. Das zuvor festgelegte wesentliche Sekundär-Wirksamkeits-Primärkriterium  zeigte, dass bei der Behandlung mit Enoxaparin sowohl die Patientenmortalität  als auch wiederkehrendes akutes Koronarsyndrom oder zwingende Revaskularisierung in einer statistisch signifikanten 40%igen Reduzierung  resultierte. Die Ergebnisse der ATOLL-Studie wurden bei der  Hotline-Versammlung des jährlichen European Cardiology Congress (ESC 2010)  in Stockholm, Schweden vorgestellt.

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http://multivu.prnewswire.com/mnr/prne/aphp/44204/

    Insgesamt sterben bis zu ein Drittel aller Patienten in den ersten 24  Stunden nach dem Auftreten ischämischer Symptome an den Folgen eines akuten  Herzinfarkts. Dies macht das Vorhandensein entsprechender Intensivstationen  entscheidend für den Patienten.

    In der Realität bleibt die Mortalitätsrate hoch: bis zu 10 % Todesfälle  in 30 Tagen.

    "Die vielen harten', vorgegebenen Primärkriterien im Hinblick auf Ischämie und Mortalität, mit denen Enoxaparin UFH übertrifft, machen Enoxaparin zu einer neuen Alternative in primärer PCI", so Prof. Gilles  Montalescot, Leiter der kardiologischen Intensivmedizin (CCU) am Pitie- Salpetriere Hospital in Paris und wissenschaftlicher Leiter der ATOLL-Studie. "Mit der durchgehenden Gabe desselben Antikoagulans während der  Patientenbetreuung von der Notaufnahme oder Ambulanz über das  Herzkatheterlabor bis hin zur Herzintensivstation sichert und vereinfacht  Enoxaparin ohne Antikoagulans-Überwachung die Behandlungsstrategie", fügte er  hinzu.

    An der von der Assistance Publique - Hopitaux de Paris geförderten  internationalen ATOLL-Studie nahmen insgesamt 910 Patienten teil, die an ST- Segment-Hebungsinfarkten(STEMI), der schwersten Herzinfarktart, leiden. Den Patienten wurde entweder 0,5 mg/kg Enoxaparin (Clexane/Lovenox(R))  ohne Antikoagulans-Überwachung/angepasste Dosierung, intravenös verabreicht,  oder Standard UFH (unfraktioniertes Heparin), vor einer primären perkutanen  Koronarintervention, ein Verfahren, das man auch als Angioplastie und  Stenting bezeichnet.

    Hinsichtlich des wesentlichen Sicherheits-Primärkriteriums, eines möglichen Blutungsrisikos, wurde kein Unterschied bei den beiden Verfahrensgruppen festgestellt (jeweils 4,9% und 4,5% für UFH und Enoxaparin). Diese Beobachtung wurde auch bei geringem Blutungsrisiko vermeldet(8,9% mit UFH und 7% mit Enoxaparin).

    ATOLL  

    Die ATOLL (Akuter STEMI Behandelt mit primärer  Angioplastie und intravenösem Enoxaparin oder UFH zur Senkung ischämischer und Blutungsvorfällen bei kurzzeitiger und langzeitiger Beobachtung)-Studie ist  der erste randomisierte Direktvergleich zwischen unfraktioniertem Heparin  (UFH) und Clexane/Lovenox(R) (Enoxaparin) bei primärer Angioplastie bei  Probanden mit ST-Segmenthebung bei akutem Myokardinfarkt (STEMI). Die ATOLL- Studie umfasst 910 Probanden an 31 Standorten in mehreren Ländern, einschliesslich Österreich, Frankreich, Deutschland und den Vereinigten  Staaten. Die Patienten wurden innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der  Symptome nach dem Zufallsprinzip entweder mit UFH IV-Bolus (ACT-angepasst),  50-70IU mit gleichzeitiger Gabe von GP IIb/IIIa behandelt, oder mit 70-100IU  ohne GP IIb/IIIa, oder aber mit Clexane/Lovenox(R) (Enoxaparin) 0,50 mg/kg  IV-Bolus ohne Überwachung. Die von AP-HP  gesponserte ATOLL-Studie erhält zusätzlich zu einem unbegrenzten  Forschungsstipendium von sanofi-aventis Förderungen durch AP-HP.

    ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI)  

    Der STEMI, die schwerste und tödlichste Form von  Herzinfarkten, ist  durch eine plötzliche, vollständige Blockierung einer Koronararterie  gekennzeichnet. Dies führt zu einem irreversiblen Myokard-Schaden aufgrund  von unzureichender Blutzufuhr zum Herzmuskel (oder myokardischer Ischämie). Der STEMI kann in der Regel durch eine Hebung des ST-Segments im EKG  festgestellt werden, welche das Auftreten eines umfangreichen  Herzmuskelschadens anzeigt.

    Primäre perkutane Koronarintervention (PCI)  

    Primäre PCI, oftmals auch als primäre Angioplastie bezeichnet, umfasst das Öffnen der Arterie mithilfe eines kleinen Ballons zum Beheben der  Blockierung. Während des Vorgangs wird ein Katheter durch eine Arterie und  hoch durch das Blutgefäss gezogen, bis hin zu der Stelle innerhalb der  Koronararterie, die blockiert ist. Ein kleiner Ballon an der Spitze des  Katheters wird aufgeblasen, um das Blutgefäss zu erweitern und den Blutfluss  zum Herzen wiederherzustellen. Häufig wird ein kleines Metallgitterröhrchen, oder auch Stent, in die Arterie gelegt, um sie offen zu halten.

ots Originaltext: Assistance Publique - Hopitaux de Paris
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