Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell

Ein sichtbares Ergebnis der Kooperation der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell mit der Fondazione Marguerite Arp Locarno

Appenzell (ots) - Dank des finanziellen und ideellen Engagements des Mäzens Heinrich Gebert und der Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell konnte am 11. April 2015 in Locarno-Solduno das neue Depot mit Schauraum der Fondazione Marguerite Arp feierlich eröffnet werden. Das minimalistische Gebäude wurde von dem Zürcher Architekturbüro Annette Gigon und Mike Guyer realisiert. Damit erreicht die seit 2000 bestehende Zusammenarbeit der beiden privaten Kunststiftungen einen vorläufigen Höhepunkt.

Im April 2014 hat sich die Stiftung Liner Appenzell in Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell umbenannt. Damit wird das Verdienst Heinrich Geberts (1917-2007), dem die Stiftung u.a. die Gebäude Kunstmuseum Appenzell und Kunsthalle Ziegelhütte sowie die Sammlung moderner Kunst und das Betriebskapital verdankt. Damit wird auch die Breite des kulturellen Engagements der Stiftung, das Kunst, Musik, Industriegeschichte, Literatur und Kunstvermittlung umfasst, hervorgehoben. Im Zuge der Namensänderung Stiftung wurde der Name des Stammhauses von Museum Liner in Kunstmuseum Appenzell geändert. Gebert hatte bereits 1957 in der Rapperswiler Sanitärfirma Geberit ein Kulturprogramm umgesetzt, das später als "Kunst in der Fabrik" bekannt wurde. Im Zentrum stand die Integration der abstrakten Kunst seines Maler-Freundes Carl Walter Liner in den Arbeitsalltag. Zwei Baumonumente, die den Bogen von der Früh- bis zur Wissensindustrie spannen, repräsentieren diesen umfassenden Vermittlungsansatz. Der 1566 errichtete Rundbrennofen in der Kunsthalle steht für die neuzeitlichen Manufakturen. Das von den Architekten Gigon und Guyer errichtete Kunstmuseum erscheint als Nutzarchitektur des Informationszeitalters.

Das seit 1998 umgesetzte, spartenübergreifende Kulturprogramm, bisher von 300000 Besuchern begeistert wahrgenommen, stellt die Kunst und Kultur der internationalen Moderne im ländlichen Raum vor. Die Schwerpunkte - Pflege des Werks der beiden Liner, Kooperation mit der Fondazione Marguerite Arp, Präsentation der modernen Kunst und auch der regionalen Gegenwartskunst, Darbietung herausragender Musik und pointierte Kulturvermittlung - werden auf hohem Niveau gepflegt.

Kontakt:

Dr. Roland Scotti, 071/788 18 00, info@kunstmuseumappenzell.ch



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