Heinrich Gebert Kulturstiftung Appenzell

Kunstmuseum Appenzell präsentiert DIE DADA LA DADA SHE DADA

Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven, New York, 7. Dezember 1915; ©Bettmann/CORBIS. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/pm/100020031 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Museum Liner Appenzell"

Appenzell (ots) - DADA wird 2016 hundert Jahre jung. Die Ausstellung Die DADA La DADA She DADA ist vom 22. März bis 28. Juni 2015 im Kunstmuseum Appenzell zu sehen. Im Allgemeinen werden mit dieser international vernetzten Kulturavantgarde männliche Künstler wie Arp, Tzara, Heartfield, Ernst oder Duchamp assoziiert. Die Kulturwissenschaftlerin Ina Boesch und Nadine Schneider, Leiterin des Forum Schlossplatz Aarau, haben eine Ausstellung kuratiert, die erstmals schlaglichtartig den Beitrag der Frauen zu DADA würdigt.

Stellvertretend für viele andere repräsentieren die Malerin und Plastikerin Sophie Taeuber, die Schriftstellerin Céline Arnauld, die Performancekünstlerin Elsa von Freytag-Loringhoven, die Collagistin Hannah Höch und die Malerin Angelika Hoerle mit einer Auswahl von Werken und Dokumenten die DADA-Metropolen Zürich, Paris, New York, Berlin und Köln.

Die Schweizer Videokünstlerinnen Anka Schmid, Anne-Julie Raccoursier, Elodie Pong, Judith Albert und Chantal Romani haben eigens für die Ausstellung multimediale Arbeiten geschaffen, die in einen assoziativen oder konzentrierten, in einen spielerischen oder formalen Dialog zu den Werken der Pionierinnen treten. Die Bedeutung der Avantgardistinnen für die westliche Kulturgeschichte wird so nicht ausschliesslich historisch vermittelt, sondern als Ausgangspunkt zeitgenössischer Kunst greif- und sichtbar. Die an die Kabinette des Kunstmuseums Appenzell angepasste, sehr lebendige und lustvolle Szenografie richtet den Fokus auf die zeitgenössischen Annäherungen, Interpretationen, Erweiterungen der avantgardistischen Positionen.

Die Präsentation des Polylogs der Generationen wird eröffnet von einer filmischen Porträtgalerie, die 56 weitere Künstlerinnen aus dem Umfeld von DADA in Erinnerung ruft - in gewisser Weise das Fundament einer kulturhistorischen Reflexion und einer weiblichen Tradition der Kunstgeschichte. Kommentare von Wissenschaftlerinnen zu den Protagonistinnen der modernen Kunst, auf Band gesprochen und in Appenzell präsentiert als Hörfilm, deuten weitere Möglichkeiten der Beschäftigung mit historischer, aber auch zeitgenössischer Kunst an: Vom Visuellen hin zur Revision.

Buchpräsentation: Ina Boesch, Die DADA, Wie Frauen Dada prägten 
Donnerstag, 28. Mai 2015, 18.30 Uhr 

Kontakt:

Claudia Reeb
info@kunstmuseumappenzell.ch



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