FONDATION FRANZ WEBER

Der Wolf im Wallis

    Montreux (ots) - "Der Wolf ist tot! Der Wolf ist tot!" Triumphgesänge in Jägerkreisen und Amtsstuben. Wieder einmal ist ihnen nichts Besseres eingefallen als Töten, Vernichten, Abknallen, nachdem Ende Juli auf Walliser Alpen drei Rinder Opfer von Wolfsattacken wurden.

    Müssen wir uns nicht alle schämen beim Anblick des feige erschossenen Wildtieres, schämen umsomehr, als es sich möglicherweise um ein Elterntier handelt?

    Sind wir nicht mehr imstande zu staunen und uns zu freuen, dass ein legendäres, schon fast ausgerottet geglaubtes schweizerisches Urtier in seinen angestammten Lebensraum zurückkehrt und hier seine angestammte und für die Biodiversität unschätzbare Rolle wahrnimmt, das faunistische Leben im Alpenraum zu dynamisieren?

    Gelten strenge Schutzbestimmungen und internationale Übereinkommen (Berner Konvention) und Gesetze im Wallis eigentlich nicht?

    Ist es den traurigen, ratlosen, kopfschüttelnden Bauern, die um das gerissene Rind herumstanden, nicht in den Sinn gekommen, dass dieses Tier seiner natürlichen Waffen beraubt war, nämlich seiner Hörner, die ihm sehr wohl erlaubt hätten, sich gegen einen Wolf zu verteidigen?

    Wozu sind eigentlich die Subventions- und Entschädigungsgelder da? Die Allgemeinheit bezahlt immer mehr Menschen, insbesondere auch Jugendliche dafür, dass sie nichts tun. Dabei ist das Hüten einer Herde in freier Alpenwelt etwas vom Schönsten und Befriedigendsten, es ist ein wahrer Traumjob.

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Judith Weber



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