Schweizer Tierschutz STS

Schweizer Tierschutz inspiriert Schweizer Armee

Basel (ots) - Die Schweizer Armee marschiert in Richtung Tierschutz. Ab dem kommenden Jahr werden in den Verpflegungsstätten der Armee nur noch tierische Produkte aus Schweizer Herkunft verarbeitet. Der Schweizer Tierschutz STS hat das Projekt "Schweizer Lebensmittel für Schweizer Armee" angestossen und freut sich, dass es nun umgesetzt wird.

Rund 13 Millionen Mahlzeiten pro Jahr werden in den Truppenküchen der Armee zubereitet. Zwischen 75% (Fleisch) und mehr als 90% (Eier/Käse) der tierischen Produkte stammen heute aus inländischer Produktion. Aber aufgetischt wird in den Verpflegungszentren der Armee u.a. auch Geflügel aus Ungarn und Rindfleisch aus Argentinien. Das stiess einigen Wehrmännern sauer auf. Sie wandten sich an den Schweizer Tierschutz STS und dieser gelangte mit der Forderung, aus Tierschutzgründen auf ausländische Lebensmittel zu verzichten, an die Verantwortlichen der Armee. Nun wird bekannt, dass in der Truppenverpflegung - nach verschiedenen konstruktiven Gesprächen zwischen Tierschutz und Logistikbasis der Armee - ab dem kommenden Jahr zu 100% Nahrungsmittel aus Schweizer Produktion verarbeitet werden. Der Schweizer Tierschutz STS freut sich über diesen vorbildlichen Entscheid. Es bleibt ein Wermutstropfen: Der STS hätte es begrüsst, wenn beim Lebensmitteleinkauf für die Truppe ausschliesslich Bio- und Labelprodukte berücksichtigt würden. Diesem Tierschutzanliegen konnte die Armee nicht entsprechen.

Nachdem die Armee mit gutem Beispiel vorangeht, will der Schweizer Tierschutz STS auch weitere Bundesbetriebe dazu motivieren, ganz auf Swissness, auf Bio- und Labelprodukte und auf ein attraktives vegetarisches Angebot in ihren Personalrestaurants zu setzen. Wie die Armee haben diese Betriebe eine Vorbildfunktion, auch in der Gastronomie, die bislang Tierschutzanliegen vielfach noch uninteressiert gegenübersteht. Mit der Frage, ob nicht alle Bundesbetriebe dem löblichen Armeevorbild folgen sollten, wird sich auch das Parlament befassen. Einen entsprechenden Vorstoss wird Nationalrätin Maya Graf in der bevorstehenden Herbstsession einreichen.

Kontakt:

Helen Sandmeier
Medienstelle Schweizer Tierschutz STS
Telefon 079 357 32 04
media@tierschutz.com



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