SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz / SANTE SEXUELLE Suisse

SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz: Klares Volksvotum für die Fristenregelung und gegen die Entsolidarisierung - Nein zur Initiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache"

Bern (ots) - Die Schweizer Stimmbevölkerung hat mit 70 % Nein-Stimmen die Initiative "Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache" deutlich abgelehnt. SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz ist erfreut über diesen klaren Entscheid, der auch ein Votum für die Fristenregelung ist, welche vor 12 Jahren ebenfalls mit deutlicher Mehrheit angenommen wurde. Die Fristenregelung mit der dazu gehörenden Kostenübernahme durch die Grundversicherung der Krankenkasse ist eine Errungenschaft, die sich bewährt hat.

Mit dem Nein zur Initiative verteidigt das Schweizer Stimmvolk diese Errungenschaft und setzt durch, dass die Selbstbestimmung der Frauen in der Frage eines Schwangerschaftsabbruchs nicht mit finanziellen Kriterien eingeschränkt wird. Damit wird auch sichergestellt, dass ein Schwangerschaftsabbruch medizinisch fachgerecht durchgeführt wird und finanziell schlecht gestellte Frauen nicht auf Pfuschangebote ausweichen müssen.

Mit dem Nein zur Initiative sagt das Schweizer Stimmvolk auch Nein zur Entsolidarisierung: Nicht-gefällige Leistungen dürfen nicht einfach willkürlich aus dem Grundkatalog herausgekippt werden. Zudem übernehmen Männer mit der heute geltenden Regelung ebenfalls finanziell Verantwortung.

Für SEXUELLE GESUNDHEIT Schweiz als nationaler Dachverband der Beratungsstellen zu Familienplanung, Schwangerschaft und Sexualität ist es bedeutend, auf diesem Erfolgsmodell aufzubauen. Die Beratungsstellen in den Kantonen leisten mit ihrem professionellen niederschwelligen Beratungsangebot einen wichtigen Beitrag zur Prävention ungewollter Schwangerschaften und unterstützen Frauen in Konfliktsituationen in ihrem Selbstbestimmungsrecht.

Kontakt:

Susanne Rohner
Tel.: 078 881 63 96



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