Alzheimer's Association

Alzheimer-Forschung präsentiert neue Ergebnisse auf Alzheimer's Association International Conference® 2015

- VIELVERSPRECHENDE DATEN VON KLINISCHER STUDIE ZU MEDIKAMENTÖSEN THERAPIEN -

- RISIKOFAKTOREN IN FRÜHREN JAHREN - TYP-1-DIABETES UND SCHULNOTEN -

- AUSWIRKUNG AUF BABYBOOMER - HOHE ZAHLEN UND DOLLARZAHLEN -

- KOGNITIVES RISIKO BEI FRAUEN -

Washington (ots/PRNewswire) - Aufregende neue Forschungsergebnisse zu einer breiten Palette von Alzheimer- und Demenz-Studien wurden auf der Alzheimer's Association International Conference® 2015 (AAIC® 2015) vorgestellt. Die Daten bezogen sich auf eine große Bandbreite Therapie-bezogener Erkenntnisse, zahlreiche Fortschritte bei der Früherkennung, Risikofaktoren bei jungen Menschen und die Auswirkung von Alzheimer auf Babyboomer.

Logo - http://photos.prnewswire.com/prnh/20150615/223208LOGO [http://photos.prnewswire.com/prnh/20150615/223208LOGO]

Auf der AAIC 2015 wurde zudem über Studienergebnisse berichtet, die die unverhältnismäßigen Auswirkungen von Alzheimer bei Frauen und den Nutzen von Sport für Alzheimer-Patienten und anderen Demenzerkrankte aufzeigen.

Die AAIC ist das wichtigste, jährlich stattfindende Forum zur Präsentation und Diskussion der neuesten Forschung zu Alzheimer und Demenzerkrankungen. Die AAIC 2015 bringt der Welt Durchbrüche in der Demenzwissenschaft näher, zog rund 4.500 führende Experten und Forscher aus nahezu 70 Ländern aus der ganzen Welt an und umfasste über 2.200 wissenschaftliche Präsentationen.

Vielversprechende neue Ergebnisse für die Alzheimer-Therapie Ergebnisse aus über einem Dutzend experimenteller Medikamentenstudien auf der AAIC bestätigen, dass die Forschungsgemeinschaft die Alzheimer-Krankheit aus verschiedenen Richtungen in Angriff nimmt, indem sowohl die Ursachen als auch einige der bösartigsten Symptome bekämpft werden. Diese Fortschritte demonstrieren, dass die Alzheimer-Forschung deutlich reifer geworden ist und erkannt hat, dass ein breiterer Ansatz verfolgt werden muss. Sie weisen zudem auf die Möglichkeit für kombinierte Therapien in der Zukunft hin. Neue Berichte umfassen fortgeschrittene Studien und neue Analysen zu drei Medikamenten, die auf das abnormal veränderte Protein, d. h. Amyloidablagerungen im Gehirn (ein Charakteristikum von Alzheimer-Krankheiten), wirken, sowie drei Medikamentenstudien, die gezielt auf andere Stoffwechselprozesse und Symptome der Erkrankung einschließlich psychiatrischer Symptome wie Unruhe wirken.

Eine langfristigere Perspektive bietet eine andere Reihe von Studien auf der AAIC 2015, die Frühstadien-Ergebnisse zu drei Arten von Prüfpräparaten überprüfen. Diese weisen darauf hin, dass die Präparate potentiell für verschiedene Gehirnerkrankungen, die Demenzerkrankungen verursachen, wirksam sein können, darunter die Alzheimer- und Parkinson-Krankheit sowie die Lewy-Körper-Demenz. Diese Erkenntnisse wurden basierend auf kleinen vorläufigen Studien in Tiermodellen und Reagenzgläsern gewonnen.

28 Millionen Babyboomer werden an Alzheimer erkranken In Prognosen der Lewin Group für die Alzheimer's Association, die auf der AAIC 2015 präsentiert wurden, wird davon ausgegangen, dass 28 Mio. amerikanische Babyboomer bis Mitte des Jahrhunderts an Alzheimer erkranken werden -- eine Flut an Erkrankungen, die 2040 nahezu 25 Prozent der Ausgaben der amerikanischen staatlichen Krankenversicherung Medicare erfordern wird --, es sei denn, es werden wesentliche Fortschritte bei der Behandlung und Prävention gemacht. Eine Studie der gleichen Gruppe, die früher in diesem Jahr veröffentlicht wurde, geht davon aus, dass eine Behandlung, die das Einsetzen der Alzheimer-Krankheit um fünf Jahre verzögert, in den ersten wenigen Jahren nach ihrer Einführung 220 Mrd. US-Dollar einsparen könnte.

Typ-1-Diabetes als ein Risikofaktor der Alzheimer-Krankheit identifiziert Die erste Studie zum Demenzrisiko einschließlich der Alzheimer-Krankheit bei älteren Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes (T1D) wurde auf der AAIC 2015 vorgestellt. Die Studie, die eine Gesundheitsdatenbank mit mehr als 490.000 Personen über 60 Jahre berücksichtigt, kam zu dem Ergebnis, dass bei Teilnehmern mit T1D ein um 60 bis 93 Prozent höheres Risiko besteht, an Demenzerkrankungen zu erkranken als bei Personen ohne Diabetes, selbst wenn der Diabetes behandelt wird. Es ist mehr Forschung erforderlich, um dieses Ergebnis zu bestätigen und die biologischen Ursachen für das erhöhte Risiko bei T1D zu untersuchen. Sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetes verbreitet sich weltweit schnell und Menschen, die Typ-1-Diabetes haben, leben länger als je zuvor.

Frühe Bildung wirkt sich auf zukünftiges Alzheimer-Risiko aus Zwei Studien aus Schweden, die auf der AAIC 2015 präsentiert wurden, deuten darauf hin, dass eine Korrelation zwischen der schulischen Leistung von Kindern (Alter 9 - 10 Jahre) und der Entwicklung einer Demenzerkrankung im späten Alter besteht. Beide Studien untersuchten die Auswirkung, die die frühe schulische Bildung, Sekundarschulbildung und die berufliche Komplexität auf das Risiko, eine Demenzerkrankung zu entwickeln, haben. In der ersten Studie mit über 7.500 Personen im Alter von mindestens 65 Jahren war das Demenzrisiko bei Personen, die im Hinblick auf ihre Schulnoten im Kindesalter den unteren 20 Prozent zugerechnet werden, um 21 Prozent erhöht. Bei Personen, die in hochkomplexen Berufen mit Daten und Zahlen arbeiten, war das Demenzrisiko um 23 Prozent niedriger. Hervorzuheben ist, dass eine hohe berufliche Komplexität den Effekt schlechter Schulnoten im Kindesalter nicht ausgleichen kann. Ergebnisse der zweiten Studie ergaben zudem, dass signifikante Korrelationen zwischen Noten/beruflicher Komplexität und dem Demenzrisiko bestehen. In dieser Gruppe aus 440 Männern und Frauen im Alter von mindestens 75 Jahren war das Demenzrisiko bei Personen über 75 Jahren mit den schlechtesten 20 Prozent der Schulnoten in der frühen Schulphase um mehr als 50 Prozent erhöht, selbst wenn sie eine weitere formelle Schulbildung erhielten und einen Beruf ausübten, der durch eine signifikante Komplexität charakterisiert war. Laut der Veröffentlichung 10 Ways to Love Your Brain der Alzheimer's Association's trägt eine formelle Ausbildung in jedem Lebensstadium dazu bei, das Risiko einer kognitiven Verschlechterung und von Demenz zu senken.

Für Frauen besteht ein höheres Risiko, kognitiv abzubauen und an Demenz zu erkranken Frauen sind die größte Risikogruppe bei der Alzheimer-Krankheit. Laut der Publikation 2015 Alzheimer's Disease Facts and Figures der Alzheimer's Association sind knapp zwei Drittel der amerikanischen Senioren, die von Alzheimer betroffen sind, Frauen. Zudem ist es wahrscheinlicher, dass Alzheimer-Patienten von Frauen gepflegt werden. Die neuesten Daten zeigen, dass 63 Prozent aller unbezahlten Pflegepersonen von Alzheimer- und Demenz-Patienten Frauen sind.

Auf der AAIC 2015 zeigten zwei Studien, wie sich die Geschwindigkeit und Auswirkung von Alzheimer und einer kognitiven Verschlechterung bei den Geschlechtern unterscheiden können. Eine Studie mit ca. 400 Personen mit einer schwachen kognitiven Störung (141 Frauen, 257 Männer), hauptsächlich Mitte-70-Jährige, zeigte, dass sich der Zustand von Frauen doppelt so schnell verschlechtert wie bei Männern mit dem gleichen Befund. Das gilt sowohl für die kognitiven als auch funktionellen Fähigkeiten. Zudem verschlechterte sich der Zustand von Frauen im Hinblick auf die Kognition, Funktion und Hirngröße nach einer Operation mit Allgemeinanästhesie stärker als bei Männern. Das ergab eine separate Studie, die auf der Konferenz präsentiert wurde und 527 ältere Erwachsene aus zwei verschiedenen Forschungsprogramm-Datenbanken, die kognitives Altern untersuchten, betrachtete. Es besteht eine klare Notwendigkeit, die Ursachen hierfür zu untersuchen. Liegt es lediglich daran, dass Frauen länger leben als Männer, oder tragen anatomische, biologische und/oder genetische Unterschiede zu einer höheren Prävalenz und schnelleren Zustandsverschlechterung bei?

Forscher berichten über neue Methoden, die Entwicklung der Alzheimer-Krankheit vorauszusagen Studien, die auf der AAIC 2015 präsentiert wurden, weisen darauf hin, dass moderne bildgebende Verfahren für das Gehirn, Gedächtnistests und Körperflüssigkeiten der Schlüssel dazu sein können, das Alzheimer-Risiko einer Person festzustellen, selbst wenn diese keine Gedächtnisprobleme oder Probleme mit Denkprozessen aufweist, die mit dieser Erkrankung in Verbindung stehen. Besonders interessant ist eine kleine Studie, die ergab, dass es eines Tages möglich sein könnte, Alzheimer-ähnliche Veränderungen im Speichel, der problemlos gewonnen und transportiert werden kann und erfolgreich bei der Diagnose zahlreicher Erkrankungen und Störungen verwendet wird, festzustellen. Eine andere Studie weist darauf hin, dass Abbildungen von Infektionen im Gehirn mithilfe der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) eines Tages dazu verwendet werden könnten, die Erkrankung festzustellen und die Wirkung der Behandlung zu überwachen.

Sport kann eine wirksame Behandlung für Alzheimer und vaskuläre Demenz sein Wir wissen, dass regelmäßiger Sport das Risiko einer kognitiven Verschlechterung, von Alzheimer und anderer Demenzerkrankungen verringern kann. Drei neue Forschungsstudien, die auf der AAIC 2015 präsentiert wurden, erläuterten den Nutzen von moderatem bis intensivem Aerobic-Training für Menschen mit Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen. Laut den Studien kann diese Art der sportlichen Betätigung Patienten dabei helfen, besser mit der Krankheit zu leben. Eine Studie mit 200 Personen mit Alzheimer im Alter von 50 - 90 Jahren zeigte, dass Teilnehmer der Studie, die ein viermonatiges intensives Aerobic-Programm absolvierten, weniger psychiatrische Symptome wie Angst, Reizbarkeit und Depressionen entwickelten. Personen, die am härtesten trainierten, wiesen auch eine Verbesserun der mentalen Geschwindigkeit und Aufmerksamkeit auf. Eine zweite Studie mit moderatem bis intensivem Aerobic-Training bei 65 körperlich inaktiven 55 - 89 Jährigen mit schwachen kognitiven Störungen ergab, dass Sport die Menge abnormal veränderter Proteine in der Rückenmarksflüssigkeit reduzieren und die Blutzirkulation im Gedächtnis- und Verarbeitungszentrum des Gehirns verbessern kann. Dieses Aerobic-Programm scheint die Aufmerksamkeit, Planungs- und Organisationsfähigkeit zu verbessern. Schließlich ergab eine sechsmonatige Studie mit 71 Erwachsenen im Alter von 56 - 96 Jahren, die an vaskulären kognitiven Störungen leiden, dass die Teilnahme an einem Aerobic-Sportprogramm unter Anleitung mit Verbesserungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit in Verbindung gebracht wurde. Diese Studien heben den potentiellen Nutzen von nicht-medikamentösen Therapien für Alzheimer und andere Demenzerkrankungen hervor und erinnern uns daran, dass die Forschung entschieden mehrere Ansätze für die Alzheimer-Therapie und -Prävention verfolgen muss.

Informationen zur AAIC Die Alzheimer's Association International Conference (AAIC) ist die weltweit größte Tagung führender Forscher auf den Gebieten der Alzheimer-Krankheit und anderer Demenzerkrankungen aus aller Welt. Im Rahmen des Forschungsprogramms der Alzheimer's Association dient die AAIC als Katalysator zur Generierung neuen Wissens über Demenzerkrankungen und Förderung einer dynamischen und kollegialen Forschungsgemeinschaft.

Homepage der AAIC 2015: www.alz.org/aaic/ [http://www.alz.org/aaic/]

Presse zur AAIC 2015: www.alz.org/aaic/press.asp [http://www.alz.org/aaic/press.asp]

Informationen zur Alzheimer's Association® Die Alzheimer's Association ist der führende freiwillige Zusammenschluss von Gesundheitsexperten in der Alzheimer-Behandlung, -Forschung und Betreuung. Unsere Mission ist es, die Alzheimer-Krankheit durch Fortschritte in der Forschung zu beseitigen, Behandlung und Unterstützung für alle Beteiligten bereitzustellen und zu verbessern und das Demenzrisiko durch die Förderung von Gehirnfitness zu reduzieren. Wir streben nach einer Welt ohne Alzheimer. Besuchen Sie alz.org [http://www.alz.org/] oder kontaktieren Sie uns unter der folgenden Rufnummer: 800.272.3900.

Web site: http://www.alz.org/

Kontakt:

KONTAKT: Alzheimer's Association, 312.335.4078, media@alz.org;
Niles Frantz, Alzheimer's Association, 312.335.5777,
niles.frantz@alz.org



Das könnte Sie auch interessieren: