Alzheimer's Association

Neue Fortschritte in der Alzheimer-Forschung auf der Alzheimer's Association International Conference on Alzheimer's Disease 2010

    Honolulu, July 14, 2010 (ots/PRNewswire) - Auf der Alzheimer's Association's 2010 International Conference on  Alzheimer's Disease (AAICAD 2010) (Internationale Konferenz der  Alzheimer-Gesellschaft zur Alzheimer-Erkrankung 2010) in Honolulu kamen in dieser Woche kamen fast 4.000 Wissenschaftler aus der ganzen Welt zusammen, um über die neuesten Fortschritte bei der Erforschung der Behandlungsmethoden, Risikofaktoren und Diagnose für die Gesundheitsepidemie des 21. Jahrhunderts zu berichten und zu diskutieren - Die Alzheimer-Erkrankung.

    "Mit einer älter werdenden Baby-Boomer-Generation wird die Krise durch die Alzheimer-Erkrankung immer mehr Leben betreffen und eine unaufhaltbare finanzielle Belastung für das staatliche Gesundheitswesen darstellen - speziell in der medizinischen Versorgung und dem Gesundheitsdienst für Bedürftige", so Dr. William Thies, Chefmediziner und wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Alzheimer's Association.

    "In dieser Woche haben wir vielversprechende Untersuchungen, die an vielen Fronten durchgeführt wurden, gesehen - Möglichkeiten, die sehr gut zu signifikanten Änderungen bei der Diagnose und Behandlung von Alzheimer führen können. Allerdings bleibt weiterhin die chronische Unterinvestition bei der Alzheimer-Forschung eines der grössten Hindernisse, um den Menschen neue und effektive Therapien zu bringen", so Thies.

    "Jeden Tag gehen die Forscher an die Arbeit, mit dem einzigen Ziel, unser Wissen und Verständnis über Alzheimer zu erweitern, welche die sich klar abzeichnende Krankheit der Baby-Boomer-Generation sein wird. Wir brauchen eine Rückmeldung von der Regierung, die eine gleichbleibende Verbindlichkeit zeigt, indem ein Finanzierungsniveau für eine Forschung bereitgestellt wird, die uns zu besseren diagnostischen Tests, Behandlungen und eine Heilung führt", fügte Thies hinzu.

    Die Höhepunkte der AAICAD 2010 waren zum Beispiel:

@@start.t1@@      - Die Alzheimer's Association gab die Einführung der Alzheimer's
         Association TrialMatch(TM) bekannt, ein vertrauliches, kostenloses und
         interaktives Tool, das Informationen zu umfassenden klinischen Studien
         und eine individualisierten, versuchsweisen Übereinstimmungsdienst für
         Menschen mit Alzheimer und der damit verbundenen Demenz bietet.
         Das Internet (www.alz.org/trialmatch)und ein telefonbasiertes (800-272-
         3900) Programm bieten einen Service bei Alzheimer an, der einzigartig
         in seiner Art ist, indem vereinzelte Übereinstimmungen bei klinischen
         Studien für Menschen mit Alzheimer geliefert werden. Es steht für
         medizinisches Fachpersonal, Pflegepersonen und freiwilligen Helfern zur
         Verfügung.
      - Das Dementia Demonstration Project (DDP), ein interdisziplinärer
         Versuch, der vom Geriatric Research, Education and Clinic Center
         (Klinisches Zentrum für Geriatrie-Forschung und Bildung) am
         Minneapolis Veterans (VA) Medical Center geleitet wurde, fand
         heraus, dass durch eine Früherkennung, Diagnose und Pflegemanagement
         bei Personen, bei denen kürzlich eine kognitive Funktionsstörung und
         Demenz festgestellt wurde, die ambulanten Kosten um fast 30 Prozent
         gesenkt werden konnten. Veteranen in der Studie, bei denen eine
         Diagnose in den DDP-Kliniken gestellt wurde, konnten im Jahr nach der
         Diagnose der kognitiven Funktionsstörung ihre ambulanten
         Gesundheitskosten durchschnittlich um 1.991 USD pro Jahr sinken, im
         Vergleich zum Jahr davor, vor der Diagnose. In den DDP-Kliniken traf
         sich das Demenz-Pflegeteam nach der Auswertung mit den Patienten und
         deren Familien, um die Ergebnisse durchzugehen, die Diagnose zu
         diskutieren und um Behandlungsempfehlungen bei Ausbruch der Krankheit
         zu geben. Info-Material, Hilfe bei der Suche nach benötigten Diensten
         und direkte Unterstützung und Schulung von Team-Mitgliedern, wurde
         angeboten, wenn es gebraucht wurde.
      - Belege aus drei langfristigen, gross angelegten Studien (Framingham
         Study, Cardiovascular Health Study, NHANES III) unterstützen die
         Verbindung physischer Aktivität sowie bestimmte Ernährungselemente (wie
         Tee und Vitamin D) mit dem möglichen Erhalt kognitiver Fähigkeiten und
         der Reduzierung des Demenzrisikos bei älteren Erwachsenen. Ausserdem
         konnte heute eine neue Alzheimer-Studie, die an einem Tiermodell
         durchgeführt und die heute auf der AAICAD 2010 vorgestellt wurde,
         darauf hinweisen, dass eine Antioxidantien-reiche Diät mit Walnüssen
         gut für die Gehirnfunktion ist. Die Forschung wies auf eine Reihe von
         Faktoren hin, die einen Einfluss auf unser Risiko an Alzheimer zu
         erkranken und kognitive Abfälle haben, wobei der stärkste die
         kardiovaskulären Risikofaktoren reduziert. Die Alzheimer's Association
         und andere Einrichtungen haben wiederholt langfristige, grössere
         Forschungsstudien gefordert, um die Rolle, die diese Faktoren bei der
         Alterung des Gehirns  spielen, zu klären. Diese Studien von der AAICAD
         2010 sind einige der ersten Berichte dieser Art über Alzheimer und das
         ist vielversprechend aber sie sind noch kein definitiver Beweis.
      - Die Wissenschaftler auf der AAICAD 2010 präsentierten die ersten
         vorläufigen Berichte aus drei Arbeitsgruppen - welche die Demenz der
         Alzheimer-Erkrankung, die Mild-Cognitive-Impairment (MCI) (leichte
         kognitive Beeinträchtigung) durch die Alzheimer-Krankheit und die prä-
         klinische Alzheimer-Krankheit abdeckten - die von der National
         Institute on Aging (NIA) (Staatliches Institut für Altersforschung) und
         der Alzheimer's Association (Alzheimer-Gesellschaft) einberufen wurden,
         um zum ersten Mal seit 25 Jahren die diagnostischen Kriterien für die
         Alzheimer-Krankheit vorzustellen. Die Vorschläge könnten die
         bestehenden Kriterien ändern, da sie die verschiedenen Stadien der
         Erkrankung und die Inklusion der Biomarker der Alzheimer-Erkrankung
         berücksichtigen. Während sich die Rolle der Biomarker in den drei
         Stadien ändert, muss hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit und Validität
         bei der Diagnose noch viel verstanden werden. Das macht es so wichtig,
         dass wir jede neue Empfehlung sorgfältig testen. Weitere Eingaben
         werden von der NIA und der Gesellschaft durch eine Webseite zur
         Verfügung stehen, die sofort nach den AAICAD-Präsentationen online
         gestellt wird, unter http://www.alz.org/research/diagnostic_criteria.
      - Das primäre therapeutische Ziel bei der Alzheimer-Erkrankung war das
         Beta-Amyloid-Peptid, welches sich ausserhalb der Gehirnzellen anlegt,
         um klebende Klumpen zu bilden, ach bekannt als Plaque. Seit Kurzem wird
         auch noch mehr Aufmerksamkeit auf das Tau-Protein gelegt, welches
         innerhalb der Gehirnzellen von Leuten mit Alzheimer ansammelt und
         dadurch Neurofibrillen bildet. Vier neue, aber sehr vorläufige
         Forschungsstudien, die auf der AAICAD 2010 vorgestellt wurden,
         beschrieben die experimentellen Immuntherapien bei Alzheimer,
         wobei zwei von ihnen direkt auf Tau abzielten und zwei von ihnen
         vielleicht Tau reduzieren können, obwohl ihr primäres Ziel Beta-
         Amyloid war. Wichtig dabei ist, dass diese Studien uns nicht nur mehr
         über die auf Tau gerichteten Therapien erzählen, sondern auch über den
         Verlauf der Alzheimer-Erkrankung. Es kann sein, dass sich Amyloid im
         Gehirn verändert, wie es früh bei der Alzheimer-Erkrankung geschieht
         und Tau-bezogene Veränderungen geschehen "nachgelagert", wo sie einen
         direkteren Effekt auf die kognitiven Funktionen haben. Daher können
         Immuntherapie-Behandlungen, die auf Amyloid abzielen, ebenso die
         neurodegenerativen Prozesse, die im späteren Krankheitsverlauf
         auftreten, ändern. Allerdings muss dies noch festgelegt werden.
      - Bei früheren Ergebnissen, die auf der AAICAD 2010 berichtet wurden,
         wurde ein Gen, das als FTO bekannt ist, das anscheinend auch mit
         Adipositas beim Menschen zusammenhängt, ebenso das Risiko der
         Alzheimer-Erkrankung und Demenz erhöht. Wenn eine Person bestimmte
         Varianten von sowohl FTO und einem anerkannten Alzheimer-Risikogen
         aufweist, bekannt als APOE, kann das Risiko an Alzheimer zu erkranken
         doppelt so hoch sein. Kürzlich wurde bewiesen, dass FTO einen Einfluss
         auf den Body-Mass-Index (BMI) und das Risiko für Diabetes hat. Diese
         vaskulären Risikofaktoren wurden auch mit dem Risiko der Alzheimer-
         Erkrankung assoziiert. Allerdings haben die Forscher auch
         herausgefunden, dass das erhöhte Risiko unabhängig von diesen
         Eigenschaften ist und lassen darauf schliessen, dass es einen anderen
         Mechanismus gibt, bei dem FTO mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer
         verbunden wird. Diese Ergebnisse müssen noch durch weitere Forschungen
         bestätigt werden. Tatsächlich müssen wir allgemein mehr über Genetik
         und andere Ursachen für Alzheimer wissen, sodass wir noch zusätzliche
         Ziele für Therapien und Vorsorge haben
      - Einreichungen in letzter Minute auf der AAICAD 2010, bekannt als
         "heisse Themen", legten nahe, dass (1) ein kürzlich entdecktes
         Risikogen für Alzheimer einen frühen Einfluss auf die
         Gedächtnisleistungen und das Gehirnvolumen hat, (2) intranasales
         Insulin kann bei Alzheimer heilsam sein, und (3) Beta-Amyloid-Depots in
         den Gehirnen von Menschen mit der Alzheimer-Erkrankung nehmen andere
         Formen an, basierend auf dem bekannten Alzheimer-Risikogen.
         -- Die zwei Studien, die auf der AAICAD 2010 vorgestellt wurden, geben
              uns mehr Informationen über das TOMM40-Gen - ein neu identifiziertes
              Risiko-Gen für Alzheimer. Es wurde herausgefunden, dass gesunde,
              mittelalte Personen, die eine hohe Risikoversion von TOMM40 haben,
              (a) schlechter bei Erinnerungstests abschlossen und (b) ein
              reduziertes Gehirnvolumen in zwei Regionen hatten, die früh von
              Alzheimer angegriffen werden.
         -- Eine kurze (4 Monate dauernde) klinische Studie von intravenösem
              Insulin bei Alzheimer und dem Mild-Cognitive-Impairment (MCI) zeigte
              auf, dass statistisch signifikante Vorteile bei bestimmten
              Funktions- und Gedächtnistests bestehen, aber es bei anderen keine
              Veränderungen gibt. Bei denen, die eine höhere Leistung bei den
              Gedächtnistests zeigten, gab es auch positive Veränderungen bei den
              Alzheimer-Biomarkern in der Rückenmarksflüssigkeit. Grössere, länger
              dauernde Studien sind geplant.
         -- Forscher, die ein neues Abbildungs-Tool verwenden, verweisen darauf,
              dass es unterschiedliche Formen von Beta-Amyloid-Depots im
              Alzheimer-Gehirn gibt, basierend darauf, welcher Version des gut
              eingeführten Alzheimer-Risko-Gens eine Person hat, bekannt als APOE.
              Dies kann besonders wichtig sein, da die Therapie bei einigen
              Personen in einigen kürzlich durchgeführten Studien Erfolg zeigte,
              die bestimmte Typen von APOE aufwiesen, aber weniger effektiv
              oder gar keinen Einfluss bei andern Typen zeigten.
      - Zwei neue Studien von der AAICAD 2010 deuten darauf hin, dass wenn man
         an Alzheimer erkrankt ist, das Risiko erhöht sein könnte, auch noch
         andere mögliche gesundheitliche Funktionsstörungen zu bekommen, wie zum
         Beispiel Krämpfe und Anämie. Forscher in einer Studie fanden heraus,
         dass die Krampfrate pro 1000 Personen pro Jahr, in einer
         Studienbevölkerung, die 14.838 Personen mit Alzheimer berücksichtigte,
         im Alter von 50 Jahren oder älter und 14.838 zufällig ausgewählte, dem
         Alter und dem Geschlecht entsprechenden Personen ohne Alzheimer, 9,1
         bei den Patienten mit Alzheimer betrug, im Vergleich zu 1,4 derjenigen
         ohne Alzheimer-Erkrankung - eine Inzidenz-Rate die 6,4 Mal höher ist.
         In eine zweiten Studie mit 1.112 älteren Erwachsenen (768
         Gesundheitskontrollen, 133 MCI, 211 Alzheimer) wurde herausgefunden,
         dass Menschen mit Anämie ein erhöhtes Risiko für eine Erkrankung an
         Alzheimer haben (die Chance ist: 2,56). Und es wurde in der Studie
         herausgefunden, dass die Menschen mit Alzheimer ein erhöhtes Risiko
         aufweisen anämisch zu werden (die Chance ist: 2,61). Wenn Alzheimer
         ebenso das Risiko anderer Funktionsstörungen erhöht, dann ist der
         Einfluss möglicherweise verheerender als wir angenommen haben, da die
         Weltbevölkerung immer älter wird und da immer mehr Länder in ihren
         Gewohnheiten und Lebensstilen immer westlicher werden.
      - Ältere Erwachsene unterschiedlicher rassischer und ethischer Ursprünge
         sind eine der am schnellsten wachsenden Bevölkerungssegmente in den
         vereinigten Staaten. Neue Forschungen, die auf der AAICAD 2010
         vorgestellt wurden, zeigten auf, dass in der Studie ältere Afro-
         Amerikaner und Latinos mit einer schweren kognitiven Funktionsstörung
         eher nicht in einem Pflegeheim untergebracht werden und länger
         überleben als weisse, ältere Erwachsene. Diese Ergebnisse haben
         signifikante Auswirkungen auf die Pflege- und Gemeinderessourcen. Es
         gibt einen grösseren Bedarf als angenommen für kulturell angemessene
         Pflegeressourcen bei Demenz und heim- und gemeindebasierten
         Dienstleistungen für diese Bevölkerungsgruppen.
         -- Speziell diese Ergebnisse sind fesselnd, da Afro-Amerikaner
              etwa zwei Mal und Latinos eineinhalb Mal eher Alzheimer und Demenz
              entwickeln als Weisse, nach den Fakten und Zahlen des Berichts zur
              Alzheimer-Erkrankung der Alzheimer's Association's 2010.
         -- Ein weiterer Bericht, der auf der AAICAD 2010 vorgelegt wurde,
              sagte aus, dass sich der Verlust-Prozess und die Trauererfahrung für
              die Pfleger der Alzheimer-Patienten nach dem Tod ihrer Lieben sehr
              bei den unterschiedlichen rassischen und ethnischen Gruppen
              unterscheidet.
         -- Ein dritter Forschungsbericht empfahl, dass kulturelle und
              spirituelle Überzeugungen von Afro-Amerikanern, amerikanischen
              Indianern und Weissen stark davon beeinflusst werden, wie lange es
              bei einer Familie dauert, eine medizinische Diagnose von Alzheimer
              zu suchen.@@end@@

    Über AAICAD

    Die Alzheimer's Association International Conference on Alzheimer's Disease (AAICAD) ist die weltweit grösste Konferenz ihrer Art, die Forscher aus aller Welt zusammenbringt, um über die bahnbrechenden Forschungen und Informationen über die Ursachen, Diagnose, Behandlung und Prävention der Alzheimer-Erkrankung und der damit verbundenen Funktionsstörungen zu berichten und zu diskutieren. Als Teil des Alzheimer's Association Forschungsprogramms dient AAICAD als Katalysator für die Erzeugung neuer Kenntnisse über die Demenz und der Pflege einer vitalen, kollegialen Forschungsgemeinschaft.

    Über die Alzheimer's Association

    Die Alzheimer's Association ist die führende freiwillige Gesundheitsorganisation für die Pflege, Unterstützung und Erforschung von Alzheimer. Unsere Mission ist es, Alzheimer durch Fortschritt und Forschung zu eliminieren, um Pflege zu bieten und zu verbessern und um alle Betroffenen zu unterstützen und um das Risiko von Demenz-Erkrankungen durch die Unterstützung der Gesundheit des Gehirns zu vermindern. Unsere Vision ist eine Welt ohne Alzheimer. Besuchen Sie http://www.alz.org oder rufen Sie 800-272-3900 an.

    ZUR VERÖFFENTLICHUNG GESPERRT BIS MITTWOCH DEN 14. JULI 2010, 07:30 Uhr (HAST, Hawaiianische Standardzeit) / 13:30 Uhr (Europäische Zeit)

ots Originaltext: Alzheimer's Association
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch

Pressekontakt:
CONTACT:  Alzheimer's Association Presseleitung:
+1-312-335-4078,media@alz.org, oder ICAD 2010 Presseraum, 10. - 15.
Juli: +1-808-792-6523



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