Schweizerischer Städteverband / Union des villes suisses

Was prägt die Stadt von morgen? Thema des Städtetags in Schaffhausen

Bern (ots) - «Die Zukunft findet Stadt. Was die Städte morgen beschäftigt und prägt.» Unter diesem Thema treffen sich am Donnerstag rund 250 Delegierte und Gäste des Schweizerischen Städteverbandes am Städtetag in Schaffhausen. Die Delegierten wählten zudem Cyrill Wiget, Gemeindepräsident von Kriens, und Grégoire Junod, Stadtpräsident von Lausanne, neu in den Vorstand des Städteverbandes. Wohin sollen und werden sich die Schweizer Städte und Agglomerationen entwickeln? Welche Veränderungen bringen die Digitalisierung, die demografische Entwicklung, neue Mobilitätsformen oder künstliche Intelligenz? Derartige Fragen stehen im Zentrum des Schweizerischen Städtetages, der 2016 in Schaffhausen zu Gast ist. «Aus der Geschichte einer Stadt entsteht immer wieder Neues», hält Peter Neukomm, der Stadtpräsident von Schaffhausen, bei der Begrüssung fest. Und bei allen Unwägbarkeiten der künftigen Entwicklungen, bleibe es die Aufgabe der städtischen Exekutiven, so Neukomm weiter, sich für eine hohe Lebensqualität und Offenheit des städtischen Lebens einzusetzen.

In seiner Grussbotschaft spricht Bundesrat Maurer über die Unternehmenssteuerreform III als derzeit bedeutendste wirtschaftspolitische Herausforderung unseres Landes. Er betont: «Die Unternehmenssteuerreform III ist ein absolutes Minimum, damit die Schweiz im Standortwettbewerb einigermassen mithalten kann. Würde diese abgelehnt, riskieren wir die Abwanderung von Unternehmen sowie den Verlust an Arbeitsplätzen und Steuersubstrat. Zudem leidet das Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Schweiz.» Vor diesem Hintergrund appelliert Bundesrat Maurer an den Städteverband, die Unternehmenssteuerreform im Sinne einer verantwortungsvollen und vorausschauenden Standortpolitik zu unterstützen.

Wie prägen neue Technologien die Stadt der Zukunft?

In seinen Ausführungen über die Zukunft zur Schweizer Stadt betont der Zukunftsforscher Andreas M. Walter die Notwendigkeit des «Vorausdenkens» und der Vorstellungskraft von Zukünften, die noch nicht sichtbar sind. Der Raumplaner Jérôme Chenal von der EPF Lausanne, zeigt auf, wie komplex und widersprüchlich die wachsenden Anforderungen an lebenswerte Agglomerationen sind. Für Karin Vey vom IBM-Think Lab wird in verschiedenen Bereichen des städtischen Lebens die Bedeutung von kognitiven Systemen zunehmen, mit denen neue Zusammenarbeitsformen zwischen Mensch und Computer möglich sind. Der Präsident der ETH Zürich, Prof. Lino Guzzella, weist darauf hin, wie Innovationen zu nachhaltigeren und effizienteren Mobilitäts- oder Energielösungen führen.

Welche Wünsche und Erwartungen haben Einwohnerinnen und Einwohner der Städte von morgen? Dies diskutieren zum Abschluss des Städtetags fünf Mitglieder von Schweizerischen Jugendparlamenten.

Neue Vorstandsmitglieder aus Kriens und Lausanne

Die Delegierten des Städteverbandes wählten zudem zwei neue Mitglieder in den Verbandsvorstand: Cyrill Wiget, Gemeindepräsident der Luzerner Agglomerationsgemeinde Kriens, tritt die Nachfolge von Stefan Roth (Luzern) an. Grégoire Junod, neuer Stadtpräsident von Lausanne, folgt auch im SSV-Vorstand auf Daniel Brélaz, der die Stadt Lausanne 14 Jahre im Vorstand vertreten hatte. Stefan Roth war vier Jahre Mitglied des SSV-Vorstandes.

Kontakt:

Nationalrat Kurt Fluri, Präsident Schweiz. Städteverband, 
Stadtpräsident Solothurn, 079 415 58 88.

Peter Neukomm, Stadtpräsident Schaffhausen, 052 632 52 12.

Renate Amstutz, Direktorin Schweiz. Städteverband, 079 373 52 18.


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