Schweizerischer Städteverband / Union des villes suisses

Städteverband begrüsst Bundesaktivitäten in der Wohnungspolitik

Bern (ots) - Der Bundesrat reagiert auf die vor allem in Städten und Agglomerationen angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt. Der Schweizerische Städteverband begrüsst die verschiedenen Massnahmen, insbesondere die Stärkung des gemeinnützigen Wohnungsbaus und den vorgesehenen wohnungspolitischen Dialog. Für die Städte ist es höchste Zeit, dass sich der Bund stärker in der Wohnungspolitik engagiert.

Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich in den letzten Jahren vor allem in Städten und Agglomerationen zugespitzt. So wiesen Ende Juni 2012 siebzig Städte und städtische Gemeinden (das ist knapp die Hälfte der Städte überhaupt) eine Leerwohnungsziffer von weniger als 0,5% aus. Und die Anzahl der Städte mit einer Leerwohnungsquote von 0,2% und weniger hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als vervierfacht. Trotz hoher Bautätigkeit sind in vielen Städten und Agglomerationen zudem die Preise für Miet- und Eigentumswohnungen stark angestiegen.

Nun haben auch Bundesrat und Parlament die Zeichen der Zeit erkannt, und der Bundesrat will sich vermehrt in der Wohnungspolitik engagieren. Unter den heute beschlossenen Massnahmen befinden sich u.a. Förderinstrumente für den gemeinnützigen Wohnungsbau, raumplanerische Vorgaben und die Anpassung des Gebäudeprogramms mit dem Ziel, energetische Erneuerungen möglichst sozialverträglich umzusetzen. Zudem will er in einen wohnungspolitischen Dialog mit Kantonen sowie Städten und Gemeinden eintreten.

Der Schweizerische Städteverband begrüsst das verstärkte Engagement des Bundes in der Wohnungspolitik. Zahlreiche Städte und städtische Gemeinden sind in diesem Bereich bereits sehr aktiv und engagieren sich in grossem Ausmass für ein ausreichendes Angebot an erschwinglichem Wohnraum. Der Städteverband, für den die Wohnungspolitik zu den Schwerpunktthemen gehört, setzt sich dafür ein, dass die Erfahrungen seiner Mitglieder in den wohnungspolitischen Dialog mit Bund und Kantonen eingebracht werden können.

Kontakt:

Martin Tschirren, stv. Direktor Städteverband
Tel.: +41/31/356'32'34



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