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Britische Frau feiert ein Jahr ohne Krebs

    London (ots/PRNewswire) -

    Es ist ein Jahr her, dass sich Modedesignerin Joanne Scott einer Krebstherapie unterzog, die ihr Leben veränderte -- und dazu noch Geschichte schrieb.

    Frau Scott, 54, war die erste Person der Welt, die zur Behandlung ihrer Leukämie eine Injektion von tumoraktivierten natürlichen Killerzellen (TaNK) erhielt.

    Ihre Ärzte vom Royal Free Hospital in London empfahlen diese experimentelle Therapie, nachdem sie zwei Jahre lang vergeblich auf herkömmliche Weisen behandelt worden war, unter anderem mit Chemotherapien und einer Knochenmarktransplantation. Frau Scott rechnete nicht mit einem Behandlungserfolg. "Ich dachte, ich würde wieder richtig krank werden", sagte sie, "so wie zuvor."

    Doch die neue Behandlung war erfolgreich, wo die anderen versagt hatten und gibt den Onkologen Hoffnung, dass TaNK-Zellen der Schlüssel zu einer neuartigen fortgeschrittenen Krebsbehandlung sein könnten.

    Die Ärzte des Royal Free Hospitals gaben Frau Scott eine Injektion mit natürlichen Killerzellen (NK), die ihrer damals 21-jährigen Tochter Tara entnommen worden waren. Am nächsten Tag konnte Frau Scott aus dem Krankenhaus entlassen werden.

    "Mir ging es sofort besser. Ich konnte zum Abendessen ausgehen und Sachen unternehmen", sagte Frau Scott. "Es war wirklich schön nach all den anderen sehr, sehr strapazierenden Behandlungen, die ich hinter mir hatte."

    Die neue Behandlung beruht auf der folgenden Grundidee: Die NK-Zellen, die ein Bestandteil des körpereigenen Immunsystems sind, werden nach einer Chemotherapie alle überlebenden Leukämiezellen aufspüren und bekämpfen, wenn sie für die Bekämpfung der Krebserkrankung aktiviert wurden. Bei Krebspatienten sind die NK-Zellen jedoch nicht aktiviert und greifen die Krebszellen nicht an.

    Frau Scotts Ärzte aktivierten die ihrer Tochter entnommenen Zellen und erzeugten so TaNK-Zellen, die selbst NK-resistente Tumore töten können. Innerhalb einer Woche nach der Injektion hatten die TaNK-Zellen überlebt und sich vermehrt. Nach einem Monat bestätigte eine Untersuchung ihres Knochenmarks -- die von ihrer Leukämieart betroffene Stelle -- dass die TaNK-Zellen ihren Krebs angriffen.

    Frau Scott musste noch einmal fünf Wochen ins Krankenhaus, da die Anzahl ihrer Neutrophilen, einer Art von weissen Blutkörperchen, gefährlich niedrig war -- ihrer Ansicht nach eine Folge der jahrelangen Chemotherapien. Seit ihrer Entlassung sieht sie ihren Arzt für regelmässige Blutuntersuchungen und gelegentliche Thrombozyteninfusionen, aber abgesehen davon, sagt sie, sei ihr Leben wieder normal.

    "Ich bin freiberuflich tätig. Wenn ich müde bin, kann ich nach Hause gehen oder im Bett bleiben, oder ich kann mittags aufstehen und zur Arbeit gehen, aber das war nicht notwendig. Ich habe fünf Tage die Woche von neun bis fünf gearbeitet. Ich fühle mich gut", sagte Frau Scott.

    Ihre gute Gesundheit und gute Stimmung sind ein drastischer Wandel gegenüber dem, wie sie sich fühlte, als sie vor vier Jahren mit akuter myeloider Leukämie (AML) diagnostiziert wurde. AML ist eine Krebserkrankung, welche die Myeloidschicht der Blutzellen angreift und ist die häufigste akute Leukämieart bei Erwachsenen.

    "Es war ein Schock, zu erfahren, dass ich Leukämie hatte", sagte Frau Scott. "Ich habe mich immer gesund ernährt, Sport getrieben und so weiter und machte mir deshalb keine Sorgen."

    Bei Patienten mit AML häufen sich anomale weisse Blutkörperchen im Knochenmark an und behindern die Produktion normaler Blutzellen. Gängige Behandlungsmethoden beinhalten Chemotherapie, Strahlungstherapie und Knochenmarktransplantationen.

    Frau Scott unterzog sich drei bis vier Chemotherapien -- sie kann sich nicht an die genaue Anzahl erinnern, da sie nicht zu lange an diesen schmerzhaften Teil ihres Lebens denken will -- aber der Krebs kehrte zurück.

    Ihre Ärzte behandelten den Rückfall mit einer autologen Knochenmarktransplantation, doch auch diese Zweitbehandlung konnte Frau Scotts Remission nicht aufrechterhalten.

    "Ich war wirklich, wirklich erschüttert", sagte sie über ihren zweiten Rückfall. "Ich möchte nicht daran denken, was ich gefühlt habe. Ich möchte mich nie wieder so fühlen."

    Nachdem die Transplantation fehlgeschlagen war, gab Frau Scott alle Hoffnung auf, dass sie ihre AML überleben würde. Sie begann, sich auf den Tod vorzubereiten. "Wenn man in seinen Fünfzigern ist, kann man sich sagen: Wenigstens habe ich ein Leben gelebt'", sagte sie. "Wenigstens bin ich 52 geworden."

    Diese Resignation verschwand, nachdem sie sich der TaNK-Zellentherapie unterzogen hatte, so Frau Scott weiter. Die Behandlung erneuerte ihre Hoffnung für die Zukunft. "Ich denke mir: Was wäre, wenn ich 70 oder 80 werden würde?'", sagte sie. "Ich will gesund bleiben und alt werden."

    Wissenschaftler des Royal Free Hospitals unter der Leitung von Dr Panos Kottaridis nehmen derzeit Patienten in die klinische Studie über die TaNK-Zellentherapie auf, an der das US-amerikanische Biopharmaunternehmen Coronado BioSciences die Lizenzrechte erworben hat. Drei Patienten, darunter Frau Scott, bei denen alle Behandlungen vor der Studienaufnahme fehlgeschlagen sind, sind bisher eingeschrieben.

    "Die bisherigen Ergebnisse sind sehr ermutigend, da sich drei Patienten mit refraktärem Krankheitsverlauf einer langfristigen Remission erfreuen", so Dr Kottaridis. "Dies ist jedoch eine Phase-I-Studie, die als erstrangigen Endpunkt die Toxizität untersuchen soll, während die Wirksamkeit an sekundärer Stelle steht. Es ist sehr wichtig für uns, weitere Patienten aufzunehmen und die gegenwärtige Phase abzuschliessen, bevor wir zu einer internationalen multizentrischen Studie übergehen können, welche ein günstiges klinisches Ergebnis nachweist."

    Leser, die mehr über die Studie erfahren möchten und Patienten, die am einer Teilnahme interessiert sind, können die Studiendatenbank von Cancer Research UK unter http://www.cancerhelp.org.uk/trials/trials/trial.asp?=&trialno=15617 besuchen, sich per E-Mail an Dr. Kottaridis (panagiotis.kottaridis@royalfree.nhs.uk) wenden oder ihren Arzt fragen.

ots Originaltext: Coronado BioSciences
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