HISTORY

Küste der Erinnerung

München (ots) - Bei der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie sanken hunderte Schiffe vor der französischen Küste. In der zweiteiligen Dokumentation "D-Day - Zeitzeugen aus der Tiefe" begleitet HISTORY eine internationale Forschungsexpedition beim Kartografieren einer der ausgedehntesten archäologischen Unterwasser-Fundstätten der Erde und taucht mit Veteranen zu den Wracks hinab. Die aufwendige Produktion ist am 13. Oktober ab 22 Uhr als deutsche TV-Premiere zu sehen.

Mit den Worten "Ok. Let's go" gab Dwight D. Eisenhower, damals Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Europa, am Morgen des 5. Juni grünes Licht für die Invasion in der Normandie. HISTORY zeigt in der Dokumentation "D-Day - Zeitzeugen aus der Tiefe" Planung und Ausführung der bis dato umfangreichsten Landeoperation der Geschichte aus einer neuen Perspektive. Ein internationales Forscherteam erstellte 2013 die weltweit detaillierteste zusammenhängende Karte des Unterwasserareals vor Frankreich. Begleitet wurden die Experten bei ihrem Vorhaben von Kriegsveteranen, die auf Tauchgängen ihren zerstörten ehemaligen Schiffen nahe kamen. Die zwei einstündigen Folgen sind am 13. Oktober ab 22 Uhr als deutsche TV-Premiere zu sehen.

Die Meeresbodenkarte, auf der alle Wracks eingezeichnet wurden, dokumentiert ein 511 Quadratkilometer großes Areal erstmals in hoher Auflösung. Mit neuester 3D-Technik rekonstruierten die Experten Schiffe und Landungsbrücken, die die beispiellose Militäroperation erst möglich machten. Persönliche Erinnerungen der Veteranen und Historiker ergänzen die Computermodelle und lassen die Geschehnisse des D-Days wieder aufleben. Jim Booth, ehemaliges Besatzungsmitglied eines U-Bootes, berichtet in der Dokumentation, wie er nur Stunden vor dem Angriff am Strand nichts ahnende deutsche Soldaten beim Fußballspielen beobachten konnte. Der damals 19-jährige Krankenpfleger Bill Allen taucht nach 70 Jahren zum Wrack seines Landungsschiffs, das auf eine Mine auflief und versank. Über 300 Männer starben damals, wie durch ein Wunder überlebte er.

Originales Filmmaterial der Landung und beeindruckende Unterwasseraufnahmen zeigen außerdem, wie die Ausführung der komplizierten Pläne und die fortschrittliche Technologie die Alliierten zum Erfolg führten. Auf welche Weise konnte man den Bau von tausenden Schiffen vor dem Gegner geheimhalten und die Flotte unbeschadet an ihren Bestimmungsort bringen? Welche speziell für die Landung hergestellten Fahrzeuge sollten die Soldaten an Land beschützen? Welche Rolle spielten französische Resistancekämpfer, Doppelagenten, Bootsattrappen und Brieftauben bei der Invasion? Diese und weitere Fragen klärt die 2013 produzierte Dokumentation "D-Day - Zeitzeugen aus der Tiefe".

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