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Sport Pro/UNI Europa: Profisportler/innen senden eine deutliche Botschaft an die EU-Kommission betreffend Arbeitnehmerrechte

    Nyon (ots) - Grosse europäische Spielergewerkschaften nehmen heute in Madrid am Europäischen Sportforum teil, um der für Sportfragen zuständigen europäischen Kommissarin Androulla Vassiliou klar zu machen, dass die EU-Gesetze zum Schutz von Arbeitnehmerrechten für europäische Profisportler zur Anwendung kommen müssen.

    Die Gewerkschaften werden keine gesonderte Anwendung von EU-Recht für den Sport akzeptieren und protestieren gegen den Ausschluss dieses Sektor von einem "bilateralen" Dialogs zwischen der EU und der Olympia- und Sportbewegung (O.S.M.), der dieser letzteren erlauben könnte, die europäischen Sozialdialog-Verfahren zu umgehen. Dieses Vorgehen hat den europäischen Sozialdialog im Fußball bereits massiv untergraben.

    Jose Luis Llorente, Vizepräsident des spanischen Spielergewerkschaftsverbandes Asociacion de Deportistas, begrüßte die Delegierten in Madrid mit der Erklärung: "Wir müssen gemeinsam für grundlegende Rechte für die Profisportler als Bürger und Beschäftigte in Europa eintreten, um einen angemessenen Schutz dieser Gruppe zu gewährleisten. Gesetz ist Gesetz und gilt für alle."

    "Die Europäische Kommission darf Veranstaltern nicht erlauben, sich der Sportagenda zu bemächtigen, indem sie ihrem Wunsch nach einem exklusiven Dialog nachkommt", warnte Bernadette Ségol, Regionalsekretärin von UNI Europa, dem anerkannten Sozialpartner der Beschäftigten im Sportsektor. "Der geeignete Ort, um Fragen wie Mindestarbeitsnormen, Anti-Doping-Regeln, Rechte des geistigen Eigentums, Sportwetten, Agenten und Gesundheit und Sicherheit zu behandeln, ist entweder der Europäische Soziale Dialog oder ein informeller Dialog der EU, in dem Gewerkschaften eine wichtige Rolle spielen müssen."

    Yves Kummer, Präsident der European Elite Athletes Association (EEAA), eines Verbandes, der 25'000 Profisportler vertritt, bestätigt dies:

    "Seit einigen Jahren bemühen wir uns unermüdlich um die Entwicklung des Europäischen Sozialen Dialogs für den Sport, und dies ist genau der Ort, um viele der sportspezifischen Fragen zur Sprache zu bringen", erklärte er. "Wenn die Kommissarin ein starkes Signal an die Olympische Bewegung bezüglich der EU-Gesetze und der Bedeutung des Europäischen Sozialen Dialogs aussendet, sind wir überzeugt, dass in relativ kurzer Zeit sehr viel erreicht werden kann."

    Die Sportvereinigungen werden heute um 11.00 Uhr in der IFEMA in Madrid eine Pressekonferenz veranstalten.

    Weitere Informationen gibt: www.euathletes.info

    Sport Pro/ UNI Europa vertritt über 25'000 europäische Profisportler.

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