SKJP - Schweiz. Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychologie

Olivia Manicolo, Basel, erhält den SKJP-Förderpreis 2013 für ihre Masterarbeit zum Thema Emotionsverständnis von Kindern im Vorschulalter

Luzern (ots) - Die Schweizerische Vereinigung für Kinder- und Jugendpsychologie SKJP, der grösste psychologische Fachverband der Schweiz, vergibt alle zwei Jahre den mit CHF 3'000.00 dotierten SKJP-Förderpreis. Mit dem Preis werden junge Psychologinnen und Psychologen für die Qualität ihrer Masterarbeit ausgezeichnet. Zudem soll aus dem Lebenslauf ein besonderes Engagement und Interesse an der Kinder- und Jugendpsychologie zum Ausdruck kommen.

Der Förderpreis 2013 geht an Olivia Manicolo aus Basel für ihre Masterarbeit 'Sprachkompetenz als Mediatorvariable. Zum Vermittlungsprozess zwischen sozioökonomischem Status und Emotionsverständnis bei Kindern im Vorschulalter', eingereicht und angenommen an der Fakultät für Psychologie der Universität Basel, Abteilung Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie.

Olivia Manicolo besuchte die Primarschule und das Gymnasium in Münchenstein. Nach der dreisprachigen Matura studierte sie in Basel Psychologie mit Schwerpunkt Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie. Seit August 2012 arbeitet Olivia Manicolo als Assistentin am Lehrstuhl für Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie der Universität Basel und leitet dort u.a. das Masterseminar Kognitive Entwicklung.

In ihrer Masterarbeit setzt sich Olivia Manicolo mit der Frage auseinander, welche Faktoren bei Kindern in ihrer Entwicklung das Erkennen und Verstehen von Emotionen fremder Personen beeinflussen. Gibt es einen Zusammenhang des Emotionsverständnisses mit der Sprachkompetenz von Kindern und dem familiären sozioökonomischen Status? Für die Klärung dieser Fragen hat Olivia Manicolo 495 Kinder in verschiedenen Aspekten des Emotionsverständnisses und der Sprachkompetenz untersucht. Ebenso wurde der familiäre sozioökonomische Status erfasst. Der komplexe Datensatz wurde hypothesenbezogen wissenschaftlich analysiert.

Die Ergebnisse zeigen einen signifikanten Zusammenhang der sozioökonomischen Familienvariable mit der Sprachkompetenz, sowie der Sprachkompetenz mit dem Emotionsverständnis. Dabei fungiert die Sprachkompetenz als Mediatorvariable.

Die vorliegenden Resultate verweisen damit auf die Wichtigkeit frühansetzender Interventionen bei Defiziten in der Sprachkompetenz. Bereits vor dem Schuleintritt sollen in diesem Fall Fördermassnahmen eingeleitet werden, um Kinder in ihrer sprachlichen Kompetenz zu fördern und gleichzeitig die Entwicklung des Emotionsverständnisses zu unterstützen.

Die Jury des SKJP-Förderpreises, der die Professoren Dr. François Stoll, Zürich, und Dr. Meinrad Perrez, Fribourg, sowie zwei SKJP-Vorstandsmitglieder angehören, würdigt die Arbeit u.a. für die gut nachvollziehbare Einbettung der entwicklungspsychologisch bedeutsamen Fragestellung in den gegenwärtigen Forschungsstand, die Wahl der Methodik, die angemessene und anspruchsvolle Analyse der Daten, die klare und flüssige Sprache sowie die eingehende und vertiefende Diskussion der Ergebnisse.

Der Preis wird in einem Festakt im Anschluss an die Mitgliederversammlung der SKJP am 3. Mai 2013, 15.30 Uhr, in Näfels GL, LIntharena, verliehen.

Kontakt:

Josef Stamm
Geschäftsführer SKJP
Postfach 4138
6002 Luzern
Tel.: +41/41/420'03'03
E-Mail: info@skjp.ch
Web: www.skjp.ch



Das könnte Sie auch interessieren: