Ja Komitee "Zukunft mit Komplementärmedizin" / Oui Pour les médecines complémentaires

Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin" - Kanton Zürich gegen Patientenschutz bei Therapeuten

Unsinniger Entscheid der Gesundheitskommission KSSG des Kantons Zürich

    Bern (ots) - Mit Bestürzung nehmen die Vertreter der Komplementärmedizin zur Kenntnis, dass die Kommission für Sicherheit und Gesundheit (KSSG) des Kantons Zürichs die Freigabe der komplementärmedizinischen Behandlungen im neuen Gesundheitsgesetz vorsieht. Damit ist es allen Personen erlaubt, Behandlungen der Komplementärmedizin anzubieten. Die vorgesehene Lösung öffnet der Scharlatanerie Tür und Tor und ist aus der Sicht des Patientenschutzes völlig unverantwortlich. Die Qualitätssicherung und der Schutz des Patienten sind hoheitliche Aufgaben. Dieser Verantwortung darf sich der Staat im Gesundheitswesen nicht entziehen.

    Mit dem neuen Gesundheitsgesetz erreicht der Kanton Zürich, dass buchstäblich jede und jeder als Therapeutin oder Therapeut der Komplementärmedizin Behandlungen anbieten kann - unabhängig davon, ob eine Ausbildung absolviert wurde oder nicht. Damit werden seriösen Therapeuten, die langjährige, umfangreiche und qualifizierte Ausbildungen durchlaufen haben, auf die gleiche Stufe wie Anfänger und Scharlatane gestellt.

    Widersprüchliche Lösung

    Die vorgeschlagene Lösung im Kanton Zürich ist unsinnig: Eine Bewilligungspflicht braucht, wer ein eidgenössisches Diplom erworben hat. Diese Diplome gibt es derzeit noch nicht und die Arbeiten beim Bundesamt für Berufsbildung und Technologie BBT werden von offizieller Seite behindert. Gleichzeitig werden komplementärmedizinische Behandlungen freigegeben, wenn Therapeuten kein nationales Diplom haben. Diese widersprüchliche Lösung birgt Gefahren für die PatientInnen. Die Qualität der Behandlungen ist unsicher, der Schutz der PatientInnen ist nicht gewährleistet und es entstehen Haftungsfragen. Mit dem vorliegenden Vorschlag ist dem Regierungsrat auch nicht bekannt, wer im Kanton mit Kranken arbeitet. Im Falle von ansteckenden Krankheiten, Seuchen und Epidemien können so die Therapeuten vom Staat nicht über allfällige Massnahmen orientiert werden.

    Die Initianten der Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin" sprechen sich gegen den Vorschlag der Gesundheitskommission aus. Die Initiative ist mit 138'724 gültigen Unterschriften zustande gekommen, davon stammen allein 31'191 Unterschriften aus dem Kanton Zürich.

ots Originaltext: Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin"
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Markus Senn
Vorstand SVANAH
Mobile: +41/76/488'89'67
E-Mail: markuse@gmx.ch

Walter Stüdeli
Politik & Medien Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin"
Mobile: +41/79/330'23'46
Tel.:    +41/31/560'00'24
Fax:      +41/31/560'00'25
E-Mail: info@koest.ch



Weitere Meldungen: Ja Komitee "Zukunft mit Komplementärmedizin" / Oui Pour les médecines complémentaires

Das könnte Sie auch interessieren: