Ernst & Young Schweiz

Starke globale IPO-Aktivität im ersten Quartal gibt den Ton für 2010 an

    Zürich/London. UK (ots) - Keine Schweizer Börsengänge im ersten Quartal 2010, aber Pipeline mit IPO-Kandidaten gefüllt / Die asiatischen Märkte dominieren die IPOs weiterhin, aber auch in Europa stieg die Zahl der Börsengänge wieder an

    Die globalen IPO-Aktivitäten nahmen im ersten Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich zu. Gemäss dem Q1 2010 Global IPO Update von Ernst & Young gingen die stärksten Impulse von den weiterhin robusten asiatischen Märkten aus, aber auch das Comeback europäischer IPOs trug zu dieser Entwicklung bei.

    Im ersten Quartal 2010 fanden weltweit 267 Börsengänge im Wert von 53,2 Milliarden US-Dollar statt. Im ersten Quartal 2009, in dem die geringste IPO-Aktivität der letzten zehn Jahre verzeichnet wurde, waren es lediglich 52 Transaktionen im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar. In Asien herrschte im Berichtsquartal nach wie vor rege IPO-Aktivität. In diesem Markt wurden 166 IPOs durchgeführt, die 35,1 Milliarden US-Dollar aufbrachten. Dies entspricht 62% des Transaktionstotals im ersten Quartal bzw. 66% der Gesamttransaktionssumme. Neun der zwanzig grössten Börsengänge wurden im asiatischen Raum (China, Japan und Südkorea) abgewickelt. In der Schweiz (SIX Swiss Exchange) fanden im ersten Quartal 2010 keine IPOs statt. Das widerspiegelt die Lage in Europa, wo der IPO-Markt auch weniger aktiv als erwartet war.

    Louis Siegrist, Leiter Transaction Advisory Services von Ernst & Young Schweiz, sagt: "In den Schwellenländern ist die IPO-Dynamik weiterhin stark, doch auch in anderen wichtigen Märkten wie Tokio, London, Paris und Frankfurt konnten wir im ersten Quartal eine Erholung beobachten. Trotz der Bedenken hinsichtlich der Marktvolatilität zu Beginn dieses Quartals gehen wir davon aus, dass die Investoren sich im Zuge der weltweiten Konjunkturerholung wieder vermehrt den europäischen und nordamerikanischen Märkten zuwenden werden."

    Europa überholt die USA bei IPOs

    Auch wenn eine Anzahl grosser Transaktionen im Januar zurückgestellt werden musste, fassten die europäischen Anleger im weiteren Verlauf des ersten Quartals wieder Vertrauen. Dies drückte sich in drei bedeutenden IPOs aus, die jeweils über 900 Millionen US-Dollar aufbrachten. Diese drei Grosstransaktionen trugen massgeblich zum insgesamt generierten Kapital von 8 Milliarden US-Dollar bei - was einer Zunahme von 708% gegenüber dem ersten Quartal 2009 bzw. von 21% gegenüber dem vierten Quartal 2009 entspricht. Europaweit wurden 39 Börsengänge durchgeführt, die höchste Zahl seit dem zweiten Quartal 2008. In den USA brachten die Unternehmen zwar in 25 IPOs insgesamt 4,2 Milliarden US-Dollar auf, doch beide Werte bleiben hinter den Zahlen des vierten Quartals 2009 zurück.

    "In Europa beobachten wir Zeichen, dass sich das Fenster für Börsengänge in den kommenden Monaten weiter öffnen könnte. An der SIX Swiss Exchange ist für das zweite Quartal 2010 der IPO von Orior angekündigt. Das könnte der Start der nächsten IPO-Welle in der Schweiz sein - falls der Kapitalmarkt sich weiterhin auf diesem Niveau hält -, da die Pipeline mit IPO-Kandidaten gefüllt ist", sagt Jérôme Vial, Kapitalmarktexperte bei Ernst & Young Schweiz.

    Weiterhin starker Rückenwind für IPOs in Asien im ersten Quartal 2010

    Das grösste IPO im ersten Quartal verzeichnete die Börse von Tokio: Im März erzielte der Börsengang von Dai-ichi Life Insurance Co Ltd. 11 Milliarden US-Dollar. Dies war das grösste IPO seit dem Listing von Visa im Wert von 19,7 Milliarden US-Dollar im März 2008 und zugleich das wichtigste IPO auf dem japanischen Markt seit der Börsenkotierung von NTT DoCoMo 1998. China beanspruchte mit 109 Transaktionen und einer Kapitalsumme von 19,4 Milliarden US-Dollar (was einem globalen Anteil von 41% aller Transaktionen bzw. 37% des aufgebrachten Kapitals entspricht) wiederum weltweit die Führungsrolle. Indien verzeichnete im ersten Quartal 20 Börsengänge an der Bombay Stock Exchange mit einem Transaktionsvolumen von 1,2 Milliarden US-Dollar, Brasiliens Bovespa notierte 5 IPOs im Wert von 3,3 Milliarden US-Dollar.

    Louis Siegrist hält fest: "Schnell wachsende Unternehmen aus Schwellenländern werden sich weiterhin an ihren lokalen Börsen kotieren lassen. Die Börsen in China, Indien und Brasilien sind mittlerweile fest etabliert und in der Lage, auch für die grössten Unternehmen, die einen Börsengang planen, entsprechende Mittel zu generieren."

    IPOs nach Branchen

    Gemessen am aufgebrachten Kapital ist der Finanzsektor   (insbesondere Versicherungsunternehmen) mit 16 IPOs und einem Kapitalvolumen von 16,4 Milliarden US-Dollar die wichtigste Branche, gefolgt vom Sektor Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit 10,2 Milliarden US-Dollar und dem Industriesektor mit aufgebrachtem Kapital in Höhe von 7,9 Milliarden US-Dollar. In Bezug auf die Zahl der abgewickelten IPO-Transaktionen lag der Sektor Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit 53 Börsengängen vorne, dicht gefolgt vom Industriesektor (51 Transaktionen) und dem Hightechbereich  (38 Transaktionen im Wert von 4,8 Milliarden US-Dollar).

    Ausblick

    Louis Siegrist bemerkt abschliessend: "Das zweite Quartal 2010 dürfte erneut durch starke IPO-Aktivitäten in Asien, den USA und Europa geprägt sein. Die Pipeline ist gut gefüllt. Die Emittenten warten auf eine günstige Gelegenheit, um an die Börse zu gehen und eine möglichst hohe Kapitalsumme zu generieren. Angesichts der Stabilisierung der weltweiten Kapitalmärkte, der vollen IPO-Pipeline und Marktliquidität rechnen wir damit, dass die starke IPO-Dynamik im weiteren Jahresverlauf anhält."

    Kurzporträt von Ernst & Young

    Ernst & Young ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuern, Transaktionen und Beratung. Unsere 144'000 Mitarbeitenden auf der ganzen Welt verbinden unsere gemeinsamen Werte sowie ein konsequentes Bekenntnis zur Qualität. In der Schweiz ist Ernst & Young ein führendes Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen und bietet Dienstleistungen in den Bereichen Steuern und Recht sowie Transaktionen und Rechnungslegung an. Unsere 1'900 Mitarbeitenden in der Schweiz haben im Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatz von CHF 546 Mio. erwirtschaftet. Wir differenzieren uns, indem wir unseren Mitarbeitenden, Kunden und Anspruchsgruppen helfen, ihr Potenzial auszuschöpfen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: www.ey.com/ch

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