Betriebsrat der Deutscher Ring-Gruppe

MitarbeiterInnen demonstrieren gegen Bâloise-Pläne in Deutschland

Basel (ots) - - Unternehmensgruppe Deutscher Ring wird trotz guter Gewinne zerschlagen - Zusammenlegung mit Basler Versicherungen mit hohen Risiken verbunden - Bâloise gefährdet ihre Position in ihrem wichtigsten Auslandsmarkt Anlässlich der heutigen Analystenkonferenz der Bâloise demonstrieren MitarbeiterInnen aus Deutschland gegen die Umstrukturierungspläne der Gesellschaft. Nach dem Willen der Bâloise soll die in Hamburg ansässige Unternehmensgruppe Deutscher Ring zerschlagen werden, obwohl sie seit Jahren die Planvorgaben aus Basel übererfüllt und hohe Gewinne in die Schweiz überweist. Die Pläne sind ein hohes Risiko für die Bâloise und ihre Aktionäre und gefährden unnötig Arbeitsplätze. Seit November 2008 arbeitet die Bâloise an der Trennung der Sach- und Lebensversicherung des Deutschen Rings - beides Tochtergesellschaften der Bâloise - vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein, der als Verein auf Gegenseitigkeit seinen Mitgliedern gehört. Die Sach- und Lebensversicherung soll mit den Basler Versicherungen, Bad Homburg, zusammengelegt werden. Masssive Kürzungen im Vertrieb geplant - Umsatzziele in Gefahr "Das Vorgehen der Bâloise ist wirtschaftlich hoch unvernünftig", sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende des Deutschen Ring, Sven Kluth. "Erst werden bereits erarbeitete Synergieeffekte durch die Zerschlagung der Deutscher Ring-Gruppe vernichtet. Dann sollen sie durch eine Zusammenführung mit den Basler Versicherungen wieder hergestellt werden." 40 Millionen Euro Kosteneinsparungen soll die Bâloise von ihrem Statthalter in Deutschland, Vorstandsvorsitzender Dr. Frank Grund, gefordert haben. Trotz intensiver Bemühungen in den letzten Wochen konnten erst 20 Millionen an Einsparungen identifiziert werden: In der Not soll sogar in Vertrieb und Marketing jede fünfte Stelle gestrichen werden. Nahezu jeder zweite Vertriebsdirektor soll gehen, die Anzahl der Vertriebsleiter soll um zehn Prozent gekürzt werden. Damit würde die Bâloise massive Abgänge in ihren Vertrieben riskieren - mit entsprechenden Umsatzrisiken für das Jahr 2009. Um die Pläne umsetzen zu können, muss die Bâloise die Zustimmung einholen vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein, mit dem sie Sach- und Lebensversicherung des Deutschen Rings über einen Organisationsvertrag eng verflochten ist. Im Anschluss sind dann die Verhandlungen mit den Betriebsräten zu führen. Weitere Gefährdung des wichtigsten Auslandsmarktes der Bâloise zu erwarten 20 Millionen an Kostensenkungen fehlen. Nun ist zu befürchten, dass weitere Einschnitte folgen - obwohl schon bei der Durchsetzung der aktuellen Pläne das Deutschlandgeschäft der Bâloise ernsthaft gefährdet wird. Doch nicht nur die Bilanzen der Bâloise leiden; die Einschnitte gehen auf Kosten der MitarbeiterInnen. 300 Stellenstreichungen sind geplant auf dem Weg zu einer neuen Deutschland-Holding. "Nach unseren bisherigen Erfahrungen Dies wird der Bâloise-Vorstand dies heute den Analysten und der Presse heute aber so nicht verkünden. als Erfolgsrezept versuchen zu verkaufen Weil Beruhigungspillen an die MitarbeiterInnen verteilt werden sollen, erwarten wir eine Informationspolitik nach Salamitaktik", sagt Sven Kluth. "Tatsache ist aber, dass die Bâloise ihr Deutschlandgeschäft in diesen Tagen einschneidend gefährdet." ots Originaltext: Betriebsrat der Deutscher Ring-Gruppe Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch Pressekontakt: Ansprechpartnerin für Presseanfragen: Betriebsrat der Deutscher Ring-Gruppe Sven Kluth Tel.: 0049/40/3599-30164370 E-Mail: Sven.Kluth@DeutscherRing.de

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