Polymed Medical Center AG

Polymed Medical Center AG: Irreführende Falschmeldungen des Bundesamtes für Gesundheit bezüglich der Tarife für Laboranalysen

Glattbrugg (ots) - Gemäss einseitig aus Quellen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) stammenden Informationen werden in der Presse falsche und aus dem Zusammenhang gerissene Informationen über die Preisstruktur der Labortarife bei Praxislabors in der Schweiz veröffentlicht. Das BAG möchte bekanntlich die Labortarife nochmals senken, obwohl diese aktuell seit dem Jahr 2000 bereits um satte 19 % tiefer liegen, während der Landesindex der Konsumentenpreise zwischenzeitlich sogar um 5 % gestiegen ist. So publizierte eine grosse Schweizer Tageszeitung am 17. November 2008, einseitig basierend auf falschen Informationen des Vicedirektors des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), Herrn Peter Indra, dass für die Materialkosten (Reagenzien) von Laboranalysen in der Schweiz massiv mehr bezahlt werden müsse als im benachbarten Deutschland. Reagenzien, die auch Arztlabors verarbeiten, sollen nur gerade für 10 % des Preises in der Schweiz zu bekommen sein. Das ist irreführend und grundfalsch, denn Tatsache ist, dass die Reagenzienpreise in Deutschland mit denen in der Schweiz nahezu identisch sind. Wenn das BAG in diesem Zusammenhang von Monopolstruktur und Kartellrechts-Relevanz spricht, ist dies eine Anmassung die jeglicher Grundlage entbehrt, denn es findet sehr wohl ein gesunder Wettbewerb statt. Hohe Beamte eines Bundesamtes wären verpflichet, den zuständigen Stellen rechtswidriges Verhalten zu melden, damit allenfalls eine offizielle Untersuchung eingeleitet werden könnte. Offensichtlich findet keine Untersuchung statt, weil auch keine Gründe für einen diesbezüglichen Handlungsbedarf vorhanden sind. Offenbar vermischt hier das BAG einmal mehr die Situation im Grosslabor und dem Arztlabor, denn im Praxislabor direkt beim Hausarzt werden einzelne Tests durchgeführt deren Kosten verständlicherweise höher sind als diejenigen der Massenverarbeitungen der Grosslabors. Sehr bedauerlich ist die Tatsache, dass das BAG von falschen Zahlen ausgeht. Man will zwar über die allfällige Labortarif-Anpassung zulasten der Hausärzte sprechen - aber keine echten Verhandlungen führen. Verbände und Kommissionen haben wiederholt auf die irreführenden Zahlen mit denen das BAG argumentiert hingewiesen, und trotz allen erhärteten Fakten möchte das BAG nicht verhandeln. Zudem fällt auf, dass immer wenn das BAG vom benachbarten Ausland spricht, als Beispiele Deutschland und Österreich angeführt werden, obwohl ausgerechnet diese beiden Länder ein mit Schweizer Verhältnissen absolut unvergleichbares System haben - im Gegensatz zu Italien und Frankreich wo das System vergleichbar ist mit demjenigen in der Schweiz und die Labortarife sogar eher höher sind. Jedoch weder Italien noch Frankreich werden bezeichnenderweise vom BAG als Vergleich hinzugezogen. Zudem hat sich das System mit den Labors bei Hausärzten in der Schweiz klar bewährt. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb das BAG Politik macht mit der Verbreitung falscher Informationen. Anlässlich einer Pressekonferenz am 30. Oktober 2008 in Bern, wo übrigens die eingeladenen BAG-Verantwortlichen durch Abwesenheit glänzten, haben verschiedene Fachstellen darauf hingewiesen dass eine Senkung der Labortarife in der Folge sogar mehrfach höhere Kosten nach sich ziehen würde. Eine weitere Senkung der Labortarife bei Hausärzten wäre fatal und würde einhergehen mit weiteren geschlossenen Hausarztpraxen, Qualitätseinbussen in der ärztlichen Grundversorgung und auch einer volkswirtschaftlicher Nivellierung die sich in einem allfällig ausgelösten dramatischen Personalabbau bei Medizinischen Praxis-Assistentinnen niederschlagen würde. In der durchschnittlichen Schweizer Arztpraxis, in der klinische Chemie praktiziert wird, würden die Erlöse um 40 % einbrechen. Die Gestehungskosten, u.a. Personal, Wartung, Qualitätssicherung, würden teilweise höher als die möglichen Verrechnungen. Ohne Präsenzlabors nehmen die Konsultation zu, es werden erwiesenermassen mehr Tests durchgeführt, die Antherapierung erfolgt mit Verzögerung und der Patient bleibt demzufolge seinem Arbeitsplatz länger und öfter fern. Ferner sind die unzähligen Blutprobentransporte in die Grosslabors per Auto quer durchs Land ein ökologisch äusserst bedenklicher Nebeneffekt. Eine der bestfunktionierenden medizinischen Grundversorgungen der Welt würde mit einem solchen gefährlichen Eingriff leichtfertig auf's Spiel gesetzt, und der allergrösste Verlierer wäre der Schweizer Patient. ots Originaltext: Polymed Medical Center AG Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Heinrich Jacobi Polymed Medical Center AG Industriestrasse 59 CH-8152 Glattbrugg Tel.: +41/44/828'61'11 Internet: www.polymed.ch

Das könnte Sie auch interessieren: