Gene Signal International SA

Gene Signal leitet klinische Versuche der Phase III im Bereich der Vorbeugung von Abstossreaktionen gegenüber Augenhornhaut-Transplantaten ein

    Lausanne (ots) -

    - Gene Signal International, ein in der Schweiz niedergelassenes
        Biotechnologie-Unternehmen, wird seinen Hauptsitz an den
        Standort der ETH Lausanne verlegen.

    - Gene Signal befasst sich mit diversen Aspekten der
        Neovaskularisierung.

    - Gene Signal arbeitet an einer Reihe neuer Lösungen für
        ophthalmologische Indikationen; in einem Fall beginnen derzeit  
        die Versuche der Phase III.

    - Gene Signal wird seine vorläufigen Ergebnisse bei der
        Jahresversammlung der American Academy of Ophthalmology in      
        Atlanta (USA), der grössten wissenschaftlichen Zusammenkunft in
        diesem Fachgebiet, vorstellen.

    Das in der Schweiz niedergelassene Biotechnologie-Unternehmen Gene Signal leitet derzeit die zulassungsrelevante Versuchsreihe der Phase III für seine fortgeschrittenste augentherapeutische Lösung zur Vorbeugung von Abstossreaktionen gegenüber Hornhaut-Transplantaten, GS-101, ein.

    Jedes Jahr werden weltweit über 40.000 Augenhornhaut-Transplantationen zur Behandlung oder Vorbeugung von Erblindungen durchgeführt. Damit ist dieser Eingriff die häufigste Transplantationsart. Doch die Abstossungsrate beträgt bei Augenhornhaut-Transplantaten derzeit nach fünf Jahren ca. 35 %. Wie bei vielen anderen Transplantationen ist die Anzahl der verfügbaren Spender-Hornhauten beschränkt. Angesichts der langen Wartezeiten (6 Monate bis 2 Jahre) ist ein Misserfolg der Transplantation noch gravierender.

    Eine der Hauptursachen für ein solches Misslingen ist die Immunreaktion des Körpers. Normalerweise ist die Augenhornhaut avaskulär (d.h. vom Blutgefässsystem abgeschlossen), so dass keine Abstossung der Spender-Hornhaut erfolgen kann. Unter bestimmten Umständen werden dort jedoch neue Blutgefässe gebildet (Neovaskularisierung), wodurch eine Immunreaktion gegenüber der Spender-Hornhaut und in der Folge eine Abstossung des Transplantats ausgelöst werden kann.

    Gene Signal arbeitet an neuen Lösungen zur Vermeidung dieses Syndroms, für das gegenwärtig keine Therapie zur Verfügung steht. So zielt der Antisense-Oligonukleotid-Ansatz des Unternehmens darauf ab, die zur Bildung von Blutgefässen in der Hornhaut erforderlichen Verbindungswege zu blockieren. Bei diesem Ansatz wird die Produktion eines für die Bildung und das Wachstum neuer Blutgefässe erforderlichen Proteins mit Hilfe spezifischer, kurzer DNA-Fragmente gezielt blockiert.

    Die mit GS 101-Augentropfen durchgeführten Versuche der Phase II wurden erfolgreich abgeschlossen. Die Ergebnisse belegen einen signifikanten Rückgang der Hornhaut-Neovaskularisierung, während in der Placebo-Gruppe durchgehend ein Anstieg der Anzahl neuer Blutgefässe festgestellt wurde.

    "Diese vorübergehenden Ergebnisse (der Phase II-Versuche) weisen darauf hin, dass GS101-Augentropfen einen wirksamen und sicheren Ansatz zur gezielten Hemmung und Reduktion aktiver Hornhaut-Neovaskularisierung, eines wesentlichen Risikofaktors bei der Augenhornhaut-Transplantation darstellen", erklärte Professor Claus Cursiefen von der Augenklinik der Friedrich-Alexander Universität Erlangen (Deutschland).

    "Im Vergleich zu der Placebo-Gruppe, bei der während der dreimonatigen Versuchsperiode in  100 % der Fälle eine kontinuierliche Progression der kornealen Neovaskularisierung festgestellt wurde, ergab sich bei der optimal behandelten Gruppe in 86 % der Fälle eine Regression und nur bei 14 % eine Progression", fügte er hinzu.

    Prof. Cursiefen wird diese vielversprechenden Ergebnisse anlässlich der grössten augenärztlichen Zusammenkunft, der Jahresversammlung der American Academy of Ophthalmology, die vom 8. bis zum 11. November 2008 in Atlanta (USA) stattfindet, präsentieren.

    Gleichzeitig entwickelt Gene Signal eine Reihe innovativer Antisense- und Pro-sense-Oligonukleotide, Proteine und monoklonaler Antikörper zur Behandlung unterschiedlicher, mit der Angiogenese zusammenhängender Erkrankungen. So evaluiert das Unternehmen derzeit drei neue Arzneimittel für die Ophthalmologie und die Dermatologie, und erkundet das Potenzial von vier Molekülen für Indikationen in den Bereichen der Gefässerkrankungen und Onkologie.

    Über Gene Signal

    Das Biotechnologie-Unternehmen Gene Signal (www.genesignal.com) hat sich auf die Erforschung von Genen spezialisiert, die in der Regulierung der Angiogenese eine Rolle spielen. Das seit 2000 bestehende Unternehmen hat ein herausragendes Team aufgebaut, das auf umfassende Fachkompetenzen in Wissenschaft, Medizin, Rechts- und Geschäftsfragen sowie einen reichen Erfahrungsschatz in der Entwicklung und Vermarktung innovativer Arzneimittel zurückgreifen kann. Die Gene Signal-Technologie zur Angiogenese-Regulierung wird ständig weiterentwickelt. Das Unternehmen verfügt über ein beachtliches Patent-Portfolio und ein solides Programm klinischer und präklinischer Studien. Der Hauptsitz von Gene Signal wird demnächst nach Lausanne (Schweiz) verlagert, während die Forschung in Frankreich und die Produktentwicklung in Kanada angesiedelt sind. Gegenwärtig sucht das Unternehmen nach Lizenzpartnern mit Blick auf die Vermarktung oder gemeinsame Entwicklung seiner therapeutischen Lösungen.

ots Originaltext: Gene Signal International SA
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Kontakt:
GENE SIGNAL
Eric VIAUD
CEO
Gene Signal International SA
Chemin Champ Rond, 53
1010 LAUSANNE
Schweiz
Tel.:        +41/21/804'61'64
Fax:         +41/21/804'61'65
Mobile:    +41/79/774'20'72
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Intermet: www.genesignal.com

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