Theater der Künste

Advent für Fortgeschrittene am Zürcher Theater der Künste

Zürich (ots) - Sterne, Glitzer, Glimmer, Engel und Fassaden-Nikoläuse: Bereits sind die Schaufenster weihnächtlich dekoriert, das Geschäft kommt in Gang. Christbaumkugeln liegen zuvorderst in den Auslagen und im Fernsehen treten singende Kinder auf. Aber ist wirklich alles so perfekt, wie es aussieht? Das Novemberprogramm am Zürcher Theater der Künste sucht den Kontrast zum kuscheligen Kerzenschein. Laute und leise Töne werden angeschlagen, Zartes und Hartes ist zu Sehen. Drei Projekte loten - jedes auf seine eigene Art - die Grenzen zwischen Sein und Schein mit den Mitteln des Theaters aus. - Wegzappen nicht möglich. Mit Franz Xaver Kroetz' TV-MASSAKER (Premiere: Freitag, 14. November) kommt das Fernsehen ins Zürcher Theater der Künste. Mit seiner Inszenierung antwortet Regisseur und Schauspieler Bernhard Meindl auf die (jüngst von Marcel Reich Ranicki diagnostizierte) Verblödungsoffensive der letzten globalen "Supermacht". - Das Undine-Drama DURST.STILLEN.LEBEN von Nanette Waidmann (Premiere: Donnerstag, 20. November) geht dem Betrug bis an die Grenzen des Menschlichen und der Sprache nach. In der eigenen Fassung verbinden sich sprachliche und musikalische Elemente (Cello: Stéphanie Maurer, Flöte: Isabelle Gichtbrock) zu einer Komposition über den Augenblick der Verlassenheit. - Wo bleibt die Moral, fragt Daniel Pfluger in TITUS (Premiere: Samstag, 29. November). Im grausamen Erstlingswerk Shakespeares wird am laufenden vergewaltigt, verstümmelt und geschlachtet. Der erste Snuff-Porno-Splatter der Theatergeschichte wurde immer wieder verboten (vom Vatikan und von den Nationalsozialisten) und gilt zudem als unaufführbar. Wer ist das Opfer, wer der Täter? Der November am Theater der Künste konfrontiert Realitäten von Sprechtheater bis Schlammschlacht, von Wahnsinn bis Wahnwitz, von Gaudi bis Grand-Guignol. Auf der Bühne (und hinter dem Regiepult) stehen junge, kreative Kunstschaffende, die an der Zürcher Hochschule der Künste ein Masterstudium in Regie oder Schauspiel absolvieren. Spezialaktion im November: Die Eintrittskarten sind bei Reservation unter Telefon 043/446'53'66 jeweils für ein zweites Stück nach freier Wahl gütig. ots Originaltext: Theater der Künste Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Mediendienst Theater der Künste: Stefan Schöbi Eventkommunikation ZHdK Tel.: +41/43/446'53'34 E-Mail: stefan.schoebi@zhdk.ch

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