Schweiz. Markenartikelverband Promarca

Markenunternehmen steigern Umsatz auf 13,5 Milliarden Franken

Zürich (ots) - Der Nettoumsatz aller 100 Mitgliedsunternehmen des Schweizerischen Markenartikelverbandes Promarca erreichte im 2010 13,5 Milliarden Franken. Dies gab die Organisation im Rahmen ihrer 82. Mitgliederversammlung am "Tag der Marke" in Zürich bekannt. Sorgenfalten bereitet die hohe Machtkonzentration im Schweizer Detailhandel.

Direktorin Anastasia Li-Treyer wartete mit erfreulichen Nachrichten auf: Sieben namhafte Unternehmen schlossen sich letztes Jahr dem Schweizerischen Markenartikelverband Promarca an, der nun die Interessen von 100 Mitgliedern vertritt. Diese 100 Firmen erwirtschafteten im 2010 einen Nettoerlös von 13,5 Milliarden Franken, beschäftigen 19`000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, führen 1964 aktive Marken, investieren jährlich knapp 1 Milliarde Franken in Marketing & Sales sowie 1% des Umsatzes in Social Sponsoring. Hinzu kommen Aufwendungen für Forschung & Entwicklung, um innovative Produkte auf den Markt zu bringen. "Das zeigt, dass Markenunternehmen für den Wirtschaftsstandort Schweiz enorm wichtig sind", schlussfolgerte Li-Treyer. "Und dass es umso notwendiger ist, faire Spielregeln zwischen Handel und Industrie einzuhalten." Ein Kernproblem für Schweizer Markenunternehmen ist laut der aktuellen Umfrage "Promarca Barometer 2011" nämlich die Konzentration im Schweizer Detailhandel: 64% der CEOs bezeichnen das Duopol Migros und Coop als grösste Herausforderung in ihrem Unternehmensumfeld. Anastasia Li-Treyer erläutert: "Während die zwei Grossverteiler zwischen vielen Markenlieferanten auswählen können, haben Markenartikelhersteller mit Coop nur noch einen flächendeckenden Kanal zur Verfügung. Das schafft eine ungeheure Macht- und Verhandlungsposition."

Eine Antwort auf die Frage "Finanz- und Wirtschaftskrise: Was sollten Unternehmen lernen?" lieferte im öffentlichen Teil der Versammlung der emeritierte HSG-Professor Rolf Dubs: "Gewinn ist eine Grundvoraussetzung für erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit. Allerdings werden Unternehmensstrategien immer stärker auf eine kurzfristige Gewinnmaximierung ausgerichtet, was zu vielen Fehlentwicklungen führt", ist Dubs überzeugt. Dieses Denken sei mitunter ein Grund für den Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise gewesen. "Deshalb gilt es nun, eine nachhaltige, langfristige Gewinnorientierung anzustreben und klare Ziele zu setzen, sei es im ökologischen, sozialen oder unternehmensstrategischen Bereich."

Promarca-Präsident Joe Müller unterstrich, dass es die Markenartikelhersteller sind, die laufend kreative Verbesserungen, zeitgemässe Renovationen und attraktive Innovationen auf den Markt bringen. Dadurch wird ein für den Konsumenten spürbarer Markenmehrwert geschaffen. "Ein gut funktionierender, freier und fairer Wettbewerb ist hierzu Grundbedingung - im Interesse aller Beteiligten", schloss Müller.

Der Schweizerische Markenartikelverband Promarca, gegründet 1929, vertritt die Interessen von 100 Mitgliedsunternehmen im Konsumgüterbereich (Food/Near Food), die einen Nettoumsatz von rund 13,5 Mrd. Franken erzielen und setzt sich für einen gut funktionierenden, freien und fairen Wettbewerb ein. Diese Markenunternehmen beschäftigen über 19'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Schweiz.

Kontakt:

Promarca, Schweizerischer Markenartikelverband
Anastasia Li-Treyer, Direktorin
Patrick Eigenmann, Kommunikation/PR

Presseanfragen schriftlich an: a.li@promarca.ch
Telefonischer Kontakt am 26. Mai: +41/79/949'80'34

www.promarca.ch
www.markenunternehmen.ch


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