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Daten belegen langfristige Reduzierung in der Anfallhäufigkeit bei Einnahme einer täglichen Dosis des Antiepileptikums Zebinix(R)

    S. Mamede Do Coronado, Portugal (ots/PRNewswire) - Am heutigen Tag in Budapest präsentierte Daten lassen erkennen, dass die Zusatzbehandlung mit dem neuartigen, einmal täglich einzunehmenden Antiepileptikum Zebinix(R)* (Eslicarbazepinacetat; ESL) langfristig einen deutlichen und anhaltenden Rückgang in der Häufigkeit von Krampfanfällen bewirkt(1).

    Die Ergebnisse aus einer um ein Jahr verlängerten zentralen Phase-III-Studie von Eslicarbazepinacetat wurden beim Internationalen Epilepsie-Kongress (ICE) in Budapest, Ungarn präsentiert. Dabei zeigten Patienten, deren Symptome nicht durh eines der vorhandenen Antiepileptika kontrolliert werden konnten, nach einer Zusatzbehandlung mit Eslicarbazepinacetat einen durchschnittlichen Rückgang in der Häufigkeit von Krampfanfällen von über 61 % (95 %CI: -68,2 %, -55,5 %)(1). Nahezu 65 % der Patienten wurden als Responder eingestuft, d. h. bei ihnen wurde infolge der Behandlung mit Zebinix(R) eine Reduzierung der Anfallhäufigkeit um mindestens 50 % festgestellt(1).

    "Diese Studienergebnisse unterstreichen erneut die Wirksamkeit und Sicherheit von Zebinix(R) bei der Behandlung von fokalen Krampfanfällen", so Joyce Cramer, wissenschaftliche Forscherin an der Yale University School of Medicine, USA, und Präsident des Epilepsy Therapy Project. "Epilepsie ist eine verheerende Krankheit, die oft nur schwer zu kontrollieren ist. Das nun verfügbare Eslicarbazepinacetat ist als wichtige neue Therapieoption bei der Behandlung von Patienten zu sehen, für die eine bessere Kontrolle ihrer Anfälle von lebenswichtiger Bedeutung ist."

    Epilepsie ist eine der am häufigsten vorkommenden neurologischen Krankheiten, von der einer von 100 Menschen betroffen ist(6). Die Behandlung fokaler Krampfanfälle, der häufigsten Form der Epilepsie, stellt nach wie vor ein grosses Problem dar, und bei bis zu 40 % der Patienten, die unter fokalen Krampfanfällen leiden, können Anfälle mit den derzeit vorhandenen Antiepileptika nicht kontrolliert werden(2).

    Zusätzliche Studien, die beim IEC vorgestellt wurden, verdeutlichen die Wirksamkeit und Sicherheit von Eslicarbazepinacetat bei der Behandlung von fokalen Krampfanfällen noch weiter, und zwar sowohl mit als auch ohne sekundäre Generalisierung(3,4).

    Die aggregierten Daten von mehr als 1.000 Patienten, die an drei zentralen Phase-III-Studien beteiligt waren, lassen erkennen, dass eine Zusatztherapie mit einer einmal täglich verabreichten Dosis Zebinix(R) (800 mg und 1200 mg) bei Patienten, die nicht mit Carbamazepin (CBZ), einem der am häufigsten verwendeten Antiepileptika, behandelt werden, einen effektiven Rückgang in der Häufigkeit fokaler Krampfanfälle bewirkt (p<0,01 bzw. p<0,0001)(3).

    Bei allen durchgeführten klinischen Studien hat Eslicarbazepinacetat ein vorteilhaftes Sicherheitsprofil gezeigt(5). Dieses Ergebnis wurde durch eine aggregierte Analyse bestärkt, die Hinweise darauf lieferte, dass die schwerwiegendsten Nebenwirkungen am häufigsten innerhalb der ersten Behandlungswochen auftreten, während nach sechs Wochen keine relevanten Unterschiede zwischen Eslicarbazepinacetat und einer Placebobehandlung festgestellt werden konnten(4).

    Zebinix(R), das von BIAL erforscht und entwickelt wurde, wurde im April 2009 von der Europäischen Kommission für die Vermarktung als Zusatztherapie in der Behandlung erwachsener Patienten mit fokalen Krampfanfällen (mit oder ohne sekundäre Generalisierung) zugelassen. Gemäss vertraglicher Absprache zwischen BIAL und Eisai Europe Ltd, die im Februar dieses Jahres bekannt gegeben wurde, erhielt Eisai die Alleinlizenz für die Vermarktung, die Verkaufsförderung und den Vertrieb von ESL in Europa**. Eisai und BIAL planen, Zebinix(R) im Jahr 2009 bis ins Jahr 2010 europaweit einzuführen, um für Patienten mit fokalen Krampfanfällen, bei denen die vorhandenen Medikamente keine ausreichende Kontrolle bieten, eine neuartige und effektive Behandlungsmethode bereitzustellen. Die Rechte für den kommerziellen Vertrieb des Produkts auf dem US-amerikanischen und kanadischen Markt wurden Ende 2007 per Lizenzvergabe an Sepracor Inc. erteilt (der vorgeschlagene Name von Eslicarbazepinacetat für die USA und Kanada lautet STEDESA(TM)). Im Juni 2009 gab Sepracor bekannt, dass die US-amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde FDA den für neue Medikamente erforderlichen NDA-Antrag (New Drug Application) für STEDESA(TM) als Zusatztherapie in der Behandlung fokaler Krampfanfälle bei erwachsenen Epileptikern angenommen hat. Der NDA-Antrag wird derzeit formell geprüft.

    Redaktionelle Hinweise

    * Zebinix(R) ist der Handelsname von Eslicarbazepinacetat in der EU.

    ** Europäische Länder

    Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Weissrussland, Bosnien, Kroatien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Island, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Monaco, Niederlande, Norwegen, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien (Produktförderung seit dem Start gemeinsam mit BIAL), Schweden, Schweiz, Türkei, Ukraine, und Grossbritannien.

    Informationen zu Epilepsie, fokalen Krampfanfällen und ihrer Behandlung

    Epilepsie ist eine der am häufigsten vorkommenden neurologischen Krankheiten, von der etwa einer von 100 Menschen betroffen ist(6).

    Epilepsie ist eine chronische neurologische Krankheit, die durch das abnorme Auftreten neuronaler, Krampfanfälle auslösender Aktivitäten gekennzeichnet ist. Diese Aktivitäten kommen klinisch in Form von Krämpfen oder Muskelzucken zum Ausdruck. Je nach Art der Epilepsie sind die Anfälle auf einen Teil des Körpers beschränkt oder sie treten in generalisierter Form auf und beziehen den gesamten Körper ein. Unter Umständen leiden Patienten auch unter ungewöhnlichen Empfindungen oder es treten Veränderungen im Verhalten oder in der Wahrnehmung auf. Epilepsie ist eine Störung, die viele mögliche Ursachen haben kann. Die eigentliche Ursache der Epilepsie ist oft nicht bekannt. Als Auslöser für epileptische Anfälle kommen jedoch grundsätzlich alle Störungen des normalen neuronalen Aktivitätsmusters infrage, wie sie z. B. durch Krankheit, eine Schädigung des Gehirns oder eine anomale Entwicklung des Gehirns bewirkt werden können.

    Bei Epilepsie werden typischerweise Impulse von den Nervenzellen im Gehirn in einer pathologischen Art ausgesendet. Bei fokalen Krampfanfällen treten diese Ausbrüche elektrischer Aktivität anfangs fokal in bestimmten Hirnarealen auf, können sich dann aber im weiteren Verlauf generalisieren. Je nachdem, welcher Bereich des Gehirns betroffen ist, ergeben sich unterschiedliche Symptome. Die Nervenimpulse werden über spannungsgesteuerte Natriumkanäle in der Membran der Nervenzelle ausgelöst.

    Die Behandlung fokaler Krampfanfälle, der häufigsten Form der Epilepsie, stellt nach wie vor ein grosses Problem dar, und bei bis zu 40 % der Patienten, die unter fokalen Krampfanfällen leiden, können Anfälle mit den derzeit vorhandenen Antiepileptika nicht kontrolliert werden(2).

    Des Weiteren treten bei der Behandlung mit existierenden Antiepileptika äusserst häufig unerwünschte Nebenwirkungen wie Benommenheit (Schwindelgefühl ), Somnolenz (Schläfrigkeit) und eine Verlangsamung der kognitiven Fähigkeiten auf. Bis zu 97 % der Patienten können von Beeinträchtigungen dieser Art betroffen sein(7). Deshalb besteht ein Bedarf an neuen Antiepileptika, die effektiv die Anfallshäufigkeit senken können und gleichzeitig ein günstiges Sicherheitsprofil aufweisen.

    Informationen zu Eslicarbazepinacetat

    Eslicarbazepinacetat (ESL) ist ein neuartiger Blocker der spannungsgesteuerten Natriumkanäle, der das schnelle Entladen von Nervenzellen, durch das Anfälle ausgelöst werden, selektiv unterdrücken soll. Die Wirkung des Blockers ist speziell auf den inaktivierten Zustand des Ionenkanals konzentriert, um dessen Rückkehr in den aktiven Zustand zu verhindern und so wiederholte neuronale Entladungen zu reduzieren. Die Wirksamkeit von ESL wurde in drei randomisierten, placebokontrollierten Studien an 1.049 Patienten mit refraktorischen fokalen Krampfanfällen demonstriert. ESL bewirkte ausserdem signifikante Verbesserungen der Lebensqualität in gesundheitsrelevanter Hinsicht (HRQoL), die in einer einjährigen informationsoffenen Folgestudie im Anschluss an die oben genannten drei Studien anhand der QOLIE-31-Skala ermittelt wurden. ESL wird einmal täglich oral verabreicht. ESL kann als Zusatztherapie in Verbindung mit Carbamazepin (eines der am meisten verwendeten therapeutischen Mittel zur Behandlung fokaler Krampfanfälle) oder mit anderen Antiepileptika eingesetzt werden.

    Klinische Daten

    Die Zulassung der EU beruhte auf den Daten aus Phase-II und drei Phase-III-Studien, die als randomisierte, placebokontrollierte, multizentrische Doppelblindstudien mit 1.192 Patienten aus 23 Ländern durchgeführt wurden. Die Patienten wiesen trotz Behandlung mit bis zu drei gleichzeitig gegebenen Antiepileptika in ihrer Vorgeschichte mindestens vier fokale Krampfanfälle pro Monat auf.

    Im Rahmen der Studien erhielten die Patienten randomisiert ESL in unterschiedlichen Dosen oder Placebos und wurden im Anschluss an eine zweiwöchige Titrationsphase über eine zwölfwöchige Erhaltungsphase beobachtet, an die sich eine einjährige informationsoffene Nachuntersuchungsphase anschloss.

    Wirksamkeit

    Während der zwölfwöchigen Erhaltungsphase senkten einmal täglich verabreichte ESL-Dosen von 800 mg und 1200 mg die Anfallshäufigkeit um mehr als ein Drittel und waren damit signifikant wirksamer als Placebos. Dieser signifikante Rückgang der Anfallshäufigkeit blieb während der einjährigen informationsoffenen Behandlungsphase erhalten und war unabhängig von der Therapie zum Zeitpunkt der Studienaufnahme konsistent nachweisbar.

    Verträglichkeit

    Es ergab sich ein günstiges Sicherheitsprofil für ESL. Die Mehrheit der mit der Behandlung in Beziehung stehenden unerwünschten Nebenwirkungen war leichter oder mässiger Art und nach sechs Behandlungswochen konnten hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen keine bedeutenden Unterschiede zwischen mit ESL behandelten Patienten und der Placebo-Gruppe festgestellt werden.

    Lebensqualität und depressive Symptome

    Der Effekt von ESL auf die Lebensqualität wurde mittels der Quality of Life Epilepsy Inventory-31 (QOLIE-31)-Skala ermittelt. Dabei wurden während der informationsoffenen Langzeittherapiephase statistisch und klinisch signifikante Verbesserungen gegenüber der Ausgangssituation zu Studienbeginn festgestellt. So zeigte sich u. a. eine mittlere relative Verbesserung in der Gesamtlebensqualität (p<0,001 - p<0,01 in allen drei Studien) und Verbesserungen in Einzelkategorien der QOLIE-31-Skala, so z. B. in Bezug auf Sorgen über Krampfanfälle, emotionales Wohlbefinden, Energie bzw. Müdigkeit, Wirksamkeit von Medikamenten und soziale Funktionen(8).

    Die Verbesserung der depressiven Symptome wurde ausserdem mit der Montgomery Asberg Depression Rating Scale (MADRS) gemessen. Während der langfristigen, informationsoffenen Therapie demonstrierte ESL statistisch signifikante Verbesserungen gegenüber der Ausgangssituation im MADRS-Gesamtergebnis (p<0,0001) und in Einzelbereichen der MADRS-Skala, so u. a. hinsichtlich pessimistischer Gedanken, Konzentrations­schwierigkeiten, offensichtlicher Schwermut und innerer Anspannung(8).

    Diese Daten wurden beim 28. Internationalen Epilepsie-Kongress, der vom 28. Juni 2009 bis 2. Juli 2009 in Budapest abgehalten wurde, beim 8. Europäischen Kongress für Epileptologie im September 2008 in Berlin und bei der Jahresversammlung der American Epilepsy Society (AES) im Dezember 2008 in Seattle, Washington, USA, vorgetragen.

    Informationen zu BIAL

    BIAL wurde 1924 gegründet und ist eine internationale Pharmagruppe, deren Produkte in mehr als 30 Ländern auf vier Kontinenten erhältlich sind. Die in S. Mamede do Coronado, Portugal, ansässige BIAL-Gruppe ist das grösste portugiesische Pharmaunternehmen.

    BIAL ist der bevorzugte Partner vieler Unternehmen und ist insbesondere auf der iberischen Halbinsel stark vertreten sowie in mehr als 10 lateinamerikanischen Ländern und in ungefähr 20 französisch- oder portugiesischsprachigen Ländern in Afrika.

    BIAL setzt sich engagiert für therapeutische Innovationen ein und investiert jährlich ungefähr 20 % seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Zentrale Forschungsbereiche bei BIAL sind das zentrale Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem und die Allergologie. BIAL ist derzeit um die Entwicklung mehrerer anderer innovativer Programme bemüht, die voraussichtlich in den nächsten Jahren auf dem Markt eingeführt werden können und so zur Stärkung der Position des Unternehmens in ganz Europa beitragen werden.

    Weitere Informationen zu BIAL finden Sie unter http://www.bial.com.

    Literatur:

    1. Elger C, Halász P, Moreira J et al. Long-term add-on treatment of partial epilepsy with eslicarbazepine acetate. Zusammenfassung, vorgestellt auf dem 28. Internationalen Epilepsie-Kongress in Budapest, Ungarn, 28. Juni 2009 - 2. Juli 2009.

    2. Brodie MJ. Management strategies for refractory localization-related seizures. Epilepsia 2001; 42(Suppl 3):27-30.

    3. Halász P, Elger C, Ben-Menachem E et al. Efficacy and safety of eslicarbazepine acetate as add-on treatment to carbamazepine in patients with partial-onset seizures. Zusammenfassung, vorgestellt auf dem 28. Internationalen Epilepsie-Kongress in Budapest, Ungarn, 28. Juni 2009 - 2. Juli 2009.

    4. Gama H, Elger C, Halász P et al. Time of occurence of adverse events in relation to start of treatment with eslicarbazepine acetate as add-on treatment in patients with partial-onset seizures. Zusammenfassung, vorgestellt auf dem 28. Internationalen Epilepsie-Kongress in Budapest, Ungarn, 28. Juni 2009 - 2. Juli 2009.

    5. Elger C, French J, Halasz P. et al. Evaluation of Eslicarbazepine Acetate as Add-On Treatment in Patients with Partial-Onset Seizures: Pooled Analysis of Three Double-Blind Phase III Clinical Studies. Poster, vorgestellt auf dem Kongress der American Epilepsy Society (AES), 5.-9. Dezember 2008, Seattle, WA, USA (Epilepsia, 49(Suppl. 7), 1-498, 2008).

    6. WHO Atlas: Epilepsy Care in the World. WHO 2005

    7. Mei PA, Montenegro MA, Guerreiro MM, Guerreiro CA. Pharmacovigilance in epileptic patients using antiepileptic drugs. Arq Neuropsiquiatr 2006 Jun;64(2A): 198-201. Elektronische Publikation, 9. Juni 2006.

    8. Cramer J, Elger C, Halász P et al. An Evaluation of Quality of Life and Depressive Symptoms During Long-Term Treatment with Eslicarbazepine Acetate: BIA-2093-301 Study.QOL 301. Poster, vorgestellt auf dem Kongress der American Epilepsy Society (AES), 5.-9. Dezember 2009, Seattle, WA, USA (Epilepsia, 49(Suppl. 7), 1-498, 2008).

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