Schloss Bückeburg

Das Haus Schaumburg-Lippe und die Fürstliche Hofkammer Bückeburg halten aus gegebenem Anlass die folgende Richtigstellung für erforderlich

Bückeburg (ots) -

   1. Der deutsche Staatsbürger Waldemar Prinz zu Schaumburg-Lippe (*1940), der seit einigen Monaten unter der Selbstbezeichnung "Waldemar Fürst zu Schaumburg-Lippe-Nachod" auftritt, führt diesen Titel und Namen ohne Berechtigung. 

2. Ein "Fürst Waldemar zu Schaumburg-Lippe-Nachod" existiert ebenso wenig wie ein "Erbprinz Mario-Max zu Schaumburg-Lippe-Nachod".

3. Diese Selbstbezeichnungen entsprechen weder dem geltenden Namensrecht noch den historisch begründeten Konventionen des Hauses Schaumburg-Lippe, die auch vom Deutschen Adelsrechtsausschuss vertreten werden und im "Genealogischen Handbuch des Adels" niedergelegt sind.

4. Das Genealogische Handbuch des Adels (sog. "Gotha", Starcke-Verlag) ist keine beliebige "Privatpublikation", sondern gibt seit Generationen die Auffassung des Deutschen Adelsrechtsausschusses und des Deutschen Adelsarchivs wieder. Wer die Autorität des "Gotha" bestreitet, stellt sich außerhalb der allgemeinen Traditionen und Konventionen des deutschen Adels und Hochadels.

5. Der so genannte "Adelsrechtsausschuss Schaumburg-Lippe" ist eine freie Erfindung aus jüngster Zeit. Der "Ausschuss" ist funktionslos.

6. Die Linie Nachod ist niemals ein eigenständiges Haus gewesen, sondern eine Nebenlinie (Sekundogenitur) des Hauses Schaumburg-Lippe. Die Ortsbezeichnung "Nachod" ist kein Namensbestandteil der Mitglieder dieser Nebenlinie. Der vollständige Nachname lautet stets Prinz bzw. Prinzessin zu Schaumburg-Lippe.

7. Der jeweilige Chef der Linie Nachod hat niemals den Titel "Fürst" geführt. Gegenwärtiger Chef ist Prinz Wilhelm zu Schaumburg-Lippe (*1939), nicht dessen jüngerer Bruder Waldemar.

8. Das Prädikat "Hoheit", das Prinz Waldemar sowie sein Adoptivsohn Mario-Max, geborener Mario-Helmut Wagner (*1977) sich selbst beilegen, ist unkorrekt und eine irreführende Rückübersetzung aus dem Dänischen. Der Letztgenannte gehört dem Haus Schaumburg-Lippe ohnehin nicht an, da er den Familiennamen aufgrund einer Erwachsenenadoption führt. Ein Prädikat kann er deshalb nirgends beanspruchen, auch nicht im Ausland.

9. Eine Standeserhöhung (etwa durch ein regierendes Haus) zugunsten des Prinzen Waldemar ist niemals erfolgt, ebenso wenig wie die Zuweisung eines speziellen Prädikats.

10. Die Rangnummer von Waldemar Prinz zu Schaumburg-Lippe auf der britischen Thronfolgeliste lautet zur Zeit 962. Ihn als "Britischen Thronfolger" zu bezeichnen, ist deshalb unangemessen. Sein Adoptivsohn befindet sich nicht auf der Liste, weil Adoptionen keine Thronfolgerechte begründen. (Vergleiche: http://ots.de/l8sRP )

11. Waldemar Prinz zu Schaumburg-Lippe ist nicht berechtigt, sich selbst durch "eigenständige Proklamation" zum "Chef des Fürstenhauses Schaumburg-Lippe-Nachod" auszurufen. Seine Abstammung verleiht ihm keine besonderen Befugnisse, vor allem nicht zur Begründung eines selbstständigen Hauses. (Vergleiche: http://ots.de/J8re8 )

Weitere Informationen finden Sie auch unter: http://ots.de/8GLOF

Kontakt:

Madeleine Beil, Hallerstraße 76, 20146 Hamburg, madeleine.beil@beilquadrat.de, 040 35072504 


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