Kartause Valsainte (Verein) / Chartreuse de la Valsainte (Association)

Kartause Valsainte im freiburgischen Greyerz: Die Sanierung ist abgeschlossen

Kartause Valsainte im freiburgischen Greyerz: Die Sanierung ist abgeschlossen

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    Cerniat (ots) - Die Sanierung der Kartause Valsainte bei Cerniat im freiburgischen Greyerz ist abgeschlossen. Im Winter 2000 liess der Einsturz eines Teils der Klostermauer den desolaten Zustand der Anlage erkennen. Als 2004 Analysen von Experten zum Schluss kamen, dass die Anlage in ihrer heutigen Ausgestaltung nicht mehr vollumfänglich zu retten sei, beschloss die Mönchsgemeinschaft im Einvernehmen mit dem Bundesamt für Kultur und dem Amt für Kulturgüter des Kantons Freiburg, eine Reihe von 14 Zellen am südlichen Rand des Gebäudekomplexes abzubrechen, um erst anschliessend den Untergrund vollständig zu sanieren und die Kanalisation zu erneuern. Dies wurde nun für Gesamtkosten von leicht über 8 Millionen Franken getan. Am Dienstag wurde in einem Festakt das Ende der Sanierung gefeiert.

    Analysen einer Gruppe von Spezialisten der ETH Lausanne unter Leitung von Prof. Laurent Vuillet in Zusammenarbeit mit Ingenieur Bernard Müller und dem Geologen Serge Anatrà haben 2004 gezeigt, dass sich der Untergrund der Kartause in Besorgnis erregendem Zustand befand. Die Kombination der bergseits anfallenden Gewässer mit einem überalterten, teilweise zusammengebrochenen Kanalisationssystem brachten die darauf ruhenden Gebäude in eine schwierige bis gefährliche Lage. An der Südflanke der Valsainte waren zudem praktisch irreparable Schäden aufgetreten. 14 der insgesamt 36 Zellen waren in derart schlechtem Zustand, dass ihre Restaurierung vor allem auch unter dem finanziellen Aspekt nicht mehr sinnvoll erschien. Diese, seit Jahren unbewohnten Zellen waren anfangs des 20. Jahrhunderts südlich der Anlage errichtet worden. Sie wurden inzwischen abgebaut.

    Danach wurde der betroffene Teil der Klosteranlage so umgestaltet, dass die Kartause als Ganzes ihre natürliche Einheit zurückgewinnt. Der 2003 zwecks Unterstützung der Klostergemeinschaft bei der Sanierung der Anlage und der Beschaffung der dazu nötigen Mittel gegründete Verein für die Erhaltung der Kartause Valsainte hat 2004 beim Architekten Pascal Amphoux ein entsprechendes Projekt in Auftrag gegeben. Dieses wurde im Juli 2005 mit Zustimmung der Gemeinschaft, des Bundesamtes für Kultur und des kantonalen Amtes für Kulturgüter öffentlich ausgeschrieben. Es wurde inzwischen zusammen mit der Sanierung des Untergrundes verwirklicht.

    Die Gesamtkosten überstiegen knapp 8 Millionen Franken. Sowohl der Bund als auch der Kanton Freiburg haben das Projekt begleitet und finanziell unterstützt. Zusammen mit namhaften weiteren öffentlichen und privaten Spenden wurde so seine Verwirklichung finanziell ermöglicht.

    Am Dienstag fand eine Feier zum Abschluss der Sanierung statt. Die Gemeinschaft der Karthäuser empfing dazu Vertreter der Behörden, namentlich Staatsräting Isabelle Chassot und den Direktor des Bundesamtes für Kultur, Jean-Frédéric Jauslin, sowie der Spender und der beteiligten Unternehmen. Der Präsident des Vereins Jean-Luc Moner-Banet dankte allen beteiligten Personen und Institutionen, die zur Sanierung dieses einzigartigen Kulturgutes beigetragen haben und damit der Klostergemeinschaft ermöglichen, die über tausendjährige Geschichte der Karthause Valsainte fort zu schreiben.

ots Originaltext: Verein für die Erhaltung der Kartause Valsainte
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:  
Verein für die Erhaltung der Kartause Valsainte
Jean-Luc Moner-Banet
Tel.:    +41/21/348'13'13
E-Mail: moner-banet@loterie.ch

Edgar Fasel
Tel.:    +41/21/721'02'21
E-Mail: CEF@swissonline.ch



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