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Das "BEYOND 2008 FORUM" über illegalen/schädlichen Gebrauch von Drogen: Die Zivilgesellschaft gibt den am meisten Betroffenen eine Stimme

    Wien/Lausanne (ots) - Nach dreitägiger Diskussion haben gestern die Delegierten von 300 Nichtregierungs-Organisationen (NGO) am "Beyond 2008 Forum" ihr historisches und einzigartiges Zusammentreffen beendigt und über ihren Beitrag zu der Überprüfung der "1998-2008 Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGASS) zu illegalen Drogen" einen erfolgreichen Konsens erzielt. Dieser Konsens, in Form einer Deklaration und dreier Resolutionen zu Papier gebracht, wird nun als globaler Aufruf an NGOs dienen, mit gemeinsamer Stimme zu sprechen. Diese "Deklaration und Resolutionen" unterstreichen, was von NGOs erreicht wurde, zeigen Möglichkeiten, wie Regierungen und NGOs zusammenarbeiten können, und geben gezielte politische Vorschläge.

    Das "Beyond 2008 Forum", eine Initiative des "Vienna NGO Committee on Narcotic Drugs" (VNGOC), in Partnerschaft mit dem "United Nations Office on Drugs and Crime"(UNODC), fand im Wiener Büro der Vereinten Nationen statt und ist der Höhepunkt der Arbeit zweier Jahre, die 13 regionale Vorbereitungstreffen in allen Regionen der Welt umfasste. Die Delegierten brachten die unzähligen Ideen und Vorschläge von diesen Vorbereitungstreffen nach Wien und erarbeiteten eine Reihe zusammenhängender und zukunftsorientierter Vorschläge für die "Drogenkommission der Vereinten Nationen" (CND) und UNODC.

    "Wenn man bedenkt, dass dies das grösste Treffen von NGOs mit unterschiedlichstem Hintergrund im Rahmen von UNODC war, waren die professionelle, verantwortungsbewusste und Konsensorientierte Herangehensweise wirklich erstaunlich", meinte Michel Perron, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des "Beyond 2008 Forum" und CEO des "Canadian Centre of Substance Abuse". "Es ist klar, dass es viele unterschiedliche Wege auf dieser Reise gibt. Aber was nach diesen drei Tagen umso klarer ist, ist die Tatsache, dass wir alle ein gemeinsames Ziel haben. Wir haben hier in Wien fleissig gearbeitet, was eine seriöse Prüfung durch die Drogenkontrollinstanzen der Vereinten Nationen und ihrer Mitgliedsstaaten rechtfertigt."

    Drei Schlüsselthemen haben sich während der Verhandlungen herauskristallisiert:

    - Gemeinsame Verantwortung und Verantwortungsbewusstsein aller. Regierungen aller Ebenen sollten von den Erfahrungen, den Einflussbereichen, dem Professionalismus und des Engagements der NGOs profitieren. In den vergangenen fünf Jahren wurden NGOs zielorientierter, disziplinierter, vernetzter und verbundener in der Frage, wie man an dieses globale Problem herangehen sollte. NGOs sind in besonderer Weise geeignet dazu beizutragen - aber nur, wenn ihre Erfahrungen, ihr Einfluss und Einflussbereich sowie ihr Engagement eingesetzt werden. Dazu erläuterte die Vorsitzende des VNGOC in ihren Eröffnungsworten: "Geld alleine genügt nicht. Regierungen müssen anerkennen, dass die Alltagsarbeit der NGOs ein entscheidender Erfolgsfaktor auf dem Weg ist."

    - Ein Stimme für die am meisten Betroffenen. Dies ist ein Anliegen, das auf menschlicher Ebene berücksichtigt werden muss. Die "Deklaration und Resolutionen" vertreten viele unterschiedliche Stimmen - Individuen, Familien, Gemeinschaften - auf der ganzen Welt. Diese Stimme muss gehört werden, weil sie zu einem fundamentalen Verständnis beiträgt, wie sichtbarer Fortschritt erzielt werden kann, den illegalen/schädlichen Gebrauch von Drogen und dessen ungünstige gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu reduzieren.

    - Das "Beyond 2008 Forum" ruft nach Handlung. Die "Deklaration und Resolutionen" sind erst der Anfang. Sie sind ein Versprechen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer darauf aufzubauen, was in Wien erreicht wurde, wenn sie zu ihrer täglichen Arbeit zurückkehren und mit den Regierungen ihrer Länder verhandeln. Die "Deklaration und Resolutionen" des "Beyond 2008 Forum" stützt sich auf einen klaren Konsens der NGOs. In seinen Abschlussworten bemerkte Michel Perron: "Wenn wir jetzt in unsere Gemeinschaften und zu unseren Verpflichtungen zurückgehen, so lasst uns dies tun in dem Wissen, dass unsere Verpflichtung zu Konsens während der vergangenen drei Tage die Möglichkeit für die Zivilgesellschaft eröffnet hat, hier in Wien mit massgeblicher Stimme aufzutreten."

    Hintergrund:

    Aufbauend auf 13 Vorbereitungstreffen in allen Regionen der Welt stellt "Beyond 2008" ein beispielloses und historisches Engagement von NGOs dar, die sich mit jenen beschäftigen, die am meisten von illegalen Drogen betroffen sind und die deren Meinungen und Vorschläge für eine zukünftige globale Drogenpolitik suchen. Das "Beyond 2008 Forum" repräsentierte die gesammelten Beiträge von mehr als 1000 einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 145 Ländern, die Millionen von Mitgliedern von der ganzen Welt vertreten. Ausgewählte Vertreter kamen in Wien, Österreich, zusammen, um eine Deklaration und drei Resolutionen zu diskutieren. Diese werden die Grundlage vorausblickender Vorschläge sein, die der Drogenkommission der Vereinten Nationen (CND) und dem "United Nations Office on Drugs and Crime" (UNODC) im Rahmen der "1998-2008 UNGASS Überprüfung" vorgelegt werden.

ots Originaltext: ICAA
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Michel Perron
Chair of the Beyond 2008 Steering Committee
E-Mail: mperron@ccsa.ca
Tel.:    +1/613/235'40'48

David Turner
Chair of the Beyond 2008 Programme Committee
E-Mail: dturner@vnogc.org
Tel.:    +39/328/307'10'24



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