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Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Gesundheitsrisiko für Beschäftigte und Heimwerker: Berufsgenossenschaft warnt vor leichtfertigem Umgang mit Epoxidharzen

Berlin (ots)

In der Bauwirtschaft und anderen Branchen werden zunehmend 
Epoxidharze eingesetzt, wegen der guten technischen Eigenschaften des
Baustoffes. Auch Heimwerker greifen zu dem Stoff, meist in Form von 
Klebern. Die Schattenseite: Immer mehr Beschäftigte leiden unter 
allergischen Erkrankungen. Jedes Jahr müssen zahlreiche Arbeitnehmer 
deswegen Ihren Beruf an den Nagel hängen. Die Berufsgenossenschaft 
der Bauwirtschaft (BG BAU) rät dringend zur Vermeidung von 
Epoxidharzen oder zum professionellen Schutz bei der Verarbeitung. 
Zudem können Betriebe im Rahmen einer bundesweiten Aktion der BG BAU 
zusätzliche Beratung vor Ort anfordern.
Die technischen Eigenschaften von Epoxidharzen sind gefragt, zum 
Beispiel für Beschichtungen von Industriefußböden oder Parkhäusern, 
zur Betonsanierung, als Klebstoff für Fliesen oder als 
Korrosionsschutz. Immer mehr Beschäftigte kommen in Kontakt mit dem 
Baustoff. Folge: Die Krankheitsrate der Beschäftigten ist ab Mitte 
der neunziger Jahre steil angestiegen. Allein im Jahr 2006 zahlte die
BG BAU an Betroffene 1,5 Millionen Euro für Renten sowie medizinische
und berufliche Rehabilitation.
Epoxidharze sind bei Männern in der Bauwirtschaft der 
zweithäufigste Auslöser allergischer Hauterkrankungen. Auch 
Heimwerker sind zunehmend betroffen. Die Ri¬siken sind bei vielen 
Anwendern und Betrieben unbekannt: Bestimmte Stoffe in den 
Epoxidharzen, vor allem Bisphenol-Harze, Reaktiv¬verdünner und Amine,
können bereits nach wenigen Tagen schlimme und dauernde Hautallergien
auslösen.
Fakt ist, für viele Arbeiten gibt es keine Alternativen zum 
Einsatz von Epoxidharzen. Doch muss ein direkter Hautkontakt bei der 
Arbeit unbedingt vermieden werden, so die BG BAU. Dazu gibt es 
Verarbeitungsgeräte mit Spritzschutz sowie Schutzanzüge, 
Nitirilhandschuhe und Schutzbrillen. Im Rahmen einer bundesweiten 
Aktion besuchen Fachleute der BG BAU ausgewählte Betriebe. Dort 
informieren sie die Beschäftigten über den Umgang mit 
Epoxidharzprodukten, den Einsatz der richtigen Werkzeuge und die 
notwendigen Schutzmaßnahmen. Hierzu können sich Unternehmen der 
Bauwirtschaft unter  info@bgbau.de informieren.
Wie die BG BAU betont, müssen sich die Beschäftigten schon vor 
Beginn der Arbeit arbeitsmedizinisch untersuchen lassen: Wer für 
Haut- oder Atemswegserkrankungen anfällig ist, sollte den Umgang mit 
dem Baustoff ganz vermeiden. Die Betriebe müssen ihre Arbeitnehmer 
über Gefahren und Schutzmaßnahmen unterweisen.
Darüber hinaus gibt es für einige Arbeitsbereiche Ersatzstoffe. 
Dazu gehört ein weniger gefährliches Produkt zum Verfugen von 
Fliesen. Heimwerker sollten statt Epoxidharzkleber weniger 
gefährliche Klebstoffe verwenden.
Informationen über Epoxidharze im Internet unter www.gisbau.de
Pressekontakt:

Pressekontakt:

Bernd Kulow
Telefon: 030/85781-554
bernd.kulow@bgbau.de

Thomas Lucks
069/4705-824
thomas.lucks@bgbau.de