Schweizerischer Samariterbund (SSB)

Schweizerischer Samariterbund: Im Notfall richtig helfen

    Der Griff zum Handy erfolgt relativ schnell. Ansonsten sind aber die meisten überfordert, wenn es darum geht, rasch Erste Hilfe zu leisten. Dies sind die Ergebnisse eines Testes in Luzern und einer repräsentativen Studie, in Auftrag gegeben vom Schweizerischen Samariterbund.

    Mitten in Luzern täuscht ein Mann einen Herznotfall vor. Er bekundet offensichtlich Mühe zu gehen, greift sich an die Brust. Viele spazieren achtlos vorbei, einige schauen wenigstens hin. Erst als Laienschauspieler Beat Huber sich niederkniet oder hinsetzt bleiben Leute stehen und ein paar beherzte Personen, mehrheitlich junge Menschen, sprechen den vermeintlichen Patienten an. Der Griff zum Handy und zur Alarmierung kommt dann relativ schnell und von mehreren Passanten. Doch in der Hektik fällt manchem auch die Notrufnummer 144 für die Sanität nicht mehr ein.

    Rasche Hilfe ist entscheidend

    Die Helferinnen - meistens waren es Frauen, die den Mut gehabt haben, als erste zum Patienten hinzugehen - tun ihr Möglichstes, um Beat Huber zu beruhigen und die Zeit zu überbrücken, bis hoffentlich die Sanität kommt. Meistens wissen sie aber nicht, was zu tun wäre, wenn sich der Zustand verschlimmern würde und es zu einem Herzstillstand käme, nämlich eine Beurteilung nach dem internationalen ABCD-Schema bzw. eine Herz-Lungen-Wiederbelebung. Sie sind froh, dass Samariterinnen aus dem Kanton Luzern vor Ort sind, die sie unterstützen und schliesslich aufklären, dass es kein Ernstfall ist. Dabei ist das richtige Handeln bis zum Eintreffen der Profiretter bei einem Herzstillstand entscheidend für das Überleben und den Zustand eines Patienten nach einer solch lebensbedrohlichen Situation.

    Jeder Dritte kennt 144 nicht

    Der Test, durchgeführt letzten Freitagnachmittag bei der Kapellbrücke in Luzern, bestätigt Ergebnisse einer erst kürzlich durchgeführten, repräsentativen Studie.

    - Bei einem Herznotfall würde nur gerade rund die Hälfte der
        Personen den Sanitätsnotruf 144 alarmieren.
    - Die Unsicherheit, bei einem Notfall zu helfen, nimmt mit
        zunehmendem Alter tendenziell zu.
    - Wie nach der Alarmierung weiter geht und wie entscheidend das
        richtige Verhalten bei einem Herzstillstand in den ersten paar  
        Minuten, in der Regel noch vor Eintreffen der Sanität ist,    
        wissen die wenigsten.
    - Nur jeder Fünfte würde eine Herzmassage durchführen. Davon haben
        aber auch nur zwei Drittel die Technik auch gelernt.

    Jeder und jede kann helfen

    Erste Hilfe ist lernbar. Das beweisen tagtäglich 32'000 Mitglieder der Samaritervereine bei Sanitätsdienst-Einsätzen in Sport, Freizeit und am Arbeitsplatz. Ebenso bieten die Samaritervereine zertifizierte Ausbildungen und Kurse über das richtige und kompetente Verhalten im Notfall.

    Die Ergebnisse der Studie, Verhaltensschema bei einem Herznotfall und Fotomaterial finden Sie unter: http://www.samariter.ch/de/i/medien.html

ots Originaltext: Schweizerischer Samariterbund (SSB)
Internet: www.presseportal.ch

KONTAKT:
Eugen Kiener
Leiter Kommunikation
Schweiz. Samariterbund
4601 Olten
Tel.:    +41/62/286'02'27
Mobile: +41/79/830'93'79
E-Mail: eugen.kiener@samariter.ch



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