McKinsey & Company

Arbeitgeberwahl: Toptalente setzen auf kollegiale Zusammenarbeit und fachliche Weiterentwicklung

Düsseldorf/München (ots) -

- Querverweis: Das Ranking der 19 Wunschkriterien nach 
  Fachrichtung liegt in der digitalen
  Pressemappe zum Download vor und ist unter
  http://www.presseportal.de/pm/14454/3129210 abrufbar - 

Umfrage von McKinsey und e-fellows.net: Mehr als 90% der High Potentials an den Unis finden den Standort Deutschland attraktiv - Männer und Frauen achten bei Arbeitgebern auf ähnliche Kriterien

Welche Ansprüche stellen Toptalente an ihre zukünftigen Arbeitgeber? Ganz oben auf der Liste landet die "kollegiale Zusammenarbeit", gefolgt von "herausfordernden Aufgaben" und der "fachlichen Weiterentwicklung". Auf Rang vier und fünf folgen eine gute "Balance zwischen Berufs-und Privatleben" sowie "Eigenverantwortung". Als wenig relevant bewerten die Studierenden hingegen Ruf und Erfolg des Arbeitgebers sowie überdurchschnittliche Gehaltssteigerungen und internationale Standorte. Für mehr als 90% der Befragten ist ein Job in Deutschland attraktiv. Dies sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net und der Unternehmensberatung McKinsey & Company. Für die Studie wurden 6.000 Toptalente verschiedenster Fachrichtungen zu ihren Präferenzen bei der Arbeitgeberwahl befragt.

Die zentralen drei Schlüsselkriterien im Wettbewerb um die besten Talente - kollegiale Zusammenarbeit, herausfordernde Aufgaben und die fachliche Weiterentwicklung - schaffen es in allen Fachrichtungen unter die Top 5 von insgesamt 19 abgefragten Indikatoren. Darüber hinaus lassen sich jedoch einige Unterschiede feststellen:

Wirtschaftswissenschaften: 1. Herausfordernde Aufgaben, 2. Kollegiale Zusammenarbeit, 3. Fachliche Weiterentwicklung, 4. Aufstieg zur Führungskraft, 5. Eigenverantwortung

Naturwissenschaften: 1. Herausfordernde Aufgaben, 2. Fachliche Weiterentwicklung, 3. Kollegiale Zusammenarbeit, 4. Innovativer Arbeitgeber, 5. Balance zwischen Berufs-und Privatleben

Ingenieurwissenschaften: 1. Herausfordernde Aufgaben, 2. Kollegiale Zusammenarbeit, 3. Fachliche Weiterentwicklung, 4. Innovativer Arbeitgeber, 5. Balance von Berufs-und Privatleben

Geisteswissenschaften: 1. Kollegiale Zusammenarbeit, 2. Balance zwischen Berufs-und Privatleben, 3. Herausfordernde Aufgaben, 4. Handeln gegenüber Gesellschaft und Umwelt, 5. Fachliche Weiterentwicklung

Medizin: 1. Kollegiale Zusammenarbeit, 2. Fachliche Weiterentwicklung, 3. Sicherer Arbeitsplatz, 4. Herausfordernde Aufgaben, 5. Handeln gegenüber Gesellschaft und Umwelt

Jura: 1. Kollegiale Zusammenarbeit, 2. Balance zwischen Berufs-und Privatleben, 3. Herausfordernde Aufgaben, 4. Fachliche Weiterentwicklung, 5. Sicherer Arbeitsplatz

Im Gegensatz zu allen anderen Fachrichtungen sind für Wirtschaftswissenschaftler der "Aufstieg zur Führungskraft" und die "Eigenverantwortung" (Rang 4 und 5) von großer Bedeutung. Der "Aufstieg zur Führungskraft" wird von 80% aller Wirtschaftswissenschaftler als "wichtig oder sehr wichtig" bewertet. Dieses Kriterium schafft es bei keiner anderen Fachrichtung in die Top 5; selbst unter den Top 10 landet es nur bei den Naturwissenschaftlern. Wirtschaftswissenschaftler geben auch weitaus häufiger als Studierende anderer Fachrichtungen an, dass für sie die Perspektive, international zu arbeiten, von großer Bedeutung ist. "Der Trend hält sich seit Jahren: für 60% der Wirtschaftswissenschaftler ist dieses Kriterium wichtig", erläutert McKinsey-Partner Johannes Elsner die Umfrageergebnisse. "Unternehmen sollten daher internationale Programme zusammenstellen, wenn sie wirtschaftswissenschaftliche Toptalente gewinnen wollen." Studierende aller anderen Fachrichtungen stufen diesen Indikator nicht so relevant ein: Beispielsweise sehen nur 31% der Mediziner dieses Kriterium als wichtig an.

Bei den Naturwissenschaftlern und Ingenieuren sind die ersten fünf Wunschkriterien identisch, lediglich die Reihenfolge zwischen Rang 2 und 3 ist unterschiedlich. Diese beiden Fachrichtungen legen als einzige besonders viel Wert auf einen "innovativen Arbeitgeber". Geisteswissenschaftler und Mediziner achten hingegen besonders auf das "Handeln des Arbeitgebers gegenüber Gesellschaft und Umwelt" (Plätze 4 und 5). Juristen legen, ebenso wie Geisteswissenschaftler, großen Wert auf die Work-Life-Balance. Bei beiden Fachrichtungen landet dieses Kriterium auf Rang 2.

Bei Männern und Frauen sind die Wunschkriterien, die sie an einen Arbeitgeber stellen, recht ähnlich. Beiden Geschlechtern sind "herausfordernde Aufgaben", "kollegiale Zusammenarbeit" und "fachliche Weiterentwicklung" besonders wichtig. Der größte Unterschied in den Top 10 ist beim Indikator "Aufstieg zur Führungskraft" erkennbar. Dieses Kriterium landet bei Männern auf dem 4. Rang, bei Frauen nur auf Platz 11. Frauen legen mehr Wert auf das "Handeln gegenüber Gesellschaft und Umwelt" (Rang 6). Dieser Punkt erreicht bei Männern lediglich Platz 13.

Der Standort ist für alle Befragten von großer Bedeutung

Unabhängig von Fachrichtung und Geschlecht herrscht große Einigkeit über die Attraktivität Deutschlands als Jobstandort: "Deutschland führt im internationalen Vergleich die Beliebtheitsskala an und wird von mehr als 90% der Befragten als attraktiv eingestuft, gefolgt von der Schweiz (67%) und Österreich (57%)", erläutert Michael Hies, Geschäftsführer von e-fellows.net. Weniger als die Hälfte (47%) der Befragten reizt es, im nicht-deutschsprachigen EU-Ausland zu arbeiten. Am ehesten zieht es Studierende dabei nach Großbritannien, Skandinavien, die Benelux-Staaten, Frankreich und Spanien. Im Vergleich der deutschsprachigen Großstädte (ab 500.000 Einwohner) sind vor allem München, Hamburg und Berlin beliebt. Städte unter 100.000 Einwohnern sind für 60% aller Befragten unattraktiv, und ländliche Regionen kommen für 75% der Befragten gar nicht als Arbeitsstandort in Frage. Die Hälfte der Teilnehmer kann sich allerdings gut vorstellen, in der Nähe ihres derzeitigen Studienortes zu arbeiten.

Hintergrund

In der Umfrage "Most Wanted - die Arbeitgeberstudie" äußerten sich mehr als 6.000 e-fellows.net-Stipendiaten aller Fachrichtungen zu ihren Berufswünschen sowie zu den Kriterien für die Wahl ihres Wunscharbeitgebers. Das Karrierenetzwerk e-fellows.net verbindet seit 15 Jahren die besten Studierenden im deutschsprachigen Raum mit renommierten Arbeitgebern und Hochschulen. Mit einem eigenen Online-Stipendium fördert e-fellows.net 32.000 Studierende und Doktoranden aller Fachrichtungen, die zu den besten 10 Prozent ihres Jahrgangs gehören. Seinen Kunden bietet das Karrierenetzwerk maßgeschneiderte Recruiting-Lösungen, die mehr als 180.000 Mitglieder erreichen - vom ambitionierten Abiturienten bis zum erfolgreichen Berufstätigen. e-fellows.net ist ein Tochterunternehmen von McKinsey & Company und der ZEIT Verlagsgruppe.

Über McKinsey

McKinsey & Company ist die in Deutschland und weltweit führende Unternehmensberatung für das Topmanagement. 27 der 30 DAX-Konzerne zählen aktuell zu den Klienten. In Deutschland und Österreich ist McKinsey mit Büros an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart und Wien aktiv, weltweit mit über 100 Büros in mehr als 60 Ländern.

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