Gebäudehülle Schweiz / Enveloppe des édifices Suisse

SVDW: Dachflächen effizienter nutzen - solare Energie vom Dach

SVDW: Dachflächen effizienter nutzen - solare Energie vom Dach
Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen Uzwil (ots) - Die Schweiz verfügt über 400 Millionen m2 Dachfläche. Ein Drittel des nationalen Wärme- und Strombedarfs könnte auf diesen Flächen mit PV- und WW-Anlagen produziert werden. Klimawandel, schwindende fossile Energieträger sowie steigende Brennstoffpreise und Abhängigkeiten vom Ausland fördern die Nutzung solarer Energie. Rund 2/3 der 800'000 Deutschschweizer Hauseigentümer wohnen in Gebäuden, deren Energieverbrauch markant über dem Standard heutiger Neubauten liegt. Energieeffizienz heisst primär weniger Energieverbrauch, weniger Kosten aber auch CO2-neutral produzierte Energie. Zum Ausbaustandard eines effizient betriebenen Gebäudes gehören eine optimal gedämmte Gebäudehülle sowie Photovoltaik- oder Solarthermie-Anlagen (PV- bzw. WW-Anlagen). Gegenwärtig sind landesweit rund 40'000 WW-Anlagen mit total 350'000 m2 Kollektorfläche zur Warmwasserproduktion und 1800 netzverbundene PV-Anlagen zur Stromproduktion installiert. Anforderungen WW- und PV-Anlagen werden entweder auf Dächer aufgeständert oder in das Dach integriert und sind detailliert zu planen. Der sichere Weg zur erfolgreichen Installation führt über kompetente Fachpersonen. Vorab ist zu klären, ob sich ein Objekt eignet. Eine Installation macht wenig Sinn, wenn Gebäude bzw. deren Dachkonstruktionen nicht bereits einen modernen, dämmtechnischen Ausbaustandard (U-Wert * 0,2 W/m2K) aufweisen. Ein Dachaufbau sollte ab dem Zeitpunkt der Anlagen-Installation mindestens 20 Jahre funktionstüchtig bleiben. Bestehende Dächer sind deshalb vorher einer Zustandsprüfung zu unterziehen: - allgemein hinsichtlich Ausbaustandard (Materialien, Dichtheit, Dämmstärke, An- und Abschlüsse) - Steildächer unter anderem bezüglich Eindeckung/Alter, Durchlüftungsraum, Unterdach und Lufdichtigkeit - Flachdächer hinsichtlich Abdichtung/ Wurzelfestigkeit Der Bau von Anlagen wird vorteilhaft im Rahmen eines Gesamtkonzeptes geplant, das Gebäudehülle und Haustechnik (Heizung, Lüftung sowie WW- und PV- Anlagen) als energietechnisch aufeinander abzustimmende Elemente definiert. Bezüglich Objekteignung spielen auch dessen geografische Lage (Sonneneinstrahlung), Dachform und Südausrichtung eine Rolle. Eine Beschattung der Anlagen ist wegen Leistungseinbussen zu vermeiden. Die nachträgliche Installation von Anlagen kann unter Umständen zusätzliches Gewicht bringen. Die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion ist dann zu überprüfen. In Steildächern integrierte Systeme stellen statisch kein Problem dar. Bei Flachdächern ist abzuklären, ob deren Dämmung punktuell höhere Auflasten (Ständeraufbau/ zulässige Druckspannung) erträgt. Bei der Installation von Anlagen sind die Sicherheitsvorschriften der SUVA und die Bauarbeiten-Verordnung einzuhalten. Bewilligungen, Förderbeiträge Bei der Gemeinde ist abzuklären, ob eine Baubewilligung erforderlich ist. Das örtliche EW verlangt für PV-Anlagen ein Gesuch zum Netzanschluss, das durch den Elektroplaner oder -monteur einzureichen ist. Der Bezug von Förderbeiträgen für WW- und PV-Anlagen ist von Kantonen und Gemeinden unterschiedlich geregelt (siehe www.swissolar.ch). Auch Banken unterstützen Energieeffizienz-Massnahmen, z. B. mit Zinsvergünstigungen. Es empfiehlt sich, eine mögliche Unterstützung durch die Bank des Bauherrn abzuklären. Einspeisevergütung, Steuervergünstigung, Anlagekosten Der Bund fördert die Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien durch die "kostendeckende Einspeisevergütung (KEV)", welche für PV- Anlagen ab 1. Januar 2009 gilt. Neu zu installierende Anlagen können vor Baubeginn, ab 1.1.2006 installierte Anlagen können rückwirkend angemeldet werden. (Anmeldung: www.swissgrid.ch). Werden Solaranlagen auf bestehende Gebäude montiert sind Aufwendungen vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Die Kosten für Anlagen variieren - je nach installierter Fläche - für PV-Anlagen von 1'050 bis 1'200 Fr./m2 und für WW-Anlagen ( Solaranlagen für Warmwasseraufbereitung oder Warmwasser und Heizungsunterstützung) von 1'400 bis 2'800 Fr./m2. Kompetente Ansprechpartner Der Schweizerische Verband Dach und Wand (SVDW) engagiert sich seit Jahren im Bereich Solartechnologie. Eine Reihe ausgewiesener SVDW-Solarspezialisten bieten eine umfassende Beratung. Ein Verzeichnis der Solarspezialisten sowie Merkblätter für die Montage von PV- und WW-Solaranlagen auf Steil- und Flachdächern sind unter www.svdw.ch downloadbar. ots Originaltext: SVDW Schweizerische Verband Dach und Wand Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Marianne Heller Leiterin Kommunikation & Marketing Tel.: +41/71/955'70'46 E-Mail: m.heller@svdw.ch
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