JOM Jäschke Operational Media GmbH

Erholung des deutschen Werbemarktes noch nicht in Sicht
JOM Jäschke Operational Media prognostiziert auch für 2010 ein reales Minus von ca. 900 Mio. Euro

    Hamburg (ots) - Erstmals seit Zusammenbruch der New Economy (2000/2001) sinken die Werbeausgaben in Deutschland im laufenden Jahr wieder deutlich. JOM Jäschke Operational Media sagt für den Brutto-Gesamtwerbemarkt 2009 ein Minus von rund 520 Mio. EUR voraus (-2,3%) - bis einschließlich September lagen die Einbußen bei rund 300 Mio. EUR (-1,9%). In diesem Zuge verlor auch der Online-Werbemarkt deutlich an Dynamik, wird das Jahr voraussichtlich aber mit einem Plus von ca. 10% abschließen. Netto, also bereinigt um Preissteigerungen und Rabatte der Medien, dürfte das Minus für den Gesamtmarkt deutlich höher ausfallen. Die Agentur geht diesbezüglich für 2009 von minus 1,8 Mrd. Euro aus, was einem Rückgang von ca. 8% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

    Für das Jahr 2010 prognostiziert JOM Jäschke Operational Media zum jetzigen Zeitpunkt einen stagnierenden Gesamtmarkt, in dem die Ausgaben für klassische Medien leicht sinken und sich wieder der 20-Mrd.-Euro-Grenze nähern. Zuletzt wurde diese Marke im Jahr 2005 unterschritten. Zu erwarten ist eine weiterhin offensive Rabattpolitik der Medien, so dass der Netto-Gesamtmarkt unter dem Strich ein Minus von ca. 900 Mio. Euro oder 4% im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen wird.

    Die Einschätzung erfolgt vor dem Hintergrund einer sich 2010 in Deutschland wieder leicht verbessernden wirtschaftlichen Situation. Das Hamburgische WeltWirtschaftsinstitut (HWWI) geht im Vergleich zum Vorjahr aktuell von einem nahezu konstanten realen Bruttoinlandsprodukt aus. Stabilisierende Kraft wird hierbei der langsam wieder ansteigende Export sein. Die Auswirkungen der Rezession bleiben jedoch weiterhin deutlich spürbar. Zu rechnen ist mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit und in Folge dessen mit einem Rückgang des privaten Konsums um etwa 0,5%. Trotz einer leichten gesamtwirtschaftlichen Erholung bleibt die Situation für den deutschen Werbemarkt damit kritisch. In den privaten Haushalten wird die Rezession 2010 erst richtig ankommen. Von dieser Seite lassen sich folglich keine positiven Impulse ableiten. Auch die Entwicklung der digitalen Medien, allen voran des Internets als Werbekanal, wird 2010 nicht deutlich besser ausfallen als in diesem Jahr. Einzig auf Unternehmensseite dürfte die ganz große Unsicherheit einem leichten Optimismus weichen, was der zuletzt steigende Ifo-Geschäftsklimaindex belegt. Es bleibt abzuwarten, ob sich dies unmittelbar auf das Investitionsverhalten auswirkt. Bislang zurückgehaltene Werbeinvestitionen könnten 2010 in Folge einer höheren Planungssicherheit getätigt werden.


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