LHA Internationale Lebensmittelhandelsagentur Krause AG

euro adhoc: LHA Internationale Lebensmittelhandelsagentur Krause AG / Geschäftsberichte
Zwischenbericht für die Zeit vom 1. Januar bis 30. September 2009

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Quartalsbericht

17.10.2008

Entwicklung der Geschäfte: Der Umsatz belief sich im Berichtszeitraum auf EURO 42,5 Mio. und lag somit im Vergleich zum dritten Quartal des vorigen Geschäftsjahres um EURO 6,6 Mio. (+ 18,4 %) höher. Auch der Planumsatz auf Quartalsbasis von EURO 32,2 Mio. wurde um EURO 10,3 Mio. (+ 31,9 %) überschritten. Der Rohertrag betrug TEURO 1.298 und lag somit um TEURO 588 (+ 82,8 %) über dem Rohertrag des dritten Quartals des Geschäftsjahres 2007 und um TEURO 626 (+ 93,2 %) über dem geplanten Rohertrag für das dritte Quartal 2008. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern von TEURO 772 lag um TEURO 459 (+ 146,7 %) über dem des Vorjahreszeitraums und überschritt das geplante Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das dritte Quartal 2008 um TEURO 462 (+ 149,0 %). Dabei erhöhte sich die Summe aus Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit ./. TEURO 686 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von ./. TEURO 519 um ./. TEURO 167 (+ 32,2 %). Die Planzahl für diese Aufwendungen von ./. TEURO 501 wurde um ./. TEURO 185 (+ 36,9 %) überschritten. Das Finanzergebnis ist mit TEURO 160 positiv und liegt um TEURO 38 (+ 31,2 %) über dem positiven Finanzergebnis des dritten Quartals des vorigen Geschäftsjahres von + TEURO 122 und überschreitet das geplante Finanzergebnis für das dritte Quartal 2008 von TEURO 139 um TEURO 21 (+ 15,1 %). Neben Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens von TEURO 30 konnten Zinserträge von TEURO 130 erzielt werden. Zinsaufwendungen fielen in nur marginalem Umfang an. Das Quartalsergebnis nach Ertragsteuern beläuft sich auf TEURO 545 und überschreitet somit das geplante Ergebnis von TEURO 215 um TEURO 330 (+ 153,5 %). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt das Quartalsergebnis nach Ertragsteuern um TEURO 334 (+ 158,3 %) höher.

Begründung der Geschäftsentwicklung: Zu Beginn des Geschäftsjahres 2008 kam es zu einem starken Angebot an Milchrohstoffen. Die Milchanlieferungsmengen waren weitaus höher als zu Beginn des vorigen Jahres, wobei die Exportmöglichkeiten für Milchrohstoffe durch das Verhältnis eines starken EURO gegenüber einem schwachen Dollar enorm eingeschränkt wurden. Dennoch gelang es, die angebotene Ware in einem relativ großen Volumen am Euromarkt zu platzieren. Zudem spielten bestehende Terminkontrakte eine Rolle. Flankiert wurde diese Entwicklung auf der Nachfrageseite von der Euphorie der Marktteilnehmer, dass sich bereits bei fallenden Preisen für Milchrohstoffe in kurzer Zeit ein Boden bilden würde. Dem war jedoch nicht so, da sich der Preisverfall zunächst stetig fortsetzte. Das zweite Quartal des laufenden Geschäftsjahres war durch einen rasanten Marktverlauf gekennzeichnet, was verschiedene Ursachen hatte. Nach wie vor kam es zu einem Überangebot an Milchrohstoffen und kaum bestehenden Exportmöglichkeiten aufgrund weiterhin extremer Wechselkursverhältnisse. Gleichzeitig war die Nachfrage eher verhalten, da der Absatz im Frischebereich durch das schlechte Wetter beeinträchtigt wurde. Im weiteren Verlauf kam es wiederrum zu einer Belebung der Nachfrage durch den Handel, weil in vielen Produktbereichen die Preise zum 1. Mai 2008 gesenkt wurden, so dass der Konsum an Milchprodukten durch die Endverbraucher entsprechend anzog. Alsdann kam es zu einem deutlichen Preisanstieg, als es zum Lieferboykott der Milcherzeuger kam. Dies führte zunächst zu einer Reihe von Stornierungen bestehender Lieferkontrakte. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, gelang es, verstärkt Milchrohstoffe aus dem innereuropäischen Ausland zu beziehen. Die ausgeprägten Marktungleichgewichte während des ersten Halbjahres des laufenden Geschäftsjahres führten zu einer erfreulichen Geschäftsentwicklung verbunden mit einer Vielzahl von geschäftlichen Transaktionen. Für das dritte Quartal ist festzuhalten, dass sich üblicherweise sowohl die Märkte für Milchrohprodukte als auch die Milcherzeugerpreise im Herbst eines jeden Jahres aufgrund der saisonal geringeren Verfügbarkeit von Rohmilch von Seiten der Nachfrage her festigen. Dies war  jedoch entgegen dem sonst üblichen Trend nicht der Fall, da sich eine deutliche Abschwächung abzeichnete. Die Ursachen hierfür lagen in einer starken Zurückhaltung der Endverbraucher im Konsumbereich aufgrund der sich spürbar verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland sowie global. Ferner nahm die Milchanlieferung an europäische Molkereien zu, da die sukzessive Anhebung der Milchquoten durch die Europäische Union den Milcherzeugern Spielraum bot, die Rohmilchproduktion auszubauen. Dazu kam es zu rückläufigen Exporten von Milchrohstoffen nach Übersee, da die Konkurrenzfähigkeit der Europäer am Weltmarkt nicht gegeben war. So konnten Länder wie die USA und Neuseeland aufgrund ihrer expansiven Milcherzeugung ihre Produkte günstiger anbieten. Daher bauen sich Bestände in allen Produktbereichen, zu denen insbesondere Käse, Milchpulver und Butter zählen, auf, was zur Folge hat, dass die Preise in allen Segmenten und damit auch im Rohstoffbereich deutlich zurückgehen. Dies hat zum Teil so weit geführt, dass die angebotenen Milchrohprodukte am Markt nicht mehr platziert werden können. Daraus resultiert eine starke Verunsicherung der Marktteilnehmer verbunden mit einem schlecht einschätzbaren Marktverlauf, so dass auf der Käuferseite kaum Interesse an Terminkontrakten besteht.

Ausblick: Das erste Halbjahr des neuen Geschäftsjahres war durch eine günstige Konstellation der Marktparameter beeinflusst worden, was sich in einer recht positiven Ertragsentwicklung widerspiegelte. Aufgrund der aktuell negativen wirtschaftlichen Entwicklung ist von einer weiter sinkenden Nachfrage auszugehen, da starke Verunsicherung bei den Endverbrauchern vorherrscht und sich dies negativ auf ihr Kaufverhalten auswirkt. Dies könnte zur Folge haben, dass die Preise für Milchrohprodukte weiterhin auf niedrigem Niveau verharren könnten. Daher werden voraussichtlich die zukünftigen geschäftlichen Transkationen der Gesellschaft eng verbunden sein mit der künftigen Nachfrage, die aufgrund der vorstehenden Ausführungen eingeschränkt sein dürfte.

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