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CIBC World Markets; CIBC; Canadian Imperial Bank of Commerce

Weltweite Ölnachfrage wird Rohölpreise auf 150 US-Dollar treiben: CIBC World Markets

London (ots/PRNewswire)

- Mässiger Anstieg der russischen Produktion wird von
Binnennachfrage verschlungen
Nach einem neuen Energiebericht von CIBC
World Markets sollten Verbraucher sich in naher Zukunft auf einen
Sprung der Ölpreise um 50 Cent einstellen, da es den weltweiten
Ölförderern immer schwerer fallen wird, mit der Nachfrage Schritt zu
halten.
Der Bericht prognostiziert, dass die weltweite Ölförderung
aufgrund der rasant ansteigenden Nachfrage in sich entwickelnden
Wirtschaften in Kombination mit beschleunigter Erschöpfung
bestehender Quellen und weit verbreiteten Verzögerungen bei der
Einrichtung und Inbetriebnahme neuer Ölfelder bis 2012 nicht weniger
als acht Millionen Barrel pro Tag unter den Schätzungen der
Internationalen Energieagentur liegen wird.
"Bei diesen Prognosen werden zwei bedeutende Kräfte übersehen, die
die weltweite Produktion in den letzten Jahren praktisch stagnieren
liessen", so Jeff Rubin, Chefstratege und Chefökonom bei CIBC World
Markets. "Die Erste ist Erschöpfung. Es muss schneller gefördert
werden, damit die Produktion nicht rückläufig wird. Die Erschöpfung
bestehender Felder hat um über vier Prozent zugenommen. Das bedeutet,
dass die Produktion derzeit jedes Jahr um fast vier Millionen Barrel
pro Tag sinkt."
"Die zweite wesentliche Kraft, die die Voraussagen bezüglich der
Ölförderung sprengt, sind die enormen Projektverzögerungen und
massiven Kostenüberschreitungen bei vielen der umfangreichsten neuen
Grossprojekte der Welt. Von Kasachstan bis zu Nigerias Deltaregion
werden langwierige Verzögerungen bei einigen der bedeutendsten
Energie-Grossprojekten der Welt über die nächsten fünf Jahre grossen
Einfluss auf das tatsächliche Wachstum der Förderung haben."
CIBC World Markets untersuchte fast 200 für die nächsten fünf
Jahre geplante neue Ölprojekte und stellte dabei fest, dass die
geplanten Produktionszeitpläne viel zu optimistisch sind.
Projektverzögerungen sind in der Gruppe die Regel, nicht die
Ausnahme.
Ausserdem wurde festgestellt, dass die grosse Abhängigkeit von
zunehmend kostenaufwendigen und technisch anspruchsvollen Feldern wie
dem Kashagan-Projekt in Kasachstan, Russlands Sakhalin II sowie
kanadischen und venezuelanischen Ölsand-Projekten die weltweite
Förderung gegenüber einer scheinbar endlosen Serie von
Projektverzögerungen anfällig gemacht hat.
Rubin ist der Ansicht, dass Verzögerungen in den beiden
letztgenannten Ländern frühere Produktionsvoraussagen für 2012 um
über 700.000 Barrels pro Tag unterschreiten. In manchen Ländern haben
in die Höhe schiessende Entwicklungskosten zu komplizierten und
oftmals angespannten Neuverhandlungen von Lizenzverträgen mit
Gastländern geführt. In manchen Fällen ist es sogar zu temporären
oder unbegrenzten Aussetzungen von Betriebsgenehmigungen gekommen.
"Die Probleme die zurzeit mit der unkonventionellen Ölförderung
assoziiert werden liegen natürlich der weltweit stagnierenden
konventionellen Förderung begründet. Nahezu der gesamte Anstieg der
globalen Ölproduktion kommt aus Tiefwasserfeldern oder Ölsanden,
wobei die konventionelle Produktion mit 67 Millionen Barrel pro Tag
nicht über das Niveau von 2005 hinauskommt."
Zu den Projektverzögerungen tritt noch die weltweit zunehmende
Erschöpfung bestehender Felder hinzu. Die Zahl ist auf über vier
Prozent gestiegen, wodurch jedes Jahr etwa vier Millionen Barrel
weniger pro Tag gefördert werden. Der jüngste Anstieg hängt teilweise
mit der wachsenden Bedeutung von Hochsee- und insbesondere
Tiefwasserfeldern zusammen, die eine doppelt so hohe Erschöpfungsrate
aufweisen wie konventionelle Felder.
"Rasante Erschöpfungsraten sind bereits in der Nordsee und nun im
ausgedehnten Cantarell-Feld in Mexiko erkennbar", so Rubin weiter.
"Seit 2000 sind Hochseefelder die grösste Quelle neuen
Förderwachstums. Da sie im Bezug auf die Gesamtproduktion an
Bedeutung gewinnen, werden auch die Erschöpfungsraten steigen. Selbst
wenn diese über die nächsten fünf Jahre konstant bleibt, müssen wir
fast 20 Millionen Barrel neuen Öls pro Tag produzieren, nur um die
Menge auszugleichen, die in dieser Zeit durch Erschöpfung verloren
geht."
Rubin weist darauf hin, dass diese grösseren Projektverzögerungen
und zunehmend schnelle Erschöpfung ein Anstieg der Fördermenge um nur
etwa drei Millionen Barrel pro Tag bis 2012 zur Folge haben wird.
Dieser Wert liegt weit unter der Prognose der Internationalen
Energieagentur. Wegen der zunehmenden Ölnachfrage in Ländern wie
China, Indien, Russland und den grössten Ölförderstaaten der Welt
selbst, wird die immer weiter auseinander gehende Schere zwischen
Angebot und Nachfrage die Rohölpreise bis 2012 bis auf 150 US-Dollar
für ein Barrel in die Höhe treiben.
"Die steigende Zahl von Autobesitzern in Ländern wie Russland und
China hat die Treibstoffnachfrage in beiden Ländern enorm erhöht", so
Rubin. "Die Nachfrage nach Benzin, einem Schlüsselfaktor für den
Anstieg des Ölverbrauchs, wächst derzeit beispielsweise in beiden
Ländern um über sechs Prozent. Allerdings sind massive
Ölpreissubventionen in OPEC-Staaten, durch die die Ölnachfrage fast
zweistellig gestiegen ist, ein noch bedeutender Faktor."
"Nicht nur, dass nahezu keine Preiselastizität zwischen dem
eigenen Ölverbrauch der OPEC und der Weltölpreise besteht, sondern
paradoxerweise könnte der heimische Ölverbrauch in diesen Ländern bei
steigenden Rohölpreisen sogar ansteigen, da höhere Rohölpreise die
Einkommen erhöhen, wodurch wiederum die Nachfrage nach massiv
subventioniertem heimischem Benzin steigt."
Dieser ungebremste Anstieg bei der Nachfrage in den meisten
Ölförderstaaten hat zur Folge, dass diese nicht in der Lage sein
werden, die steigende Nachfrage in den Entwicklungsländern zu
stillen. Obgleich die russische Produktion über die nächsten fünf
Jahre voraussichtlich etwas ansteigt, wird die gesamte
Produktionszunahme durch die Inlandsnachfrage aufgebraucht. Da die
Rohölnachfrage in Ländern wie China und Indien weit mehr
einkommenselastisch als preiselastisch ist, werden diese Länder die
OECD-Märkte für das zunehmend knapper werdende globale Angebot
überbieten.
Die OECD, heute der grösste Ölmarkt weltweit, ist wesentlich
preisempfindlicher. Daher wird der Ölverbrauch, der in den letzten
zwei Jahren bereits gesunken ist, in den nächsten fünf Jahren als
Reaktion auf die konstant steigenden Preise um fast 10 Prozent bzw.
vier Millionen Barrel pro Tag abnehmen.
Der vollständige Bericht von CIBC World Markets ist verfügbar
unter:
http://research.cibcwm.com/economic_public/download/occtrept65pdf.
CIBC World Markets ist der Gross- und Firmenkundenzweig von CIBC
und bietet Kunden in den Schlüsselfinanzmärkten in Nordamerika und
der ganzen Welt eine Reihe kombinierter Kredit- und
Kapitalmarktprodukte sowie Anlage- und Remboursgeschäfte an. Unser
Angebot umfasst innovative Kapitallösungen und Beratungskompetenz für
eine Vielzahl von Branchen sowie hochwertige Recherche für unsere
Kunden, wie Unternehmen, Regierungen und Institutionen.

Pressekontakt:

Für weitere Informationen: Jeff Rubin, Chefstratege und Chefökonom,
CIBC World Markets unter +1-416-594-7357, jeff.rubin@cib.ca; oder
Kevin Dove, Kommunikationsbereich und Kommunikations- und
Öffentlichkeitsarbeit unter +1-416-980-8835, kevin.dove@cibc.ca