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Bündnis Entwicklung Hilft

Hunderttausende haben bei Unwettern in Mittelamerika und der Karibik alles verloren - Bündnis "Entwicklung hilft" ruft zu Spenden auf

Aachen (ots)

Hunderttausende Menschen in Mittelamerika und der
Karibik leiden unter den Folgen des Tropensturms "Noel" und den 
seither anhaltenden sintflutartigen Regenfällen. Das Bündnis 
"Entwicklung hilft" ist mit seinen Partnern in mehreren Ländern aktiv
und ruft zu Spenden auf, um die Not zu lindern. "In vielen Gegenden 
wird es noch Monate dauern, bis das Wasser abgelaufen ist und Schäden
an Häusern und Infrastruktur behoben sein werden", erklärte 
Vorstandsmitglied Yvonne Ayoub von "Brot für die Welt" am Donnerstag 
in Aachen. Die eigentliche Arbeit beginne nach der unmittelbaren 
Nothilfe. Da die Menschen alles verloren hätten und vor allem die 
Ernte vernichtet sei, müsse die Hilfe auch in den nächsten Wochen und
Monaten weitergehen.
Das Bündnis ist ein Zusammenschluss von "Brot für die Welt", 
Deutscher Welthungerhilfe, medico international, MISEREOR und terre 
des hommes.
Allein in Mexiko sind in den Bundesstaaten Tabasco und Chiapas 
eine Million Menschen durch die Überflutungen obdachlos geworden. Es 
ist zu erwarten, dass Seuchen ausbrechen werden, wie schon in 
Nicaragua, wo es seit fast zwei Monaten regnet. MISEREOR hat deshalb 
40.000 Euro für Nahrung und Medikamente in Mexiko bereitgestellt. 
Medico international leistet medizinische Nothilfe in beiden 
Bundesstaaten. Medicos Partner vor Ort, SADEC Palenque, weist auf die
ökologischen und politischen Hintergründe der Katastrophe hin. 
Gigantische Mangrovenwälder entlang der Flüsse wurden abgeholzt, um 
rentable Immobilien bauen zu können. Korruption ist dort die Regel, 
nicht die Ausnahme.
Auch in der Dominikanischen Republik haben schätzungsweise 75.000 
Menschen ihr Heim verloren. Dort wird, wenn der Regen aufhört, mit 
einer Mückenplage - und somit der Gefahr von Malaria - gerechnet. Die
Deutsche Welthungerhilfe stellt deshalb vor allem Mückennetze zur 
Verfügung, um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen. In den am 
schlimmsten betroffenen Orten wie Villa Fundación in der Provinz 
Peravia werden die Opfer mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser 
versorgt. 80 Prozent des Landes stehen nach 14tägigen Regenfällen 
unter Wasser. MISEREOR unterstützt die Opfer der Unwetter mit 18.000 
Euro.
Ayoub betonte: "Wir sagen Naturkatastrophen und vergessen dabei, 
dass erst das Leid der Menschen die Katastrophe ausmacht. Eine 
Katastrophe ist nicht natürlich, sondern wird zu einer, weil die 
Menschen arm sind und sich nicht schützen können." Die 
Bündnis-Organisationen und ihre Partner setzten daher neben der 
Nothilfe immer auch auf nachhaltige Entwicklung.
Das Bündnis "Entwicklung hilft" bittet die deutsche Bevölkerung um
   Spenden auf das
Spendenkonto 51 51 
   Bank für Sozialwirtschaft    
   BLZ 370 205 00    Stichwort "Mittelamerika"    
   Online-Spenden: http://www.entwicklung-hilft.de/spenden.html
Pressekontakt:

Pressekontakt:

Kerstin Reisdorf
0228/9096623
presse@entwicklung-hilft.de
www.entwicklung-hilft.de