Aerztegesellschaft des Kantons Bern

Eidgenössische Abstimmung vom 1. Juni 2008: Die Ärzte-Gesellschaft des Kantons Bern sagt klar NEIN zum Kassendiktat

Bern (ots) - Bei Annahme des Verfassungsartikels "Für Qualität und Wirtschaftlichkeit in der Krankenversicherung" am kommenden 1. Juni droht eine Einschränkung der freien Arztwahl und damit eine Benachteiligung kostenintensiver Patienten. Die Delegiertenversammlung der Ärztegesellschaft des Kantons Bern hat deshalb zu dieser Vorlage einstimmig die Nein-Parole beschlossen - dies mit 44 zu 0 Stimmen ohne Enthaltungen. Mit dieser deutlichen Ablehnung des drohenden Kassendiktats setzt die Berner Ärzteschaft für die Abstimmung vom 1. Juni ein klares Zeichen. Der Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Bern, Dr. med. Jürg Schlup, warnt vor einer Bevormundung der Prämienzahler durch die Krankenkassen: "Bei Annahme des Verfassungsartikels droht Risikoselektion. Chronisch Kranke könnten nicht mehr sicher sein, die bestmögliche Behandlung zu erhalten. Schuldgefühle entstehen, wenn Ärztinnen und Ärzte ihren Patienten unter Kostendruck Therapien vorenthalten müssen, wollen sie nicht ihren Kassenvertrag riskieren." Die Ärztegesellschaft des Kantons Bern bietet Hand zu allen sinnvollen Reformen im Gesundheitswesen. Sie wehrt sich aber gegen eine Vorlage, die einzig aufgrund des Lobbyings der Kassenvertreter im Parlament zur Abstimmung kommt. ots Originaltext: Ärztegesellschaft des Kantons Bern Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Felix Adank Presse- und Informationsdienst der Ärztegesellschaft des Kantons Bern Tel.: +41/31/310'20'99 Dr. med. Jürg Schlup Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Bern Tel.: +41/31/911'18'66

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