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Charlotte Knobloch fordert ein Verbot der NPD

Essen (ots) - Die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde in München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, tritt vehement für ein Verbot der NPD ein. "Ich fordere das seit Jahren. Es ist wichtig, dass sie von der Bildfläche verschwindet", sagte die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland dem online-Portal der Essener WAZ-Mediengruppe "Der Westen".

Die jüngsten Enthüllungen über die Verbrechen der Rechts-Terrorismus offenbarten, wie gravierend die Fehleinschätzungen der Behörden waren. "Ja, ein Verbot wäre auch ein Signal, das zeigt, dass der Rechtsstaat funktioniert. Die NPD ist von verfassungsfeindlichen Extremisten unterwandert, sie dient ihnen als Plattform. Das Verbot wäre nicht zuletzt auch ein wichtiges Signal für das Ausland", erklärte die renommierteste Vertreterin des Judentums in Deutschland.

Ein Verbot würde die Probleme, die mit dem Rechts-Extremismus verbunden sind, zwar nicht lösen, das räumte auch Charlotte Knobloch ein. "Es würde die braunen Kameradschaften nicht von der Bildfläche verschwinden lassen", sagte sie. " Aber es würde die öffentlichen finanziellen Zahlungen beenden. Und die rechten Extremisten hätten dann ihren Rückhalt in einer vermeintlich legalen Partei verloren."

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