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Bildung und Lernen. Kommentar von Angelika Wölk

Essen (ots) - Schon wieder eine Bildungs-Studie. Schon wieder schneidet das Ruhrgebiet schlecht ab. Da kann die Kulturhauptstadt noch so glänzende Akzente gesetzt haben, das lässt manchen Glanz ermatten.

Doch gemach: Die Studie verrät nicht wirklich viel Neues. Es wäre auch eine Sensation. Und sie sagt überhaupt nichts über die Bedingungen, die in einzelnen Regionen und Bundesländern herrschen.

Sie verschweigt etwa, dass in den meisten Schulen des Ruhrgebiets viele Kinder mit Migrationshintergrund unterrichtet werden. Sie haben es bekanntlich schwerer, gute Noten zu bekommen. Und das liegt vor allem daran, dass wir viel zu spät erkannt haben, dass sie - aber nicht nur sie - eine besondere Förderung brauchen. Und viel ist bereits auf den Weg gebracht. Bis sich Erfolge niederschlagen, braucht es aber Geduld und noch mehr Einsatz, auch finanziellen.

Das Verdienst dieser Studie aber liegt in einem ganz anderen Punkt: Sie zeigt, dass Bildung weitaus mehr ist als Lernen in der Schule. Auch Kinder, die im Chor singen, lernen; wer sich bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, kann neue Erkenntnisse gewinnen. Das sollte viel mehr "Schule machen".

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