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Signal zum Abzug. Kommentar von Miguel Sanches

Essen (ots) - Das nennt man neudeutsch wohl "Erwartungsmanagement". Erst hat Thomas de Maizière die Erwartungen gedämpft. Nun legt der Verteidigungsminister einen Abzugsplan vor, der auch die Opposition positiv überrascht.

Er ist substanziell und entspricht der Linie der SPD. Ihr Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat sich gestern zwar nicht festgelegt. Vielleicht sucht der Mann nach einem Haken. Wenn de Maizière binnen eines Jahres 1000 der 5300 Soldaten abzieht, sollte die SPD auch der Verlängerung des Afghanistan-Mandats für 2012 zustimmen. De Maizière erfüllt ebenso eine Forderung der FDP. Denn gerade Außenminister Guido Westerwelle hatte stets darauf gepocht, bis Jahresende einen Plan festzulegen und beherzt abzuziehen. Es ist das richtige Signal zur internationalen Afghanistan-Konferenz, die Anfang Dezember ansteht. Die Afghanen sollen ihre eigene Sicherheit garantieren.

De Maizière erfüllt auch einen Wunsch der Bevölkerung. Nach zehn Jahren am Hindukusch erwarten die Deutschen ein Ende des Abenteuers der Bundeswehr. Damit wird auch ein potenzielles Streitthema aus dem Wahlkampf ausgeklammert.

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