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Grenzen setzen. Kommentar von Daniel Freudenreich

Essen (ots) - Es ist ja gut gemeint, wenn die Drogenbeauftragte Dyckmans strengere Altersbeschränkungen bei suchtgefährdenden PC-Spielen will. Damit wird sie aber die Computer- und Internetabhängigkeit kaum bekämpfen können. Wer ein PC- oder Onlinerollenspiel möchte, der bekommt es notfalls über ältere Freunde. Der einzig - halbwegs erfolgversprechende - Weg im Kampf gegen die Onlinesucht besteht in mehr Information und Prävention, für Eltern und Kinder gleichermaßen. Deshalb hat Dyckmans recht, wenn sie hier die Angebote stärken will.

So müssen viele Eltern erst einmal erkennen lernen, wann die Tochter oder der Sohn ungesund oft online ist. Hier sind die ersten Suchtanzeichen eben weniger offensichtlich als sie es bei übermäßigem Alkoholkonsum sind.

Am Ende müssen die Jugendlichen den verantwortungsbewussten Umgang mit PC-, Online-Rollenspielen oder sozialen Netzwerken wie Facebook lernen. Schulen und Eltern sind hier gleichermaßen gefordert, auf die Gefahren hinzuweisen. Ein vergleichsweise einfacher, aber erster Schritt wäre, ein klares tägliches Zeitlimit für die Kids am PC und damit im Internet festzulegen.

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