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Hilfe in der Heimat. Kommentar von Dietmar Seher

Essen (ots) - Dortmund ist überall. So haben Experten gewarnt, als dort die Nordstadt "kippte", Gewalt und Prostitution einhergingen mit der Verwahrlosung ganzer Blocks. Die Spur führte nach Bulgarien, dem Herkunftsland des Milieus.

Die Zahlen des Bundeskriminalamtes lassen erkennen, dass die Prognose richtig war. In ganz NRW steigt, anders als im übrigen Bundesgebiet, die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Menschenhandels steil an. Das widerlegt Aussagen, bei Zuhältern wie Prostituierten handele es sich um legale Gewerbetreibende, die nur das Recht auf Freizügigkeit in der EU nutzten. Das Bundeskriminalamt erkennt "Ausbeutungsstrukturen", psychischen Druck auf die Frauen und physische Gewalt gegen sie. Wir haben es mit Opfern und ihren Menschenschindern und insgesamt mit Straftaten zu tun.

Das BKA verlangt mehr Polizei im Milieu und eine professionelle Opferbetreuung - auch um das Schweigen zu brechen, das Täter und Opfer eint. Ein Drittes ist nötig: Die Zusammenarbeit mit Behörden in Südosteuropa, um die Versklavung der Frauen schon in der Heimat aufzuhalten. Die Busse nach Dortmund sollten gar nicht erst rollen.

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