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Intelligente Vernetzung - Kommentar von Christopher Shepherd

Essen (ots) - Wer die Energiewende will, darf sich nicht nur die Frage stellen, wie schnell die heimischen Kernkraftwerke abgeschaltet werden müssen. Sondern auch, wie die Energie künftig transportiert wird, die den Atomstrom ersetzen soll.

Das Problem dabei: Die deutschen Übertragungsnetze sind veraltet und müssen dringend modernisiert werden. Daher sind die Überlegungen der Netzbetreiber zu begrüßen, neue Hochspannungstrassen zu bauen. Diese sind nötig, um immer mehr Windstrom aus dem Norden der Republik nach Bayern oder Kohle-Strom aus NRW nach Baden-Württemberg zu bringen.

Jedoch sollte mit den nun angedachten Ferntrassen nicht Schluss ein. Sie müssen auch an ausländische Netze angebunden werden. Denn eine zuverlässige Energieversorgung ist eine europäische Frage.

Schließlich beliefern sich die Staaten auch gegenseitig mit Strom. Die Frage wird zudem sein, ob die Bürger gegen die neuen Stromautobahnen auf die Barrikaden gehen und diese zum Scheitern bringen. Klar hat niemand gerne Hochspannungsmasten hinter dem Haus stehen. Aber irgendwann und irgendwo müssen sie gebaut werden.

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