International Aluminium Institute

Verstärkter Einsatz von Aluminium wird Treibhausgasemissionen wegen Transport weltweit reduzieren, bestätigt neue Studie

Dalian, China (ots/PRNewswire) - Die Welt-Aluminiumindustrie berichtete heute, dass der Einsatz von Automobil-Aluminium für 2006 hergestellte Personenkraftwagen zu potentiellen, weltweiten Einsparungen von etwa 140 Mio. Tonnen CO2-äquivalenten Treibhausgas (GHG) Emissionen und zu Energieeinsparungen entsprechend etwa 60 Mrd. Litern Rohöl über den Lebenszyklus dieser Fahrzeuge führen wird. "Die GHG Reduktionen und Treibstoffeinsparungen sind das Ergebnis von Gewichtssenkungen, erzielt durch den Einsatz von Aluminium durch die Autohersteller in der ganzen Welt", sagte Robert Chase, Secretary General des International Aluminium Institute (IAI). Diese Zahlen über Energieeinsparungen und Emissionsreduktion gingen hervor aus einer Präsentation von Marlen Bertram, IAI Research Associate, anlässlich der 2007 China Aluminium & Transportation Conference in Dalian, China, mit dem Titel: "Verbesserung der Nachhaltigkeit im Transportbereich durch Gewichtsreduktion und die Anwendung von Aluminium". Als Teil ihrer Präsentation überprüfte sie die Ergebnisse einer Studie des Institute for Energy and Environmental Research (IFEU) in Heidelberg, Deutschland, die zum Schluss kam, dass eine Gewichtsreduktion der weltweiten Transportflotte - Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, Schienenfahrzeuge, Luft- und Seefahrzeuge - das Potential zu einer Senkung der GHG Emissionen um 660 Mio. t jährlich hat, oder fast 9% der weltweiten, transportbezogenen GHG-Emissionen. Frau Bertram präsentierte mehrere Fallstudien, die die Kapazität von Aluminium zeigten, das Gewicht bei realen Fahrzeugapplikationen zu senken. "Unsere Ergebnisse basieren auf Daten der IFEU Studie und einem Lebenszyklus-Modell entwickelt von der Aluminiumindustrie. Dieses Modell berücksichtigt alle Treibhausgase, die während der Aluminiumproduktion, dem Fahrzeugeinsatz und der Verarbeitung am Ende der Lebensdauer emittiert werden. Es ist auch massgeschneidert für komponentenspezifische Applikationen von Pkws. "Unsere gesamten Analysen basieren auf öffentlich zugänglichen Informationen hinsichtlich Gewichtsreduktion durch Aluminiumeinsatz. Unser Modell beruht auf den Prinzipien der Lebenszyklusbewertung nach der Norm ISO 14044", fügte sie hinzu. Die aktuelle IAI Studie ist verfügbar auf der IAI Webseite: www.world-aluminium.org. Die Studie verglich auch Aluminium mit hochfesten Stahlarten bei zwei Applikationen: eine Stossstange von zwei ähnlichen Autos erzeugt in Europa (eine aus hochfestem Stahl und die andere aus Aluminium) und eine Motorhaube einer in den USA hergestellten Familienlimousine. Bei beiden Applikationen erzielte Aluminium signifikante Energie- und Emissionseinsparungen. Die Alu-Stossstange sparte 2,6 kg (Kilogramm) gegenüber der hochfesten Stahl-Stossstange. Über eine Fahrleistung dieser kompakten Fahrzeuge von 200.000 km (Kilometer) reduziert die Alu-Stossstange die GHG Emissionen um 15 kg pro kg Alu oder 48 kg für die Stossstange. Die Alu-Motorhaube der in den USA hergestellten Familienlimousine ergab eine 42%ige, direkte Gewichtsreduktion gegenüber hochfestem Stahl. Über eine Fahrleistung dieses Fahrzeuges von 200.000 km wird diese Motorhaube CO2-äquivalente Emissionen um 131 kg senken. Die alleinige Einführung einer Alu-Stossstange oder einer Motorhaube bringt wenig oder kein Potential für indirekte oder sekundäre Gewichtseinsparungen, wogegen eine Kombination mehrerer ersetzter Teile oder eine Karosserie komplett aus Aluminium sekundäre Gewichtseinsparungen in der Grössenordnung von 50% und mehr ermöglichen. Wenn zum Beispiel die sekundären Gewichtseinsparungen der Stossstange und Motorhaube in das Modell einbezogen werden, so steigen die CO2-äquivalenten Emissionseinsparungen auf 61 bzw. 161 kg. Die Studie der Aluminiumindustrie zeigte auch, dass jede Tonne des Leichtmetalls, die Eisen im Motorblock ersetzt, das Potential hat, das Energieäquivalent von 8.000 l Rohöl über seinen Lebenszyklus einzusparen. Laut einer Studie von Ducker Worldwide aus dem Jahr 2006 wurden 45 kg Aluminium in Form von Motorblocks in jedes Auto und jeden Klein-LkW integriert, was zu Energieeinsparungen entsprechend 375 l Rohöl pro Fahrzeug nur für diese Applikation führte. "Diese Daten unterstreichen die Schlüsselrolle, die Aluminium bei der Reduktion von GHG Emissionen auf Grund des Transports spielen kann. Sie untermauern auch die 15 Ziele des weltweiten Nachhaltigkeitsprogramms der Branche, Aluminium für zukünftige Generationen", schloss Herr Chase von der IAI. Der gesamte Bericht greift auch das Thema der Fahrzeuggrösse und des Gewichts als wichtige Elemente für den nachhaltigen Transport auf. In ihm werden die Ergebnisse einer früheren Studie, die vom Dynamic Research Institute (DRI) durchgeführt wurde und in der die Grösse und das Gewicht Schlüsselvariablen bei 500 "virtuellen" Kollisionen sind, präsentiert. Die Studie ergab, dass sowohl das Fahrzeuggewicht, als auch dessen Grösse Schlüsselelemente bei der Produktion von Personenkraftwagen sind, die die Aufprallenergie senken, um Leben zu retten. Die Studie zeigte, dass die Aufrechterhaltung der Fahrzeuggrösse bei gleichzeitiger Reduktion seines Gewichtes die Energie herabsetzt, die es bei einem Aufprall absorbieren muss und dass es bei einer Kollision mit anderen Fahrzeugen weniger Schaden verursacht. Die Studie zeigt auch, dass, wenn leichtgewichtige Strukturmaterialien wie Aluminium verwendet werden, um die Knautschzonen eines Fahrzeuges sogar um mehrere Zentimeter zu verstärken, signifikante Verbesserungen bei der Sicherheit ohne Erhöhung des Fahrzeuggewichtes erzielt werden können. Wir sind umgeben von Aluminium. Es ist leicht und stark, korrosionsbeständig und dauerhaft, verformbar und hoch leitfähig, es hat einen natürlichen Glanz und ist rezyklierbar. Aluminium liefert intelligente Lösungen für gegenwärtige und zukünftige Generationen. Die European Aluminium Association, gegründet 1981, repräsentiert die europäische Aluminiumindustrie von Aluminiumoxid und Primärproduktion über Halbfertig- und Endverbraucherprodukte, bis hin zum Recycling. Die europäische Aluminiumindustrie beschäftigt etwa 236.000 Mitarbeiter. Die IAI ist das weltweite Forum der Aluminiumhersteller, das sich der Entwicklung und dem breiteren Einsatz von Aluminium als wettbewerbsfähiges und einzigartig wertvolles Material widmet. Die IAI unterstützt mit all ihren Aktivitäten das Konzept, wonach Aluminium ein Material ist, das sich eignet, um den Lebensstandard auf der Welt zu erhöhen und weltweit bessere und nachhaltigere Umweltbedingungen zu entwickeln. Die IAI widerspiegelt den Wunsch der Aluminiumindustrie, ein breiteres Verständnis ihrer Aktivitäten und ihrer Verantwortung bei einem Ansatz zu Fragen des Umweltschutzes, der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz zu fördern. Die Aluminum Association, mit Sitz in Arlington, Virginia, und Niederlassungen in Detroit, Michigan, repräsentiert Primärhersteller von Aluminium in den USA und im Ausland, Aluminium-Recyclingunternehmen und Hersteller von Halbfertigprodukten, sowie Zulieferer der Industrie. Die Mitgliedsunternehmen betreiben nahezu 200 Fabriken in Nordamerika und viele sind weltweit geschäftlich aktiv. Webseite: http://www.world-aluminium.org ots Originaltext: International Aluminium Institute Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch Pressekontakt: John Fitzpatrick, The Aluminum Association, +1-202-289-2001 (Büro), jfitzpatrick@stratacomm.net; Stephen Weller, European Aluminium Association, +32-2-775-63-45 (Büro), weller@eaa.be; oder Robert Chase, International Aluminium Institute, +44-(0)-20-7930-0528 (Büro), chase@world-aluminium.org

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