Lotterie- und Wettkommission (Comlot)

Comlot: Jahresbericht 2012

Bern (ots) - Die interkantonale Lotterie- und Wettkommission (Comlot) blickt in ihrem Jahresbericht auf ein ereignisreiches und arbeitsintensives Jahr zurück. Sie hat insgesamt 71 neue Spiele bewilligt und in 42 Fällen wegen illegaler Lotterie- oder Wettspiele Strafanzeige erstattet. Der dynamische Markt stellt hohe Anforderungen an die Aufsichtsbehörde für Lotterie- und Wettspiele; die neuen technologischen Möglichkeiten bieten aber auch Chancen für eine verbesserte Spielsuchtprävention.

Im Jahr 2012 bewilligte die Comlot der Loterie Romande (LoRo) 43 und der Swisslos 28 Spiele. Unter anderem wurden die Lotteriespiele Swiss Lotto und Joker, welche von der LoRo und der Swisslos gemeinsam angeboten werden, neu bewilligt. Sollen die Spielangebote der Lotteriegesellschaften mit der Konkurrenz Schritt halten können, müssen sie ständig modernisiert und den neuen technologischen Möglichkeiten angepasst werden. Die Comlot muss bei ihrer Tätigkeit Augenmass beweisen, um Geldspiele, die von den Lotteriegesellschaften über interaktive Plattformen und das Internet angeboten werden, kontrolliert zuzulassen, soweit diese Spiele die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen.

Die Comlot hat wegen vermuteten Verstössen gegen die Lotteriegesetzgebung im Jahr 2012 gesamthaft 85 Dossiers eröffnet. In 42 Fällen wurde bei den zuständigen kantonalen Strafverfolgungsbehörden Strafanzeige erstattet. Die konsequente Bekämpfung des illegalen Geldspielangebots bleibt von grosser Bedeutung - auch für eine erfolgreiche Spielsuchtprävention. Nur über die Kanalisierung der Spieler auf ein attraktives und sozialverträgliches reguliertes Angebot und die gleichzeitige wirksame Bekämpfung des illegalen Marktes lässt sich letztlich eine sozialverträgliche Regulierung des Geldspiels erreichen.

Der Aufgabenbereich Spielsuchtprävention nimmt allgemein einen immer wichtigeren Platz ein. Die neuen Technologien bringen nicht nur erhöhte Suchtgefahren mit sich, sondern eröffnen auch zusätzliche Möglichkeiten. Im Zusammenhang mit über Internet angebotenen Spielen ist es heute möglich, Daten über das Spielverhalten sowie weitere für die Spielsuchtprävention relevante Faktoren zu erfassen. Dadurch eröffnen sich wiederum neue Optionen, um die Wirksamkeit bestehender Massnahmen zu evaluieren und die Präventionsansätze zu optimieren. Dieser Situation Rechnung tragend, hat die Comlot im Berichtsjahr einen Psychologen angestellt, welcher seither für den Bereich Spielsuchtprävention verantwortlich ist.

Der Jahresbericht 2012 der Comlot kann auf www.comlot.ch heruntergeladen werden.

Kontakt:

Für telefonische Auskünfte:
Manuel Richard (d), Direktor
Pascal Philipona (f), Stellvertretender Direktor
Tel.: +41/31/313'13'03



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