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Johnson Matthey

Johnson Matthey veröffentlicht "platinum 2007"-bericht

    London (ots/PRNewswire) - Platin

    Platinmarkt im Jahr 2006 mit geringfügigem Überschuss

    Die weltweite Nachfrage nach Platin stieg nach Angaben von Johnson Matthey im heute veröffentlichten PLATINUM 2007 im Jahr 2006 um 2,4 Tonnen auf 210,7 Tonnen. Der Markt für Autokatalysatoren wuchs um über 10%, was hauptsächlich auf die Anpassung der Emissionskontrollen von dieselbetriebenen Leicht- und Schwerlastfahrzeugen zurückzuführen ist. Erweiterungen der südafrikanischen Abbaukapazität führten zu einem Förderrekord von 211,0 Tonnen. Nach sieben aufeinanderfolgenden Jahren mit einem Defizit waren im Jahr 2006 Angebot und Nachfrage für Platin mit einem geringfügigen Überschuss von nur 300 kg praktisch ausgeglichen.

    Wachsender Dieselmarktanteil erhöht die Nachfrage nach Autokatalysatoren

    Mit dem Anstieg des Marktanteils dieselbetriebener Leichtlastwagen in Europa auf über 50 Prozent und der Anwendung neuer Emissionsvorschriften zu Beginn des Jahres 2006 stieg der Platinverbrauch für Autokatalysatoren in Europa um 6,2 Tonnen auf 67,2 Tonnen. Der neue Bedarf an Katalysatoren für mittelgrosse Dieselfahrzeuge in den Vereinigten Staaten und das schnelle Wachstum bei der Fertigung von Personenkraftwagen in Asien trugen ebenfalls zu einer weltweiten Nachfrage des Autosektors von 130,5 Tonnen bei, ein Zuwachs von 12,4 Tonnen im Vergleich zu 2005.

    Recycling wirkt sich auf die Nachfrage der Schmuckherstellung nach Platin aus

    Der Preisanstieg von Platin führte zu einem leichten Rückgang im Volumen des im Jahr 2006 gefertigten Platinschmucks, die Ankäufe von neuem Metall durch die Hersteller wurden aber durch einen steilen Zuwachs bei der Wiederverwertung von altem Schmuck in China und Japan weiterhin reduziert. Der Preis wirkte sich auf die Einkäufe der Konsumenten in China nur geringfügig aus. Einzelhändler meldeten höhere Verkaufsumsätze und nur einen leichten Rückgang beim Gewicht des verkauften Metalls. Der Fertigungsbedarf wurde allerdings bis zu einem Viertel durch die Wiederverwendung von Metall aus gebrauchtem Schmuck und unverkauften Beständen gedeckt. Die gesamte Weltnachfrage für den Schmucksektor sank im Jahr 2006 um 11,1 Tonnen auf 50,0 Tonnen.

    Der Markt bleibt in der ersten Jahreshälfte 2007 voraussichtlich angespannt

    Der Platinverbrauch der Autobranche wird 2007 durch die Verwendung in Autokatalysatoren für dieselbetriebene Leicht- und Schwerlastfahrzeuge, die für einen Grossteil des Zuwachses verantwortlich sind, erneut ansteigen. Die Schmuckhersteller in Asien werden weiterhin einen Teil ihres Platinfertigungsmaterials aus alten Beständen beziehen, die Konsumentennachfrage nach Platinschmuck ist aber ermutigend stabil. Ein schwächeres als geplantes Angebot aus Südafrika zu Beginn dieses Jahres und der kürzliche Einbruch bei den russischen Exporten aufgrund aufsichtsbehördlicher Probleme bedeuten wahrscheinlich in der ersten Hälfte 2007 einen knappen Markt mit einer Liquidität, von der erwartet wird, dass sie in der zweiten Hälfte zunimmt, wenn die südafrikanische Minenproduktion steigt.

    Erwarteter Handel mit Platin grösstenteils zwischen 1.200 USD und 1.400 USD

    Mit begrenzten Marktbeständen und einer steigenden Nachfrage, Verzögerungen bei der Lieferung und Commodity Fonds, die bei Platin in Erwartung auf höhere Kurse in einer "Hausse-Position" gehalten werden, hat sich der Preis in den ersten vier Monaten 2007 gestärkt. Der Start von börsengehandelten Fonds (ETFs) in Platin wird möglicherweise einen weiteren Aufwärtsdruck auf den Preis ausüben, der in den nächsten sechs Monaten 1.400 USD pro Unze erreichen könnte. Wenn die Fonds den Commodities gegenüber eine fallende Tendenz aufweisen, wird sich der Preis abschwächen. Bei 1.200 USD kann aber mit einer nochmaligen Stützung durch Konsumenten und Spekulationskäufe gerechnet werden.

    Palladium

    Weltweiter Rückgang der Palladiumnachfrage im Jahr 2006

    Nach fünfjährigem Wachstum fiel die Palladiumnachfrage im Jahr 2006 um 22,4 Tonnen auf 206,3 Tonnen. Trotz der lebhaften Nachfrage für Autokatalysatoren ging die Nachfrage nach neuem Metall von den Schmuckherstellern stark zurück. Der Anteil an realen Anlageprodukten verminderte sich bei Palladium ebenfalls. Die Produktion an Palladium aus Südafrika erhöhte sich, aber die Verkäufe aus staatlichen Beständen durch Russland lagen deutlich niedriger als im Jahr 2005. Die Lieferungen fielen demzufolge auf 250,7 Tonnen, das entspricht einem Rückgang von 10,7 Tonnen. Insgesamt wies der Palladiummarkt einen weiteren grossen Überschuss von 44,4 Tonnen auf.

    Nachfrage des Autosektors nach Palladium gestiegen, aber die Nachfrage des Schmucksektors ging stark zurück

    Die Nachfrage für Autokatalysatoren stieg aufgrund der kontinuierlichen Ersetzung von Katalysatoren, die auf Platin basieren, durch Palladiumsysteme bei benzinbetriebenen Fahrzeugen in allen Regionen um 4,6 Tonnen auf 124,8 Tonnen. Die Nachfrage nach Palladium im Schmucksektor fiel dagegen um 13,6 Tonnen auf 30,9 Tonnen, wobei praktisch der gesamte Rückgang in China eintrat. Dadurch, dass ein grosser Teil des in den Jahren 2004 und 2005 gekauften Metalls dazu benutzt wurde, um die Vertriebspipeline zu füllen, lag der Bedarf an neuem Metall in China im vergangenen Jahr deutlich niedriger.

    2007 kann voraussichtlich eine erhöhte Nachfrage, aber auch ein weiterer Überschuss beobachtet werden

    Der Markt für Autokatalysatoren wird 2007 bei einem verstärkten Einsatz des Metalls für Benzin- und Dieselkatalysatoren wieder mehr Palladium aufnehmen. Die Aussichten auf dem Schmuckmarkt für Palladium sind weniger sicher, aber es besteht ein gewisses Wachstumspotenzial, da die Herstellungs- und Einzelhandelspipelines jetzt gefüllt zu sein scheinen und eine zukünftige Nachfrage die Einzelhandelsverkäufe genauer darstellen sollte. Die Primärproduktion von Palladium wird steigen und das Angebot voraussichtlich von den Verkäufen einer grossen Menge des russischen Staatsbestands vergrössert, die Ende 2006 an die Schweiz ausgeliefert wurde.

    Fondsanteil sollte Palladium zwischen 320 USD und 420 USD stützen.

    Obwohl die Grundlagen des Palladiummarkts noch schwach sind, wird der Anteil der Fonds und anderer Investoren voraussichtlich den Palladiumpreis stützen. Börsengehandelte Fonds in Palladium können dazu beitragen, den Preis aufrecht zu erhalten, es ist aber unwahrscheinlich, dass sie einen bedeutenden Anteil des verfügbaren überschüssigen Metalls aufnehmen werden.

    Wenn die Investoren jedoch weiterhin auf eine Hausse-Position in Palladium bauen, könnte der Palladiumpreis in den nächsten sechs Monaten bis zur Höhe von 420 USD pro Unze steigen.

    Nachgebende Commodity Preise würden eine negative Wirkung auf Palladium haben, aber - es sei denn, es käme zu einem dramatischen Ausverkauf - es wird nicht erwartet, dass der Preis während dieses Zeitraums unter 320 USD gehandelt wird.

    Platinum 2007 ist Johnson Mattheys neueste Marktuntersuchung über das Angebot und die Nachfrage der Platin-Gruppenmetalle. Dieser Bericht, weithin als weltweite Hauptquelle für Informationen über Platin-Gruppenmetalle angesehen, ist unentgeltlich. Er ist auf Anfrage von Johnson Matthey unter nachstehender Adresse erhältlich oder kann unter folgendem Link gelesen oder heruntergeladen werden: www.platinum.matthey.com/publications

    Johnson Matthey ist die weltweit führende Quelle zur Produktion, dem Angebot und der Verwendung von Platin und anderen Metallen der Platingruppe. Zu den Hauptaktivitäten des Unternehmens gehören die Fertigung von Autokatalysatoren, die Produktion platinhaltiger Prozesskatalysatoren und Spezialchemikalien sowie die Raffination, Herstellung und Vermarktung von Platin-Gruppenmetallen.

      Wenden Sie sich bitte für weitere Informationen an:
      David Jollie
      +44-(0)1763-256316
      Jeremy Coombes
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      Mark Bedford
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ots Originaltext: Johnson Matthey
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