Jikei University School of Medicine

Die erste gross angelegte kontrollierte Interventionsstudie JIKEI HEART über einen Angiotensinrezeptor-Blocker (ARB) in der japanischen Bevölkerung bestätigt eine deutliche Senkung des Blutdrucks und Schutz der Organe durch das Präparat Valsartan

    Tokio (ots/PRNewswire) -

    - Beispielloser Beleg für die Wirksamkeit des Hypertonie-Medikaments Valsartan an japanischen Patienten zur Vorbeugung kardiovaskulärer Ereignisse

    Heute wurden die Ergebnisse der gross angelegten und von der Jikei University School of Medicine durchgeführten klinischen JIKEI HEART Studie in der weltweit angesehenen medizinischen Fachzeitschrift The Lancet publiziert. An der Studie, die eine der grössten kardiovaskulären klinischen Studien ist und unter realistischen klinischen Bedingungen an der japanischen Bevölkerung ausgetragen wurde, nahmen mehr als 3000 Patienten teil. Es ist auch die erste gross angelegte Studie, bei der ARB Valsartan an japanischen Patienten getestet wurde.

    Während der Studie erhielten die Patienten zusätzlich zu ihrer gegenwärtigen Therapie Valsartan zur Blutdruckregulation und zum Schutz vor kardiovaskulären Ereignissen und Schlaganfall. Die Ergebnisse zeigten deutliche Vorteile für die mit Valsartan behandelte Patientengruppe: Im Vergleich zur nicht mit ARB therapierten Gruppe wurde das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um 39% und für Schlaganfall um 40% gesenkt. Die JIKEI HEART Studie wurde im Jahr 2001 begonnen und auf Verlangen des DSMB-Ausschusses (Data and Safety Monitoring Board) wegen eindeutiger Vorteile für die Valsartan-Gruppe vorzeitig abgebrochen.

    "Hypertonie wird durch Blutdruckregulation behandelt, es sollte aber auch die Vorbeugung kardiovaskulärer Erkrankungen über einen längeren Zeitraum hinweg in die Behandlung miteinbezogen werden", sagte Seibu Mochizuki, ehemalige MD/PhD der Jikei University School of Medicine und Mitglied des Führungsgremiums der JIKEI HEART Studie. "Während der JIKEI HEART Studie haben wir beides geschafft: Wir konnten den niedrigsten Blutdruckwert, der jemals in einer Studie zu Mortalität/Morbidität verzeichnet wurde, und enorme Vorteile für die Valsartan-Patienten durch Senkung des Risikos von kardiovaskulären Ereignissen und Schlaganfall, erreichen. Daher wird Valsartan in Zukunft eine grosse Bedeutung bei der Behandlung von Hypertonie erlangen, da es den Blutdruck senkt und gleichzeitig die Endorgane schützt."

    Die JIKEI HEART Studie wurde an Patienten, die zu Studienbeginn einen Blutdruck von 139/81 mmHg aufwiesen, durchgeführt. Dieser Wert liegt bereits unter dem nationalen Richtwert für Hypertonie ohne Komorbidität. Der Blutdruckzielwert wurde auf 130/80 mmHg festgelegt. Die Valsartan-Gruppe erreichte im Laufe der Studie einen Wert von 131/77 mmHg, während die Vergleichsgruppe auf 132/78 mmHg kam. Die Valsartan-Gruppe wies auch einen beträchtlichen Rückgang verschiedener kardiovaskulärer Ereignisse auf: Ein Vergleich der beiden Gruppen in Bezug auf primären Endpunkte bedingt durch kardiovaskuläre Ereignisse, ergab in der Valsartan-Gruppe einen Rückgang von Angina Pectoris um 65%, von Herzversagen um 46% und von Aortendissektion um 81%. Diese Vorteile können nicht gänzlich mit unterschiedlicher Blutdruckregulation erklärt werden.

    "Wir sind sehr stolz auf unsere Universität, die eine weitere bedeutende und gross angelegte klinische Studie geleitet hat. Und auch auf die wichtigen Ergebnisse der JIKEI HEART Studie, die in der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift The Lancet publiziert wurden, in der vor 120 Jahren auch ein Artikel über die Ergebnisse unserer allerersten gross angelegten Studie über Beriberi erschienen ist", sagte Satoshi Kurihara, President der Jikei University School of Medicine. "Die JIKEI HEART Studie erlaubt in Einklang mit unserer Mission der patientenzentrierten medizinischen Versorgung einen Einblick in gegenwärtige und zukünftige Behandlungen zum Wohle der Patienten. Wir danken den Patienten für ihre Zusammenarbeit und den Ärzten für ihre Sorgfalt und die Follow-up Rate der Patienten von 99%. Der Aufbau dieser von Ärzten durchgeführten Studie, die auch international sehr gelobt wurde, ist eine Richtlinie für zukünftige klinische Studien."

    Informationen über die gross angelegte klinische JIKEI HEART Studie

    Die JIKEI HEART Studie wurde als kontrollierte multizentrische klinische Studie mit PROBE-Design (prospective randomized open-label blinded endpoint) von Ärzten durchgeführt. An der Studie nahmen 3081 Patienten im Alter von 20 bis 79 Jahren teil, die an Hypertonie, ischämischen Herzerkrankungen oder Stauungsinsuffizienz litten. Auslöser des primären Endpunktes waren neuer oder wiederkehrender Schlaganfall, neue oder wiederkehrende ischämische Attacke, Krankenhauseinweisung aufgrund von Stauungsinsuffizienz oder Angina Pectoris, Herzinfarkt, Aortadissektion, Arterienverschluss der unteren Extremitäten, Verdoppelung des Serum-Kreatinin oder Dialyse. Während der gesamten Studiendauer waren zwischen der Valsatan- und der Vergleichsgruppe keine Unterschiede bei Blutdruck und Pulswerten zu verzeichnen.

    Mitglieder des Führungsgremiums der Studie waren MD/PhD Seibu Mochizuki von der Abteilung für Kardiologie-Innere Medizin an der Jikei University School of Medicine, sowie Björn Dahlöf, ausserordentlicher Professor an der Sahlgrenska Universitätsklinik Göteborg, Schweden.

    Informationen über die Jikei University School of Medicine

    Die Jikei University School of Medicine hiess früher Sei-I-Kwai Koshujo (medizinisches Ausbildungszentrum). Sie war der Vorläufer der heutigen Universität und wurde im Jahr 1881 von Kanehiro Takaki gegründet wurde. Es ist die älteste medizinische Ausbildungsstätte in Japan. Die Jikei University School of Medicine ist eine der vier Bildungseinrichtungen der Universität und beinhaltet die Faculty of Medicine (medizinischen Fakultät), das Medical Research department of the graduate school (medizinisches Forschungszentrum), vier Universitätskliniken sowie eine Klinik und ein Forschungszentrum für Medical Sciences (Heilkunde). Die vier Universitätskliniken mit etwa 2600 Betten und täglich 7500 ambulanten Patienten sind die grössten in Japan.

    Die Jikei University School of Medicine orientiert sich in Bezug auf Ausbildung, Forschung und medizinische Pflege noch immer an den Ideen des Gründers Kanehiro Takaki, der Patienten als menschliche Wesen, die an einer Krankheit leiden, und nicht als zu untersuchendes Forschungsmaterial sah. Die Universität widmet sich auch der medizinischen Forschung, von der man behauptet, dass Takaki der Begründer sei.

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