Coface Deutschland

Coface steigert Umsatz
Erstes Halbjahr 2008 plus 5,9 Prozent - Risiken steigen

Paris/Mainz (ots) - Im ersten Halbjahr 2008 verzeichnete Coface einen Umsatz von 838 Millionen Euro. Das ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 ein Plus von 5,9 Prozent. Beim internationalen Forderungsspezialisten machte das klassische Geschäftsfeld Kreditversicherung 588 Millionen Euro aus. Das Wachstum profitierte vor allem durch Informationsprodukte und Inkasso. Beide zusammen verzeichneten eine Steigerung um 15,2 Prozent. Der Anteil am Umsatz beträgt dabei 137 Millionen Euro. Factoring wuchs ebenfalls weiterhin stark auf 113 Millionen Euro an. Das entspricht einem Wachstum von 13,8 Prozent. Der Nettogewinn von Coface lag im ersten Halbjahr 2008 bei 138 Millionen Euro. Das bedeutet einen Rückgang von 13 Prozent im Vergleich zu 159 Millionen Euro im Vorjahr. Wie Coface Deutschland mitteilt, wuchsen die klassischen Geschäftsfelder Kreditversicherung, Information und Forderungsmanagement außerhalb Europas deutlich stärker als in den "traditionellen" Märkten. Dort verzeichneten die Produkte ein Wachstum von 1,7 Prozent. Außerhalb Europas konnte hingegen eine Steigerung von 21,7 Prozent erreicht werden. Die Schadenquote in der Kreditversicherung lag weltweit bei 55 Prozent. Vor allem in Lateinamerika und Asien konnte Coface seine Führungsposition ausbauen. So kaufte das Unternehmen in Brasilien Mehrheitsanteile von SBCE, dem führenden brasilianischen Exportkreditversicherer. In Australien, Hong Kong und Indien erweiterte Coface mit der Einführung des Forderungsmanagements die Geschäfte. Coface steigerte das noch relativ neue aber expansive Geschäftsfeld Factoring im ersten Halbjahr 2008 weiter um 13,6 Prozent. Den größten Beitrag lieferte Natixis Factor. Die französische Factoringgesellschaft der Coface erwirtschaftete 68 Millionen Euro. Alle weiteren Factoringgesellschaften lieferten einen Umsatz von 44 Millionen Euro. Coface Finanz in Mainz ist deutscher Marktführer im Bereich des Forderungsankaufs. Die Beteiligungsgesellschaft von Coface Deutschland ist Kompetenzzentrum für Factoring und begleitet den weltweiten Ausbau des Geschäftes. Seit diesem Jahr wird Factoring zusätzlich in Tschechien, Slowakei, China, Australien, Israel, Irland und Russland angeboten. Insgesamt unterbreitet Coface das Finanzierungsangebot jetzt in 25 Ländern, weitere sind geplant. Für das Jahr 2008 rechnet Coface mit weiter steigenden Risiken. Vor allem Amerika und die Nachbarstaaten Mexiko und Kanada leiden weiterhin unter der globalen Kreditkrise. Auch in europäischen Ländern wie Spanien und Großbritannien belasten geplatzte Immobilienblasen die Banken. Branchenspezifisch betrachtet kämpfen derzeit besonders das Baugewerbe, der Luftverkehr, die Autoindustrie und der Handel mit Schwierigkeiten. Finanziell gesehen sind vor allem Unternehmen mit hohen Schulden von der Kreditkrise betroffen, da Banken derzeit vielfach restriktiver handeln. Vor dem Hintergrund der von Coface schon im Frühjahr prognostizierten fünften Kreditkrise seit 1974/1975 gibt es weitere Unwägbarkeiten, die auf die Zahlungssicherheit für Unternehmen negativ wirken könnten. "Dazu zählen eine länger anhaltende Bankenkrise, mit Auswirkungen auf die Nachfrage von Haushalten und Unternehmen sowie ein eventuell stärker nachlassendes Wachstum in China", berichtet Benoît Claire, Vorstandsvorsitzender von Coface Deutschland. ots Originaltext: Coface Deutschland Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch Pressekontakt: Pressekontakt: Coface Deutschland AG Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Erich Hieronimus Isaac-Fulda-Allee 1 55124 Mainz Tel. 06131/323-541 Fax. 06131/323-70-541 erich.hieronimus@coface.de

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