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Maya Stendhal Gallery

Die Eröffnungsausstellung des Jonas Mekas Visual Arts Center (JMVAC) findet im litauischen Vilnius statt, der neuen Welthauptstadt von Avantgarde und Fluxus im 21. Jahrhundert

    New York (ots/PRNewswire) -

    Das Jonas Mekas Visual Arts Center (JMVAC) in Vilnius, Litauen, ist stolz auf seine erste Ausstellung mit dem Namen "The Avant-Garde: From Futurism to Fluxus", die vom 5. November 2007 bis zum 3. Februar 2008 für den Publikumsverkehr geöffnet sein wird. Die Ausstellung widmet sich der Geschichte der Avantgarde und einigen ihrer schillerndsten Vertreter als auch einem breiten Spektrum an Medien wie Filmen, Film-Stills (Standfotos von Filmen), Installationen, Fluxus-Objekten und -dokumenten, Skulpturen, Videos und Gedichten, die sich alle dadurch auszeichnen, dass sie eine neue Art des Nachdenkens über Kunst, Kultur und Gesellschaft inspiriert haben. Darüber hinaus zelebriert die Ausstellung die Rückkehr von zwei der produktivsten Künstler Litauens: den fortschrittlichen Avantgarde-Filmemacher Jonas Mekas und George Maciunas, Impresario und "Chairman" der internationalen Fluxus-Kunstbewegung der 60er Jahre.

    Dem futuristischen Dichter und Schriftsteller Kazys Binkis, der mit seinen literarischen Aktivitäten Litauen mit der Philosophie und Ästhetik der Avantgarde bekannt machte, ist ein Ehrenplatz im Programm gewidmet.

    Jonas Mekas präsentiert als "Pate des amerikanischen Avantgarde-Kinos" neue Installationen, in denen Standbilder und bewegte Bilder in einer spektakulären Multimedia-Präsentation miteinander kombiniert werden. Sein Arrangement von 40 Kurzfilmen wird auf Monitoren und Wandprojektionen zusammen mit 40 Film-Stills aus dieser faszinierenden Serie gezeigt, was sowohl sein Talent für formale Innovationen als auch seine Bedeutung als Dokumentarfilmer unterstreicht. In seinen Filmen sind weltberühmte Persönlichkeiten wie John Lennon, Salvador Dali, George Maciunas, Richard Serra, Nam June Paik, Andy Warhol und Allen Ginsberg zu sehen, was uns wiederum daran erinnern soll, dass die Filme Mekas' zu den besten historischen Dokumentationen gehören - von den Anfängen der Avantgarde in den 60er Jahren an bis heute. Mit dabei ist auch "Zefiro Torna, or Scenes From the Life of George Maciunas" (1992), Mekas' cineastische Hommage an seinen langjährigen Freund und Kollegen. Abgerundet wird das Ganze durch 40 Film-Standbilder, die Mekas eigens für die Ausstellung anfertigte.

    "Mit dieser Ausstellung hat Vilnius einen weiteren Abschnitt auf dem Weg zur neuen Welthauptstadt von Avantgarde und Fluxus im 21. Jahrhundert gemeistert", so Arturas Zuokas, Vorstandsvorsitzender des Jonas Mekas Visual Arts Center.

    Aus der erst kürzlich durch das Center erworbenen Fluxus-Sammlung wurden einige herausragende Arbeiten ausgewählt. Maciunas' Readymade-Zeichen "No Smoking" (1963/1973), sein in Zusammenarbeit mit George Brecht entstandenes Werk "Iced Dice" (1964) und Yoko Onos "Do It Yourself" (1966) demonstrieren, dass die Bewegung durchaus Wert auf Humor legte und betont deren Bestreben, auch aus alltäglichsten Objekten und Handlungen Kunstwerke zu schaffen. Die 80 Wooster-Street-Dokumente beschreiben Maciunas' Vision über eine Umwandlung der Industriegebäude von SoHo in New York in die legendären Fluxhouse Artist Cooperatives, die ihm den Titel "Father of SoHo" einbrachte. Zu besichtigen sein wird auch Nam June Paiks konzeptuelle Videoinstallation "Real Plant/Live Plant" (1978). Darüber hinaus werden bedeutsame Dokumentarfilme gezeigt, zu denen Larry Millers "Some Fluxus" (1991), Shigeko Kubotas "Fluxus Soho Tour" (1994) und Lars Movins "The Misfits: 30 Years of Fluxus" (1993) gehören und Informationen sowohl zur Fluxus-Bewegung insgesamt als auch über ihren charismatischen "Frontmann" liefern. Maciunas' umfangreiche Produktion "Fluxfilm Anthology" (1962-70) fasst das kritische, aber auch spielerische Herangehen der Gruppe an die Filmtradition zusammen.

    Jonas Mekas hat auch eine spezielle Reihe von Filmen zusammengestellt, die von Visionären des Avantgarde-Kinos produziert wurden. Auf diese Weise werden Luis Buñuels "Ein andalusischer Hund" (1929) in Zusammenarbeit mit Salvador Dalí, Marcel Duchamps "Anemic Cinema" (1926), Hans Richters "Rhythmus 21" (1921), Fernand Legers "Ballet Mecanique" (1924) und Peter Kubelkas "Arnulf Rainer" (1960) geehrt.

    Jonas Mekas spricht zur Eröffnung des JMVAC seine Glückwünsche aus: "Ich bedanke mich ganz herzlich bei Arturas Zuokas und Kristijonas Kucinskas! In der heutigen Zeit ist es ganz besonders wichtig, die alltäglichen Gegebenheiten einmal hinter sich zu lassen und die Richtung zu ändern, sich auf direktem Wege in andere Welten zu begeben, andere Welten, andere  Welten ---"

    Diese wegweisende Ausstellung erreicht ihren Höhepunkt anlässlich des historischen Ereignisses, wenn Vilnius im Jahre 2009 den begehrten Titel der Europäischen Kulturhauptstadt des Jahres erhält. Eine solche internationale Anerkennung unterstreicht die Tatsache, dass Litauens Kultur einem prickelnden neuen Zeitalter entgegen geht.

    Zur Ausstellung ist auch ein Katalog mit ganzseitigen Farbfotos erhältlich, der Beiträge von R. Bruce Elder, P. Adams Sitney, Amy Taubin, Mari Dumett, Julia Robinson, Carolina Carrasco, Astrit Schmidt-Burkhardt und Hollis Melton enthält.

    Die Maya Stendhal Gallery ist eine der Kuratoren der Ausstellung.

    Website: http://www.mekas.lt

ots Originaltext: Maya Stendhal Gallery
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.ch

Pressekontakt:
Pressekontakt: Arturas Zuokas vom Jonas Mekas Visual Arts Center,
Tel.: +370-5-211-2377, E-Mail: info@mekas.lt; oder Maya Stendhal und
Harry Stendhal, Kuratoren der Ausstellung, oder Mari Dumett,
Co-Kuratorin von Fluxus Documents, Tel.: +1-212-366-1549,
gallery@mayastendhalgallery.com, beide von der Maya Stendhal Gallery



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